| Wappen | Karte |
|---|---|
| Coat of arms of Stralsund.svg | Lage_der_kreisfreien_Stadt_Stralsund_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 5 m ü. NN |
| Fläche: | 38,97 km² |
| Einwohner: | 58.708 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.506 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 18435, 18437, 18439 |
| Telefonvorwahl: | 03831 |
| Kfz-Kennzeichen: | HST |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 05 000 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | PF 2145 18408 Stralsund |
| Website: | www.Stralsund.de |
| Oberbürgermeister: | Harald Lastovka (CDU) |
Die Hansestadt Stralsund ist eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im Norden Deutschlands. Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee, und wird auf Grund ihrer Lage als Tor zur Insel Rügen bezeichnet. Die Altstadt gehört seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Titel Historische Altstädte Stralsund und Wismar.
Stralsund_Uferpromenade.jpg | Stralsund_Frankenteich.jpg | stralsund_meerseite.jpg
Stralsund ist eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern, im Norden Deutschlands.
Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee. Die geographische Nähe zur Insel Rügen brachte ihr die Bezeichnung Tor zur Insel Rügen ein. Stralsund liegt ebenfalls nahe dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Das Stadtgebiet Stralsund beinhaltet drei Stadtteiche sowie einen Stadtwald.
Die höchste Erhebung der Stadt ist der Galgenberg am westlichen Ortseingang.
Das Stadtgebiet umfasst ca. 39 km², was Stralsund zu einer der dichtbesiedeltsten Städte Mecklenburg-Vorpommerns macht. Die Stadt besaß (und besitzt zum Teil noch heute) zudem Ländereien in der näheren Umgebung sowie auf den Inseln Rügen, Hiddensee und der Insel Ummanz. Ausgehend vom heutigen Stadtkern, der Altstadt, wurden nach der Aufhebung des Festungscharakters der Stadt 1869 die umliegenden Gegenden schnell besiedelt.
Größere Städte in der näheren Umgebung sind Greifswald, Barth und Ribnitz-Damgarten sowie Rostock. Viele der kleineren Dörfer und Städte im Umkreis sind nach 1990 durch Zuzug von Stralsundern oder in Stralsund Arbeitenden stark gewachsen, wie z. B. Prohn oder Negast.
Das Gebiet der Hansestadt Stralsund gliedert sich in folgende Stadtgebiete und Stadtteile:
Hauptartikel: Geschichte der Hansestadt Stralsund
Die Stadt wurde vorwiegend durch Siedler aus Westfalen schnell zu einer bedeutenden Handelsstadt im Ostseeraum. Als Mitglied der Hanse gewann Stralsund wirtschaftliche und politische Bedeutung und war bald annähernd so mächtig wie Lübeck. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit den Herrschern von Dänemark gipfelten 1371 im Frieden von Stralsund.
Nach dem Niedergang der Hanse nahm auch Stralsunds Bedeutung für den Handel ab. Weiterhin jedoch lebte die Stadt vorwiegend vom Fernhandel und Nahhandel und dem Schiffbau.
Stralsund trotzte im Dreißigjährigen Krieg mit Hilfe von Schweden und Dänemark der Belagerung durch Wallenstein. Es folgte eine fast 200-jährige Zeit der Zugehörigkeit zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Pommern.
Im 19. Jahrhundert kam Stralsund zu Preußen. Als kreisfreie Stadt wurde Stralsund in den folgenden Jahren als Bestandteil Neuvorpommerns Teil des Deutschen Reichs.
Am 6. Oktober 1944 war Stralsund Ziel eines Bombenangriffs durch alliierte Bomber, die ihr eigentliches Ziel in Stettin nicht anfliegen konnten. In dieser Nacht wurden über 800 zivile Opfer gezählt, die historische Altstadt stark beschädigt. Am 1. Mai 1945 rückte die Rote Armee in Stralsund nahezu kampflos ein.
Während der Zeit der DDR wurden in der Stadt zahlreiche Plattenbausiedlungen errichtet, der historische Altstadtkern allerdings verkam. Wirtschaftlich lebte die Stadt vor allem vom Schiffbau auf der Volkswerft, die Schiffe für die Sowjetunion teilweise im Zehntagesrhytmus fertigstellte.
