Frankfurt am Main besitzt seit 1872 eine regelspurige Straßenbahn. Wie damals üblich wurde diese zunächst als Pferdebahn betrieben. Ab 1888 gab es Dampfstraßenbahnen und im Jahr 1884 eine der ersten elektrischen Straßenbahnen der Welt. Das Straßenbahnnetz besteht heute aus neun regulären Straßenbahnlinien und zwei Sonderlinien. Die Streckenlänge betrug im Jahr 2003 63,37 km.
Ab 1889 befuhr die Frankfurter Waldbahngesellschaft Strecken zwischen Sachsenhausen, Niederrad und Neu-Isenburg im Dampfbetrieb, denen kurze Zeit später eine Strecke nach Schwanheim folgte. 1899 wurde die Waldbahn durch die Stadt Frankfurt übernommen, bis 1929 wurden alle Strecken ins Straßenbahnnetz eingegliedert.
Anlässlich der Internationalen Elektrizitätsausstellung 1891 führten die Firmen Schuckert auf der Strecke Kaiserstraße – Mainkai und die Firma Siemens & Halske auf der Strecke Hauptbahnhof – Opernplatz elektrische Straßenbahnen vor. Während der Wagen der Firma Schuckert sowohl mit Strom aus einer Unterleitung und mittels Rollenstromabnehmer auch aus einer Oberleitung versorgt wurde, fuhr die Bahn von Siemens & Halske mittels aufladbarer Akkus. Ab dem 1. Mai 1897 verkehrten zwischen dem Hauptbahnhof und der Galluswarte Akkumulator-Straßenbahnen der Frankfurter Trambahn-Gesellschaft im Versuchsbetrieb.
Die erste Probefahrt der Elektrischen in Frankfurt führte am 22. März 1899 vom Sachsenhäuser Depot, welches das erste eigene Depot der Städtischen Straßenbahn war, nach Bornheim und zurück, anschließend über die Mörfelder Landstraße zum Palmengarten und von dort wieder zurück nach Sachsenhausen.
Wenige Tage später, am 10. April 1899, wurde die erste elektrifizierte Strecke der Städtischen Straßenbahn in Betrieb genommen. Ausgangspunkt war der Osteingang des Palmengartens an der Siesmayerstraße, von dort ging es über die Feldbergstraße, den Grüneburgweg und dem Reuterweg zum Opernplatz, anschließend über die Neue Mainzer Straße und die Untermainbrücke zum Schweizer Platz. Von dort wurde erst die Mörfelder Landstraße, im Anschluß daran die Darmstädter Landstraße zum Lokalbahnhof genutzt, um anschließend via Obermainbrücke den Main zu überqueren und über die Lange Straße, die Zeil, den Sandweg, die Ansburger Straße und die Berger Straße das Ziel Bornheim Schule zu erreichen. Da die gesamte Strecke eine Länge von 11 Kilometern hatte, richtete man zwei Linien ein, deren Endpunkte am Lokalbahnhof waren.
Am 25. Juli 1899 konnte die zweite Strecke in Frankfurt mit elektrischen Triebwagen befahren werden; die Linie führte von der Glauburgstraße zum Lokalbahnhof.
Gegen Ende des Jahres 1900 waren bereits 15 Linien auf elektrischen Betrieb umgestellt, Ende 1901 waren es 17. Die letzten drei Pferdebahnlinien, die Strecken von der Bockenheimer Warte zum Bockenheimer Bahnhof, zum Schönhof und nach Rödelheim wurden am 18. Juni 1904 elektrifiziert.
Eine besondere Episode während des Zweiten Weltkrieges stellte der Güterverkehr dar, der von der Frankfurter und Offenbacher Straßenbahn zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und später auch Heizmaterial (Koks) eingerichtet wurde. Zu befördernde Güter wurden in umgebauten Beiwagen der Typen cu und du transportiert, zur Verladung von Lebensmitteln wurden eigens auf dem Hof der Frankfurter Großmarkthalle Straßenbahngleise verlegt. Die zwischen dem Frankfurter Theaterplatz und dem Offenbacher Alten Friedhof verkehrende Güterlinie 26 konnte dagegen von jeder Person mit Gepäck oder Fracht benutzt werden. Die Fracht fand in umgebauten Beiwagen Platz, während ihr Besitzer im Triebwagen an der Fahrt teilnehmen konnte.
Mit der Eroberung Frankfurts durch amerikanische Truppen am 25. März 1945 kam der Straßenbahnverkehr völlig zum Erliegen. Die Sprengung aller Mainbrücken durch die Wehrmacht kurz vor Kriegsende hatte das Netz zweigeteilt, die Verwendung von Straßenbahnwagen der Typen F und H als Panzersperren, wie es in Berlin und anderen Städten geschehen war, konnte allerdings durch das Straßenbahnpersonal verhindert werden.
Zwischen Sommer 1945 und Ende 1950 verkehrten zudem zwei Sonderlinien, deren Benutzung ausschließlich Angehörigen der alliierten Streitkräfte vorbehalten war. Die als „Roundup“ bezeichneten Linien 13 und 39 verbanden das im IG-Farben-Haus untergebrachte amerikanische Hauptquartier mit dem Hauptbahnhof und Heddernheim (Linie 13) bzw. Preungesheim (Linie 39). Auf beiden Linien wurden ausschließlich die komfortablen Vorkriegsbaureihen F, G und H eingesetzt, die sich - im Gegensatz zu den restlichen Fahrzeugen - auch immer in optimalem Erhaltungszustand befanden. Zeitweise waren die Fahrzeuge sogar mit Farben aus Armee-Restbeständen olivgrün lackiert worden, um sie leichter von herkömmlichen Straßenbahnen unterscheidbar zu machen. Die Züge der Roundup-Linien waren die einzigen Straßenbahnen, die das Sperrgebiet rund um das IG-Farben-Haus auf der Eschersheimer Landstraße und dem Reuterweg durchfahren durften. Die Linien 23, 24 und 25 von der Innenstadt in Richtung Heddernheim und Taunus mussten bis Juni 1948 das Sperrgebiet über die Eckenheimer Landstraße und die erst 1945 gebaute Strecke auf dem Marbachweg umfahren.
Die letzten Wiederaufbaumaßnahmen beinhalteten die Wiederherstellung der Mainbrücken in der Innenstadt. Nachdem 1949 die Ober- und Untermainbrücke wieder für Straßenbahnen befahrbar waren, folgte 1951 an Stelle der ehemaligen Wilhelmsbrücke die neu errichtete Friedensbrücke.
Die 50er Jahre schließlich waren von letzten Lückenschlüssen und Streckenerweiterungen geprägt. Am 22. Januar 1953 war die bereits vor dem Krieg geplante Verlängerung von Nied nach Höchst und eine Verbindung von Bornheim zum Riederwald (heutige Linie 12) eröffnet worden, am 31. März 1957 folgte schließlich die Eröffnung der Strecke ins damals noch selbstständige Enkheim - es sollte für über 40 Jahre die letzte Netzerweiterung der Straßenbahn bleiben. 1955 erfolgte auch die erste größere Stilllegung, die Strecken zum Südfriedhof und zum Palmengarten wurden am 21. Mai 1955 eingestellt.
Gleichzeitig erfolgte die dringend erforderliche Modernisierung des Fahrzeugparkes. 1955 nahm man die beiden ersten Düwag-Großraumwagen der Baureihe L in Betrieb, 1959 folgten die ersten Gelenktriebwagen der Baureihe M.
Trotz aller Bemühungen, den Straßenbahnbetrieb mit besseren Verkehrsführungen, Großraumstraßenbahnwagen, Endhaltestellen mit Wendeschleifen und der Einstellung unrentabler Strecken schneller und effizienter zu gestalten, vergeringerte sich die Reisegeschwindigkeit vor allem in der Innenstadt enorm. Hauptursache war der stätig wachsende Individualverkehr, der einen flüssigen Bahnbetrieb in der Hauptverkehrszeit praktisch unmöglich machte.
Um einen Zusammenbruch des Straßenbahnverkehrs zu vermeiden, wurden die Fahrtzeiten auf den am stärksten betroffenen Linien um 15 Minuten verlängert, was den Einsatz von 19 zusätzlichen Zügen zur Folge hatte.
Da eine Reduzierung des Individualverkehrs politisch nicht gewollt war und daher nicht zur Debatte stand, suchte man ein neues Verkehrsmittel, das die Straßen entlasten und den automobilen Verkehr weniger stark behindern würde. Nachdem zunächst eine Einschienenbahn nach dem Prinzip ALWEG vorschlagen worden war, traf die Stadtverordnetenversammlung schließlich am 4. Juli 1961 die Entscheidung, ein Stadtbahnsystem zu errichten und die Straßenbahn-Linien in der Innenstadt in Tunnel zu verlegen. Ein Vorteil dieses Systems war, dass man die Tunnelstrecken außerhalb der Innenstadt bis zum Weiterbau des Tunnels provisorisch an die vorhandenen Straßenbahnstrecken anschließen konnte. Die erhöhte Geschwindigkeit und Passagierkapazität einer Stadtbahn waren willkommene Nebeneffekte.