Nach der politischen Wende 1989/1990 wurden in Stralsund zahlreiche alte Häuser restauriert. Wirtschaftlich gab es große Herausforderungen, die in der strukturschwachen Region große Probleme verursachen.
Seit dem Jahr 2002 ist Stralsunds Altstadt zusammen mit der Wismars UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Namen Historische Altstädte Stralsund und Wismar.
Im Juli 2006 wird US-Präsident George W. Bush der Hansestadt Stralsund einer Einladung von Bundeskanzlerin Merkel folgend einen Kurzbesuch abstatten.
Die Auflistung der Stralsunder Straßennamen und ihrer Bedeutung verdeutlicht auch historische Ereignisse und den Wandel in der Betrachtungsweise.
Das Gebiet der heutigen Stadt Stralsund wurde zunächst von slawischen Siedlern bewohnt. Nach dem Sieg der Dänen über die slawischen Fürsten auf Rügen begann die Christianisierung, wobei überwiegend christliche Siedler aus Westfalen in das Gebiet Stralsunds kamen. Im 13. Jahrhundert kommen auch Juden mit den deutschen Einwanderern nach Stralsund. Hauptsächlich wohnen sie in der nach ihnen benannten Judenstraße, die 1401 zum ersten Mal erwähnt wird.
Im 15. Jahrhundert werden die Juden aus Pommern und Mecklenburg ausgewiesen. Die Reformation machte Stralsund Mitte des 16. Jahrhunderts zu einer überwiegend evangelischen Stadt.
1757 erlaubt der schwedische König wieder die Ansiedlung von Juden; diese beginnen 1786 mit dem Bau einer Synagoge, die am 30. März 1787 geweiht wird.
Jüdische Kaufleute bringen moderne Handelsideen in die Stadt: Am 15. April 1852 errichten die Gebrüder Wertheim ihr „Manufactur-Modewaren-Geschäft“ und bauen 1875 das erste Wertheim-Kaufhaus in Stralsund. Leonhard Tietz eröffnet am 14. August 1879 einen kleinen Laden und begründet damit den später als „Kaufhof“ bekannten Konzern.
Am 9. November 1938 wird die Synagoge geplündert und brennt völlig aus, beim Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 wird sie zerstört und 1950 abgerissen. 30 jüdische Geschäfte werden in der Pogromnacht geplündert. Seit 1938 werden staatenlose Juden zwangsumgesiedelt. Während sich 1933 noch 134 Personen zum Judentum bekennen, sind es 1939 nur noch 62; die meisten der 72 weggezogenen sowie alle noch in der Stadt verbliebenen Juden wurden in die nationalsozialistischen Vernichtungslager gebracht und kamen dort ums Leben. Nur zwei Stralsunder Juden überlebten den Terror und kamen zurück.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Stralsund zum sozialistischen Einflussbereich, dementsprechend erfolgte auch die Erziehung in den Schulen streng kirchfern. Zwischen 1949 und 1989 ging der Anteil der Protestanten an der Stadtbevölkerung von etwa 90 % auf etwa 20 % zurück. Heute bekennen sich etwa 75 % der Stralsunder Bevölkerung als Atheisten zu keiner Religion. Die stärkste kirchliche Gemeinde stellen die Evangelischen (ca. 15 %), etwa 4 % der Bewohner bekennen sich zum Katholizismus.
Es existieren keine jüdische und keine moslemische Gemeinde. Die wenigen Einwohner islamischen Glaubens üben ihre Religion nicht in einer Moschee aus.
In den 1920er Jahren brauchte Stralsund schon wegen des absehbaren Erreichens der Belegungsgrenze der Stralsunder Friedhöfe neues Land. Geplant war u. a. der Bau eines Zentralfriedhofes.
Nach der Verabschiedung des preußischen „Gesetzes über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts“ 1927, das auch die Auflösung der Gutsbezirke vorsah, stellte Stralsund den Antrag auf Eingemeindung von Klein Kedingshagen, Groß Kedingshagen, Grünthal, Grünhufe, Freienlande, Andershof, Lüssow, Langendorf mit Borgwallsee und Pütter See, Groß Lüdershagen, Neu Lüdershagen, Wendorf, Zitterpennigshagen, Voigdehagen, Försterhof, Teschenhagen, Devin und der Stadtkoppel. Zudem sollte der Ort Altefähr auf Rügen eingemeindet werden, da der Stadt der dortige Strand und Park bereits gehörten. Dieser Antrag, in dem es um eine Fläche von 3.538 Hektar ging, wurde nur teilweise positiv beschieden. Durch Beschluss des Regierungspräsidenten vom 21. September 1928 wurden der Stadt Stralsund letztlich „der ganze Gutsbezirk Voigdehagen in einer Größe von 297,85 Hektar mit etwa 93 Einwohnern, der ganze Gutsbezirk Devin in einer Größe von 479,87 Hektar mit etwa 230 Einwohnern, der nördliche Teil des Gutsbezirkes Andershof in einer Größe von etwa 264,74 Hektar mit etwa 150 Einwohnern, der ganze Gutsbezirk Grünhufe in einer Größe von 405,61 Hektar mit etwa 157 Einwohnern“ zugeordnet.
Bestandteil des Gutsbezirkes Grünhufe waren die Gehöfte Stadtkoppel und Garbodenhagen und die Güter Grünthal und Freienlande. Zudem wurden der Stadt noch Teile der Güter Langendorf, Lüssow und Klein Kordshagen zugeordnet.
Die neu zugeordnete Fläche von 1.781,69 Hektar brachte annähernd eine Verdoppelung des Stadtgebietes. Die Übergabe erfolgte am 22. Oktober 1928 im Stralsunder Rathaus.
Im Jahre 1989 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Stralsund mit über 75.000 ihren historischen Höchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der politischen Wende 1989/1990 hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und dem Geburtenrückgang bis 2005 etwa 20.000 Einwohner verloren.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1600 | 12.500 |
| 1677 | 8.489 |
| 1760 | 8.153 |
| 1782 | 10.606 |
| 1800 | 11.191 |
| 1816 | 14.096 |
| 1826 | 14.745 |
| 3. Dezember 1849 ¹ | 17.600 |
| 3. Dezember 1861 ¹ | 21.900 |
| 3. Dezember 1864 ¹ | 26.700 |
| 3. Dezember 1867 ¹ | 27.600 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 26.700 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 27.765 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 29.481 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1885 ¹ | 28.984 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 27.814 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 30.100 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 31.076 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 31.809 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 33.988 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 31.412 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 30.715 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 38.185 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 39.404 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 43.630 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 52.978 |
| 1. Dezember 1945 ¹ | 43.763 |
| 29. Oktober 1946 ¹ | 50.389 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 31. August 1950 ¹ | 58.303 |
| 31. Dezember 1955 | 65.275 |
| 31. Dezember 1960 | 65.758 |
| 31. Dezember 1964 ¹ | 67.851 |
| 1. Januar 1971 ¹ | 71.489 |
| 31. Dezember 1975 | 72.109 |
| 31. Dezember 1981 ¹ | 74.421 |
| 31. Dezember 1985 | 75.480 |
| 31. Dezember 1988 | 75.498 |
| 31. Dezember 1990 | 72.780 |
| 31. Dezember 1995 | 65.977 |
| 31. Dezember 2000 | 60.663 |
| 31. März 2005 | 58.686 |
Sitzverteilung Bürgerschaft Stralsund 2005.png Die Bürgerschaft Stralsunds besteht aus 42 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 13. Juni 2004 setzt sie sich wie folgt zusammen:
| Partei | Sitze |
|---|---|
| CDU | 13 |
| Linkspartei | 10 |
| SPD | 5 |
| FORUM | 5 |
| BfS 1 | 5 |
| NPD | 2 |
| FDP 1 | 1 |
| Einzelbewerber 2 | 1 |
| 1 | BfS und FDP bilden eine Fraktionsgemeinschaft. |
| 2 | Der Einzelbewerber Michael Adomeit hatte bei der Wahl ausreichend Stimmen für zwei Sitze erhalten; da er aber als Einzelkandidat und nicht mit einer Liste gestartet war wurde die gewonnene zweite Stimme bei der Sitzverteilung außer Acht gelassen. Somit wurden statt 43 nur 42 Sitze vergeben. |
Die Stadt (Wahlkreisnummer 5) besteht aus 68 Wahlkbezirken.
Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)
| Stralsund_Rathaus_Nacht.jpg | Stralsund_Rathaus-Innenhof.jpg |
Eine Auflistung der Oberbürgermeister und Bürgermeister finden Sie hier: Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister von Stralsund.
Das Wappen Stralsunds zeigt auf rotem Grund eine weiße bzw. silberne Pfeilspitze. Diese ist auf die slawische Herkunft des Namensbestandteiles „Stral-“ zurückzuführen, die „Pfeil“ bedeutet. Die Spitze wird von einem Kreuz gekrönt.
Mehr Informationen im Artikel Wappen Stralsunds.
Die Hansestadt Stralsund unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
Stralsund-1.jpg | Stralsund_Markt.jpg | Stralsund, Gorch Fock I an der Ballastkiste.JPG
Die Altstadt der Hansestadt Stralsund begeistert jedes Jahr zahlreiche Besucher sowie ihre Bewohner. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde im gesamten Stadtgebiet die historische Bausubstanz durch den Einsatz privaten Kapitals sowie erheblicher finanzieller Mittel aus Bundes-, Landes- und Gemeindekassen sowie von Stiftungen saniert. Viele Häuser wurden dabei vor dem Verfall gerettet. Heute präsentiert sich insbesondere die Altstadt mit vielen sanierten Bürgerhäusern, die durch Detailtreue an Fassaden, Türen und Fenstern bestechen. Von 812 denkmalgeschützten Häusern stehen allein 526 als Einzeldenkmal ausgewiesene in der Altstadt; davon sind 374 bereits saniert, 65 werden derzeit saniert (Stand: November 2004).
Am 27. Juni 2002 wurde die Altstadt zusammen mit der von Wismar in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.
Das am Alten Markt gelegene Rathaus mit seinem imposanten Schaugiebel schmiegt sich an die Nikolaikirche und stand einst auch als Zeichen des Selbstbewusstseins der Stralsunder Bürger gegenüber der Kirche. Es gehört zu den bedeutendsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik und wurde 2004 nach einer umfangreichen Sanierung feierlich wiedereröffnet.
Das komplette Ensemble des Alten Marktes birgt mit Rathaus, Wulflamhaus, schwedischer Commandantur, Gewerkschaftshaus und Plattenbau einen Überblick über politische und architektonische Geschichte.
Die oft mit hohem privaten Engagement aufwändig sanierten Bürgerhäuser mit ihren typischen Giebeln prägen das Straßenbild in den Altstadtstraßen. Das Museumshaus in der Mönchstraße wurde mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert und bietet seither als eines von Nordeuropas bedeutendsten original erhaltenen Bürgerhäusern der Hansezeit das Erleben und Begreifen der Geschichte von sieben Jahrhunderten.
Im Hafen werden außerhalb des für den Güterverkehr genutzten Bereichs vor allem touristische Bedürfnisse befriedigt. So legen hier die Schiffe nach Hiddensee und Altefähr sowie zu Rundfahrten ab. Die Nordmole lädt zum Spaziergang entlang von hunderten Yachten ein. Architektonisch bilden die Hafenspeicher sowie die Silhouette der Altstadt einen ansprechenden Kontrast zur Aussicht auf die Inseln Rügen und Hiddensee. Mit der Bark Gorch Fock (I) liegt zudem eine weitere touristische Attraktion im Hafen.
Drei große mittelalterliche Backsteinkirchen (Marienkirche, Nikolaikirche und Jakobikirche) zeugen von einstiger Größe und Macht Stralsunds. Heute wird die Jakobikirche ausschließlich als Kulturkirche genutzt, die beiden anderen am Alten Markt bzw. Neuen Markt gelegenen Kirchen werden weiterhin für Gottesdienste genutzt. Vom Turm der Marienkirche am Neuen Markt bietet sich ein guter Panoramablick (siehe auch Bild oben).
Stralsund_Meeresmuseum.jpg Von den Stadttoren sind nur noch das Kniepertor und das Kütertor erhalten. Im Heilgeistkloster wurden einst Arme und Kranke untergebracht. Heute sind alle Wohnungen und Häuser saniert und das Areal lädt zu einem Spaziergang ein. Im Johanniskloster befindet sich das Stadtarchiv, auch finden dort regelmäßig Kulturveranstaltungen statt, wie z. B. Open-air-Theateraufführungen.