Am 28. Juni 1963 wurde mit dem ersten Rammschlag auf der Eschersheimer Landstraße an der Station Miquel-/Adickesallee/Polizeipräsidium der Bau begonnen. Da zur gleichen Zeit allerdings der US-Präsident John F. Kennedy in Frankfurt zu Besuch weilte, verschob sich der eigentliche Baubeginn um einige Tage. Da die Tunnelstrecke in offener Bauweise errichtet wurde, musste am 24. September 1963 die Eschersheimer Landstraße zwischen Dornbusch und Eschenheimer Tor für den Straßenbahnverkehr gesperrt werden. Dies war der erste große Einschnitt im Netz der Straßenbahnen, da die Eschersheimer Landstraße, noch vor der Zeil die am stärksten belastete Strecke mit insgesamt sieben Linien war. Um dennoch einen Straßenbahnbetrieb zu ermöglichen, wurde im parallel verlaufenden Straßenzug Bremer Straße - Hansaallee - Reuterweg - Mainzer Landstraße eine Umleitungsstrecke eingerichtet, die bis zur Eröffnung der U-Bahn-Strecke am 4. Oktober 1968 den Verkehr aufnahm. Ein Teil des Verkehrs wurde auch über die Eckenheimer Landstraße umgeleitet.
Genau drei Jahre nach Baubeginn an der A-Strecke, am 28. Juni 1966, begann in der Vilbeler Straße der Bau des zweiten U-Bahn-Tunnels, der vom Scheffeleck nördlich der Konstablerwache zum Theaterplatz führte. Sie wurde am 26. Mai 1974 dem Betrieb übergeben.
Fast zeitgleich mit der Entscheidung zum Bau einer U-Bahn begannen in den 60ern die Planungen zum Bau einer Verbindungsbahn, die Städte und Gemeinden in einem Umkreis von 30 km an die City anschließen sollte. 1962 wurde der Bau der damals V-Bahn genannten Strecke als gemeinsames Projekt von der Stadt Frankfurt am Main und der Deutschen Bundesbahn beschlossen.
Im Jahre 1969 begannen die Bauarbeiten, die ab 1971 einen weiteren großen Einschnitt im Straßenbahnnetz mit sich brachten: Der gesamte Platz vor dem Hauptbahnhof wich einer riesigen Baugrube, die das Netz im westlichen Teil der Stadt in zwei Hälften teilte und einen aufwendigen Schienenersatzverkehr zwischen dem Platz der Republik und dem Südeingang des Hauptbahnhofes erforderlich machte.
Nach Beendigung der oberirdischen Bauarbeiten 1975 wurde die Straßenbahn wieder an den Hauptbahnhof angebunden, allerdings in reduzierter Form mit drei Stationen auf dem Bahnhofsvorplatz, an der Südseite und in der Münchener Straße mit je nur noch zwei Gleisen, was noch heute gelegentlich zu Kapazitätsengpässen führt.
Die Eröffnung der Frankfurter S-Bahn im Jahre 1978 brachte das Ende für zahlreiche Strecken in die Vororte: Rödelheim, Griesheim und Berkersheim verloren trotz teilweise massiven Protests der Bevölkerung ihre Straßenbahnanbindung, gleichzeitig wurde die Zeilstrecke wegen des Baus des S-Bahn-Tunnels stillgelegt und der Verkehr in benachbarte Straßenzüge umgeleitet.
Diese Stilllegungen wurden durch den FVV initiert, der in der Straßenbahn einen „unwirtschaftlichen Parallelverkehr“ zur S-Bahn sah. Tatsächlich beabsichtigte man, der Bevölkerung der nun straßenbahnlosen Stadtteile das neu eröffnete S-Bahn-System schmackhaft zu machen. Unterstützt wurde dies durch den Magistrat der Stadt Frankfurt, der sich in der Zwischenzeit von der Idee des Stadtbahnbetriebs verabschiedet hatte und für die Metropole Frankfurt eine „richtige“ U-Bahn schaffen wollte. Im Rahmen des Umbaues der wichtigsten Straßenbahnstrecken hätten die weniger stark frequentierten Streckenäste ohnehin entfallen sollen.
Gegen diese Pläne formierte sich das Bündnis „Rettet die Straßenbahn". Dieses Bündnis setzte sich aus Nahverkehrsfreunden, Gewerkschaftern, Seniorenbeiräten, kirchlichen Institutionen, der SPD und den Grünen zusammen und bildete das erste organisierte Bürgerbegehren zur Bewahrung von Straßenbahnstrecken. Innerhalb eines Jahres unterschrieben fast 60.000 Menschen für den Erhalt der Straßenbahnstrecken. Sogar berühmte Persönlichkeiten plädierten in der Öffentlichkeit für den Erhalt der Trambahnstrecken: So bewertete der ehemalige Frankfurter Zoodirektor Professor Bernhard Grzimek bei einer Protest-Kundgebung auf dem Römerberg die Pläne als „bürgerfeindlich" und der heutige DGB-Landesvorsitzende Dieter Hooge war der Meinung, dass die schienenfreie Innenstadt unsozial und unattraktiv sei. Der am 14. August 1986 als Wallmann-Nachfolger gewählte OB Wolfram Brück setzte die Poltik seines Vorgängers unbeirrbar fort. Der Darmstädter Regierungspräsident teilte schließlich Ende August mit, er werde der Stilllegung nicht zustimmen. Aufgrund des Drucks der Bevölkerung stünde eine Stilllegung mit dem öffentlichen Verkehrsinteresse nicht im Einklag. Zumindest die Linien 14 (Mönchhofstraße - Fechenheim), 15 (Stadion - Inheidener Straße) und 18 (Enkheim - Hausen) müssten auf der Altstadtstrecke erhalten bleiben.
Brück kritisierte die Entscheidung des Regierungspräsidums daraufhin als „parteipoltisch motiviert“, „sachlich unrichtig“ und „rechtlich unhaltbar“ und hielt weiterhin an seinen Stilllegungsplänen fest. Spätestens jetzt eskalierte der Konflikt und gelangtete bundesweit in die Schlagzeilen.
Der Frankfurter Verkehrsverbund (FVV) stellte zur gleichen Zeit seinen neuen Winterfahrplan vor, der die stillzulegenden Straßenbahnlinien bereits nicht mehr enthielt und ließ ihn umgehend drucken. Er beinhaltete eine neue Linienführung der Linie 11 (verkürzt auf Zoo - Fechenheim) und der 14 (über Sachsenhausen); das Regierungspräsidium beharrte aber auf der Beibehaltung der Tramstrecken in der Innen- und Altstadt. Daraufhin drohte Brück mit dem Ausstieg Frankfurts aus dem FVV, was der damalige SPD-Vorsitzende in Frankfurt und spätere Planungsdezernent Martin Wentz mit den Worten „Brück macht Frankfurt bundesweit lächerlich“ kommentierte.
Zwei Tage vor der geplanten Eröffnung des C-Tunnels und den darin verkehrenden U-Bahn-Linien U6 und U7 erreichte der Streit seinen Höhepunkt. Brück verlegte die Eröffnung der U-Bahn-Strecke auf unbestimmte Zeit und verbot das große Eröffnungsfest in der Leipziger Straße sowie weitere Eröffnungsfeiern in der Schillerstraße und am Zoo. Obwohl viele Geschäftsleute auf die Feiern vorbereitet waren, drohte Brück mit ernsthaften Konsequenzen, wenn irgendwer an diesem Tag feiern würde. Dies ließ er sogar polizeilich überwachen. Wiederum machte der Streit bundesweit Schlagzeilen.
Erst Anfang Oktober signalisierte die CDU die Bereitschaft, die Altstadtstrecke mit der Linie 11 zu erhalten. Im Gegenzug verzichtete Regierungspräsident Wierscher auf die Beibehaltung von drei weiteren Linien. Der FVV gestaltete die Linienführung der Linie 11 absichtlich unattraktiv mit einer Endhaltestelle an der Südseite des Hauptbahnhofes sowie eines verordneten Umweges über die Zoo-Schleife, um als Zubringer zur U6/U7 zu dienen. Die Linie 14 fährt seitdem über Sachsenhausen.
Mit drei Wochen Verspätung wurde der C-Tunnel am 12. Oktober 1986 eröffnet, jedoch ohne Feier. Eine Auflage der CDU war, dass über die Altstadtstrecke nur die Linie 11 fahren durfte. Bei Umleitungen und selbst für Ein- und Ausschiebeverkehr musste eine andere Strecke gewählt werden. Den bereits gedruckten Winterfahrplänen wurde ein Beiblatt mit den neuen Linienwegen beigelegt.
Alle anderen Straßenbahnstrecken wurden wie geplant stillgelegt, die Straßenbahn-Linie 12 befuhr nun die Stichstrecke zur Konstablerwache, da der alte Streckenverlauf über die Vilbeler Straße, Stephanstraße und Schillerstraße gekappt wurde. Die 12 endete nun in der Großen Friedbeger Straße, wofür ein seit 1978 stillgelegter Streckenabschnitt reaktiviert wurde.