Das bis 1995 eigenständige Theater der Hansestadt bildet seitdem zusammen mit dem Theater Greifswald und seit 2005 auch Putbus' das Theater Vorpommern.
Das Theatergebäude wird von 2005 bis 2007 grundlegend saniert, sodass die Aufführungen an sieben verschiedenen Orten in Stralsund stattfinden.
Das Deutsche Meeresmuseum im ehemaligen Katharinenkloster ist Norddeutschlands meistbesuchtes Museum und bietet Einblicke in die Welt des Wassers und seiner Bewohner. Derzeit wird als Ergänzung ein Ozeaneum im Hafen errichtet. Das Kulturhistorische Museum zeigt Ausstellungen aus der Geschichte Pommerns etc.; zudem findet sich hier der berühmte Hiddenseer Goldschmuck. Zweigstellen der Museen auf dem Dänholm (Nautineum), der Hafeninsel (Meereswelten und dem Darß (Natureum) bieten Kurzweil und Wissen.
Im Bau befindlich ist derzeit das Ozeaneum Stralsund, das 2007 eröffnet werden soll.
Herausragende Zeugnisse der Architektur von Jahrhunderten sind die drei Pfarrkirchen St. Marien, St. Nikolai und St. Jakobi. Neben den Sakralbauten sind unzählige bedeutende Gebäude erhalten, die von der einstigen Macht der Bürger der Handelsstadt Stralsund zeugen, wie das Rathaus oder das Wulflamhaus.
Nähere Informationen zu bedeutenden Gebäuden und Orten Stralsunds finden Sie in einem gesonderten Artikel.
Während die Altstadt Stralsunds aus geschichtlich bedingten Gründen wenig Grün aufweist, wurden nach der Entfestung im 19. Jahrhundert einige Anlagen zur Naherholung angelegt. Ein Beispiel ist die entlang des Strelasund-Ufers führende Sundpromenade. Auch die Stralsunder Friedhöfe wurden im 20. Jahrhundert zu Anlagen mit parkähnlichem Charakter umgestaltet.
Auf sportlichem Gebiet besitzt Stralsund eine lange und erfolgreiche Gewichthebertradition. Die Sportler des jetzigen TSV 1860 Stralsund (früher: BSG Motor Stralsund) errangen bei vielen nationalen (zuletzt Deutscher Meister 2005) und internationalen Wettkämpfen Titel und Medaillen. Zu erwähnen wären u. a. Jürgen Heuser und Andreas Behm. Die Sportstätte des TSV 1860 Stralsund, Sektion Gewichtheben, ist vom Bund als Olympiastützpunkt deklariert worden und wird entsprechend finanziell unterstützt.
Die erste Männer-Mannschaft des Stralsunder Handballvereins (HV) spielte in der Saison 2003/2004 in der ersten Handball-Bundesliga und seitdem in der 2. Bundesliga Nord.
Nach starken Zeiten der Fußballmannschaft des ASG Vorwärts Stralsund in den 1960er bis 1980er Jahren in der ersten und zweiten DDR-Liga stieg der Nachfolger, der FC Pommern Stralsund, in der Saison 2005/2006 aus der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern ab.
Erfolgreicher sind die Sportler des MC Nordstern Stralsund, die in der ersten Speedway-Bundesliga ihre Runden drehen.
Die Rollstuhlbasketballer des SV Medizin Stralsund nehmen am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teil.
Der Kaufmann und Fischhändler Karl Wiechmann erfand in Stralsund eine Art von sauer eingelegtem Hering, den er zu Ehren und mit ausdrücklicher Genehmigung des damaligen Kanzlers Bismarckhering nannte. Das Originalrezept besitzt ein Fischhändler, der in seinem Restaurant seit dem Jahr 2003 wieder Original-Bismarkhering anbietet.
Die Biere der Stralsunder Brauerei erzielen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin regelmäßig Spitzenplatzierungen.