In der Folgezeit bemühte sich der FVV weiterhin, die 11 stillzulegen. Jedoch nutzten, trotz der abgelegenen Endhaltestelle und des zeitraubenden Umweges über den Zoo, täglich zwischen 5.000 und 10.000 Personen die Linie.
Jedoch war der mit der Fahrplangestaltung beauftragte FVV noch immer nicht der Straßenbahn bester Freund. Nachdem die geplanten Stilllegungen nicht stattfanden, wollte man die Straßenbahn durch lange Fahrzeiten und umsteigeträchtige Verbindungen unbeliebt machen. So endete seit Anfang 1990 z.B. die Linie 14 von Fechenheim kommend am Lokalbahnhof, wo im laufenden Betrieb am Gleisdreieck umgesetzt werden musste (es war geplant, mit der S-Bahn-Eröffnung die Straßenbahn in einem Teil von Sachsenhausen stillzulegen). Dieser Zustand hielt jedoch nur bis zum 30. Oktober 1990 an.
Obwohl die Straßenbahn spätestens seit der Kommunalwahl wieder eine Existenzberechtigung hatte, fiel der Verlängerung der Linie U7 1992 die Strecke der Linie 12 nach Bergen zum Opfer, da auf dem Abzweig der Strecke eine Stadtbahnhaltestelle entstand. Inzwischen gibt es allerdings die Absicht, die bis heute größtenteils erhaltene Strecke zu reaktivieren, ob als Straßenbahn- oder Stadtbahnstrecke ist allerdings unklar.
1993 wurden auf Wunsch der Stadtregierung neue Straßenbahnwagen mit einem Niederfluranteil von 100% bei Düwag bestellt, die noch vor der nächsten Kommunalwahl im selben Jahr in Frankfurt eintreffen sollten. Die Wagen des neuen Typs R bekamen, als Zeichen der "Wiedergeburt" der Straßenbahn, die Nummern 001 bis 040, machten in der Folgezeit jedoch durch zahllose technische Pannen auf sich aufmerksam.
„Vorzeigeprojekt" der neuen Verkehrspolitik sollte eine Verlängerung der Straßenbahn-Linie 12 sein, die seit 1986 in der Großen Friedberger Straße endete. Sie sollte über eine neue Strecke über die Konrad-Adenauer- und Kurt-Schumacher-Straße an die Altstadtstrecke angebunden werden, um neben der Linie 11 eine zweite Durchmesserlinie zu schaffen. Im Antrangspapier hießt es zum Baubeginn: „Als Baubeginn ist das Frühjahr 1990 anzustreben."
Im Folgenden war es jedoch nicht möglich, diesen Termin einzuhalten. Ähnlich wie im vorangegangenen Streit um die Straßenbahnstrecke durch die Altstadt ereigneten sich auch hier kontroverse Diskussionen zwischen Gegnern und Befürwortern. So brachte die CDU 1990 den Vorschlag ein, die Straßenbahn-Linie 12 analog zur U-Bahn-Linie U5 unterirdisch in der Station Konstablerwache enden zu lassen. Mit den Stimmen der SPD und der Grünen wurde dieser Vorschlag jedoch abgelehnt und der Bau einer oberirdischen Verbindungsstrecke beschlossen. Die SPD begründete diese Entscheidung damit, dass die schienenfreie Innenstadt der „größte verkehrspolitische Fehler" gewesen sei. Die CDU dagegen prophezeite einen „Verkehrskollaps in der Innenstadt und den angrenzenden Bereichen.", falls die Strecke gebaut werden würde.
Im März 1992 legte sich wiederum der FVV quer und benannte die geplante Verlängerung der 12 als einen unzulässigen „Parallelverkehr" zu S- und U-Bahn. Durch diese Bedenken des FVV, die durch die rot-grünen Vertreter stark kritisiert wurden, da sie nicht schon früher geäußert wurden, wurde der Landeszuschuss und die Planfeststellung des Regierungspräsidums gefährdert. Entgegen diesen Bedenken sagte aber das hessische Verkehrsministerium im Januar 1993 einen Zuschuss von rund 7,5 Mio. DM zu. Beim Planfeststellungsverfahren wurden, außer vom FVV, keine „grundsätzlichen Bedenken" eingereicht und so stand im Mai 1994 der Baubeginn kurz bevor. Als Baukosten wurde zu diesem Zeitpunkt 23 Mio. DM angegeben.
Im Juli 1994 versuchte die CDU jedoch abermals die Verlängerungsstrecke zu kippen, indem sie unter Bezug auf Zweifel der Industrie- und Handelskammer (IHK) am Verkehrswert der Strecke einen Appell an den Magistrat richtete. Quellen ist zu entnehmen, dass die IHK „wesentliche Beeinträchtigungen" für den Straßenverkehr in der Innenstadt fürchtete. Im Oktober des selben Jahres verursachte die CDU Unmut im Stadtparlament, als sie vorschlug, das vorgesehene Geld (zu diesem Zeitpunkt wurden die Kosten auf 25 Mio. DM geschätzt) lieber in den U-Bahn-Bau zu investieren.
Im Februar 1995 erhielt der Baudezernet den lang ersehnten Bewilligungsbescheid des hessischen Verkehrsministeriums über 9,6 Mio. DM. Der Baubeginn wurde für den Spätsommer 1995 vorgesehen. Im Juni erhielt das Vorhaben die endgültige Bewilligung in Form des endgültigen Magistratsbeschlusses (genannte Baukosten: 20,7 Mio. DM). Da die CDU jedoch nicht von einmal verkündeten Zielen abzubringen war, wurde im November 1995 der Bau von der gerade neu gewählten Oberbürgermeisterin Petra Roth nochmals zur Abstimmung im Stadtparlament gebracht und erneut beschlossen. Fast schon mit Selbstverständlichkeit versuchte die CDU im Februar 1996 das Projekt erneut zu blockieren, diesmal aufgrund von Mehrkosten in Hohe von 4,3 Mio. DM, womit die schon 1994 genannte Summe von 25 Mio. DM wieder erreicht worden wäre.
Im April 1996 sah die CDU eine weitere Chance, das Projekt zu stoppen. Als die Stadtwerke es für technisch möglich ansahen, die auf den Linien U5 und 12 eingesetzten Pt-Wagen zu verbreitern (Typ Ptb), konnte die U-Bahn-Linie U5 über den B-Tunnel bis zu ihrem heutigen Endpunkt am Hauptbahnhof geführt werden. Da es laut der CDU nur 3 Mio. DM kosten würde, alle auf der Linie 12 verkehrenden Wagen umzubauen, wäre es möglich, die Linie 12 unterirdisch in das Stadtbahnnetz einzufädeln. Von der CDU übersehen wurden allerdings die aus dem Umbau der Wagen resultierenden Kosten von mindestens 18 Mio. DM zum Umbau der Strecke der Linie 12 auf Hochbahnsteige.
Im September 1996 nennt der Magistrat auf eine Anfrage der SPD als Baubeginn die erste Jahreshälfte 1997. Laut der Frankfurter Rundschau betrugen „die bislang kalkulierten (Kosten) 15,3 Millionen" DM und 4,7 Mio. DM „Mehrkosten" (für die Planierung eines angrenzenden Grundstückes).
Im Februar 1997 protestierten Geschäftsleute aus der Großen Friedberger Straße und der Interessenverband "Zeil aktiv" gegen den Bau. Sie befürchteten, dass die Straße veröden würde, sobald man die Straßenbahn herausnehmen würde, was wiederum eine Verschiebung des Baubeginns zur Folge hatte. Erst im April 1997 wurde der Gleisbau und die technische Ausstattung der Strecke von den Stadtwerken ausgeschrieben und die Bauarbeiten für die Straßenumgestaltung vergeben (7,2 Mio. DM statt der ursprünglich geschätzten 9 Mio. DM).
Kurze Zeit später, im Juni 1997 begannen die Bauarbeiten mit der Verlegung von Rohrleitungen und U-Bahn-Lüftungsschächtenan, im April 1999 wurden die Gleise verlegt und Oberleitungsmasten aufgestellt. Schließlich eröffnete am 17. September 1999 die Oberbürgermeisterin Petra Roth die Streckenverlängerung. Obwohl sie einst selbst gegen den Bau war, sprach sie von einem „Stück angewandter, praktizierter Demokratie". Sie hätte erkannt, dass die Strecke „gut" für Frankfurt sei und den Autoverkehr nicht behindere. Eine zweite, wesentlich größere Neubaustrecke von der Varrentrappstraße zum Rebstockbad wurde schließlich im November 2003 eröffnet, wobei auch hier die CDU eine U-Bahn-Linie gefordert hatte.
SSO R15 Schwanheim.jpg Anders als in Frankfurt sah man in der Nachbarstadt Offenbach die Straßenbahn nach wie vor als unerwünscht an. Nachdem bis 1967 fast alle Strecken und Linien der Offenbacher Straßenbahn eingestellt waren, wurde 1996 schließlich der letzte, von der Frankfuter Linie 16 befahrene Streckenabschnitt zwischen der Stadtgrenze und dem Marktplatz stillgelegt.