In Stralsund erscheint die Ostsee-Zeitung (OZ) mit einer eigenständigen Lokalausgabe („Stralsunder Zeitung“). Daneben existieren kostenlose Zeitungen wie der „Stralsunder Anzeiger“ (gehört zur OZ und damit zum Axel-Springer-Verlag), der „Stralsunder Blitz“ (gehört zum Blitz-Verlag) und das „Sundecho“ (mit „Altstadtecho“).
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk des NDR sowie Privatsender wie „Antenne Mecklenburg-Vorpommern“ und „Ostseewelle“ sind per Antenne zu empfangen.
Fernsehen für die Region bieten das dritte Programm des NDR-Fernsehens sowie das private Programm FAS – Fernsehen am Strelasund des Kabelbetreibers.
Stralsund_Hafen.jpg | Stralsund, Hafen.JPG Stralsund ist als Stadt im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern hauptsächlich vom Tourismus abhängig. Dieser bildet die Grundlage u.a. für zahlreiche Gaststätten und Beherbergungen (im Jahr 2003 wurden 294.079 Übernachtungen nur in Einrichtungen mit mehr als acht Betten gezählt), Museen, ein großes Freizeitbad, Yachtcenter, Fährbetrieb und vieles mehr.
Neben dem Tourismus existiert in Stralsund als wichtigster Industriebetrieb die Volkswerft GmbH, eine traditionsreiche Vertreterin des Schiffbaus, in deren Umfeld sich diverse Metallbauunternehmen sowie kleinere Bootswerften angesiedelt haben.
Im Stralsunder Hafen werden vor allem Stück- und Schüttgut umgeschlagen, wie z. B. Salz.
Stralsund ist Sitz eines Amtsgerichtes und des Landgerichtes.
Die Bundesmarine unterhält in Parow eine Marinetechnikschule.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund errichtete 1999 (damals noch als BfA) eine Dienststelle mit heute (Stand: April 2006) ca. 1450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gehört damit zu den größten Arbeitgebern der Region.
Eine Fachhochschule bietet den Studierenden Ausbildungen in Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Spezialstudiengänge wie Baltic Management u. a.
Für Kleinkinder werden von verschiedenen Vereinen und staatlichen Einrichtungen Kinderkrippen und -gärten angeboten.
In Stralsund existieren gegenwärtig sieben Grundschulen (Andershof, „Ferdinand von Schill“, „Gerhart Hauptmann“, „Herrmann Burmeister“, „Juri Gagarin“, „Karsten Sarnow“ und „Maria Montessori“), zwei Förderschulen, eine Integrierte Gesamtschule, eine Realschule, drei Regionale Schulen, drei Gymnasien („Hansa-Gymnasium“, Goethe-Gymnasium) und zwei Berufliche Schulen (Technik und Wirtschaft sowie Wirtschaft, Verwaltung und Sozialpädagogik).
Eine 1991 gegründete Fachhochschule (Fachhochschule Stralsund) bietet diverse Studiengänge an. Auf dem Dänholm existiert eine Außenstelle der Fachschule Lübeck.
Eine Volkshochschule bietet die Möglichkeit zur Weiterbildung und Qualifizierung.
Menschen, die Besonderes für die Stadt geleistet haben, wird in Stralsund für die Dauer der Lebenszeit die Ehrenbürgerschaft verliehen.
Eine Auflistung von Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürgern der Hansestadt Stralsund finden Sie in der Liste der Ehrenbürger von Stralsund.
Beispielhaft seien hier erwähnt:
Eine Auflistung der Bürgermeister und Oberbürgermeister finden Sie hier: Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister von Stralsund.
Derzeitiger Oberbürgermeister ist Harald Lastovka von der CDU.
Hier sind nur einige der Menschen aufgeführt, die mit Stralsund in Verbindung stehen - sei es, dass sie in Stralsund geboren worden sind und berühmt wurden, sei es, dass sie als Freunde der Stadt Bedeutendes geschaffen haben.
Eine Aufzählung finden Sie in der Liste Stralsunder Persönlichkeiten.
Von Ricarda Huch stammt der Ausspruch „Meerstadt ist Stralsund, vom Meer erzeugt, dem Meere ähnlich, auf das Meer ist sie bezogen in ihrer Erscheinung und in ihrer Geschichte.“
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