Da Offenbach nicht Mitglied des FVV war, benötigte man zwei Fahrscheine, wenn man von Frankfurt nach Offenbach fahren wollte. Dieser Umstand hattte zur Folge, dass viele Fahrgäste ausblieben, da sie die Fahrt als zu teuer ansahen. Dennoch nutzten viele Bürger aus Ost-Sachsenhausen und Oberrad die Straßenbahn, um zum Einkaufen in die Offenbacher Innenstadt zu fahren. Als 1995 die S-Bahn nach Offenbach eröffnet wurde, zog sie weitere Fahrgäste ab. Eine gleichzeitige Stilllegung mit der Eröffnung der S-Bahn konnten Bürgerproteste (unter Anderem aus Oberrad) und Verkehrsinitiativen zunächst verhindern. Doch auch nach Umwandlung des FVV zum RMV, die gleichzetig mit der Eröffnung der S-Bahn im Jahre 1995 geschah, blieb die Tarifhürde.
Da die Straßenbahn durch eine Fußgängerzone fuhr, betrieben viele Offenbacher Geschäftleute Lobbyarbeit gegen die Straßenbahn; es wurde sogar eine Radarfalle für die Straßenbahn aufgebaut, die kontrollierte, ob die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 7 km/h eingehalten wurde. Nach Ansicht der Offenbacher Kommunalpolitiker stellte die Straßenbahn zudem einen unwirtschaftlichen Parallelverkehr zur S-Bahn dar.
Am 1. Juni 1996 hatte die Offenbacher Kommunalpoltik schließlich ihr Ziel erreicht: Obwohl vereinzelt Kaufleute und Bürger protestierten, wurden die letzten vier Haltestellen auf Offenbacher Seite am Tag darauf stillgelegt. Seitdem gibt es in Frankfurt keine städteübergreifende Straßenbahnlinie mehr, die Linie 16 endet an der Offenbacher Stadtgrenze.
Der Vorschlag, die Linie U5 in eine Straßenbahnlinie umzuwandeln und durch den Einsatz von Niederflurfahrzeugen Barrierefreiheit herzustellen, wurde ebenso verworfen, statt dessen sollen Hochbahnsteige errichtet werden, die sich jedoch insbesondere in der südlichen Eckenheimer Landstraße nur schwer realisieren lassen.
Die meisten Ausbauplänen für die Straßenbahn sind zumindest prinzipiell durch den Magistrat befürwortet worden, einige wurden in den Generalnahverkehrsplan aufgenommen, andere stehen kurz vor der Realisierung. Die Finanzierung einiger Projekte ist jedoch nach wie vor unsicher. Konkrete Stilllegungspläne für einzelne Strecken bestehen derzeit nicht mehr.
Von einem bedeutendem U-Bahn-Projekt, dem Bau einer vollständig tunnelgeführten Strecke zwischen der Bockenheimer Warte und der Endstation Ginnheim ist man nach langer Diskussion abgetreten. Die seit den 60er-Jahren geplante Strecke sollte einen Lückenschluss zwischen der D- und A-Strecke bilden und die stark frequentierte Straßenbahn-Linie 16 in Bockenheim und Ginnheim ersetzen. Obwohl sich viele Bürger der betroffenen Stadtteile gegen den Bau der U-Bahn gestellt hatten, und die Bürgerinitiative "Pro 16" großen Anklang fand, blieben CDU und SPD bei der Ansicht, dass die Strecke unumgänglich sei, um die Großsiedlung Riedberg über die D-Strecke optimal an den Hauptbahnhof anzubinden.
Nachdem bei der Kommunalwahl 2006 ein klarer Zuwachs der Wählerstimmen bei Parteien zu verzeichnen war, die sich gegen den U-Bahn-Bau gestellt hatten, hat die CDU im Rahmen der Koalitonsverhandlungen mit den Grünen das Projekt fallen gelassen, obwohl das Planfeststellungsverfahren schon begonnen hatte. Stattdessen soll nun die Strecke der Linie 16 zwischen den Haltestellen Varrentrappstraße und Ginnheim modernisiert und beschleunigt werden, an der Endstation Ginnheim sollen U- und Straßenbahn besser verknüpft werden.
Am 4. Juli 2006 wurde durch den Frankfurter Verkehrsausschuss bekannt gegeben, dass es in der absehbaren Zukunft keine DII-Tunnelstrecke geben wird. Die Entscheidung wurde insbesondere von Seiten der mit dem Neubaugebiet Riedberg assoziierten Investoren heftig kritisiert.
| Zeichen 310.png Ostend · Zeichen 224.png Allerheiligentor · Zeichen 224.png S-Bahn-Station Ostendstraße · Zeichen 224.png Zobelstraße · Zeichen 224.png Ostbahnhof · Zeichen 224.png Osthafenplatz · Zeichen 224.png Schwedlerstraße · Zeichen 224.png Riederhöfe · Zeichen 224.png Daimlerstraße · Zeichen 224.png Dieselstraße · Zeichen 310.png Fechenheim · Zeichen 224.png Hugo-Junkers-Straße · Zeichen 224.png Cassellastraße · Zeichen 224.png Mainkur Bahnhof · Zeichen 224.png Alt-Fechenheim · Zeichen 224.png Fechenheim Post · Zeichen 224.png Schießhüttenstraße |
Bereits 1875 existierte eine Pferdebahnstrecke zum Hanauer Bahnhof (ehemaliger Ostbahnhof) an der Hanauer Landstraße / Ecke Zobelstraße, die allerdings weiter nördlich über die Zeil und am Zoo vorbei führte.
Der erste Abschnitt des heutigen Streckenverlaufs wurde 1906 als Fortsetzung der Altstadtstrecke durch das dicht bebaute Gründerzeitviertel Ostend entlang der Hanauer Landstraße gebaut. 1910 wurde die Strecke um einen großen Abschnitt verlängert und führt seitdem weiter über die Hanauer Landstraße durch das industriell geprägte östliche Ostend nördlich des Frankfurter Osthafens bis zu den Riederhöfen. Hier zweigt eine Strecke nach Bornheim über den Ratsweg ab, auch die Zentrale Gleiswerkstatt der VGF befindet sich am Ratsweg. Im Oktober 1928, also kurz nach der Eingemeindung von Fechenheim bekam auch dieser neue Stadtteil ein Straßenbahn-Anschluss. Die Strecke wurde dazu über den östlichen Abschnitt der Hanauer Landstraße verlängert. Am Bahnhof Mainkur verlässt sie die Landstraße und biegt in einer engen Kurve in den Ortskern Fechenheims ab. Ab dort verläuft sie dann größtenteils neben einem Fußweg nahe dem Ufer des Mainbogens entlang und erreicht die Endhaltestelle Schießhüttenstraße am Fechenheimer Friedhof. Dort befand sich früher ein Gleisdreieck mit einer in Frankfurt einmaligen Gleisverschlingung, das 2001 durch eine Wendeanlage für Zweirichtungswagen ersetzt wurde.
Streckensituation am Ostbahnhof
Im Jahre 1992 wurde die Haltestelle mit Schleife und Abstellgleis am Ostbahnhof stillgelegt. Diese Stilllegung sollte nach den damaligen Vorstellungen nur vorübergehend sein, bis die umfangreiche Neugestaltung des Danziger Platzes abgeschlossen sei. Danach sollte die Tram in veränderter Form wieder zurückkehren. Um den Straßenbahnbetrieb der Linie 11 nicht unterbrechen zu müssen, wurden in der Hanauer Landstraße neue Streckengleise errichtet und die alten Gleisverbindungen vom Netz abgetrennt. Die Neugestaltung ist bis heute noch nicht erfolgt, folglich ist die Station "Ostbahnhof" nach wie vor etwas vom eigentlichen Bahnhof entfernt. Obwohl die Neugestaltung demnächst gemeinsam mit dem Bau der Nordmainischen S-Bahn erfolgen soll, ist abzusehen, dass die Straßenbahn auf ihrer gegenwärtigen Strecke verbleiben wird. Zum einen bestehen Bedenken, dass die Straßenbahn den übrigen Verkehr auf der Hanauer Landstraße behindern könnte, zum anderen sind die alten Gleise in einem nicht mehr benutzbaren Zustand. Das Austauschen der Gleise würde daher zusätzliche Kosten verursachen. Zudem liegt die heutige Haltestelle „Ostbahnhof“ näher am zukünftigen Sitz der Europäischen Zentralbank an der Großmarkthalle. Zu Gunsten der Verlegung spricht, dass so die Umsteigewege zwischen der Linie 11, der U6, der Nordmainischen S-Bahn und den Regionalbahnen verkürzt werden könnten.
Unabhängig davon soll nach dem Ende der Erweiterungsarbeiten an der U-Bahn-Station Ostbahnhof eine neue Straßenbahnhaltestelle in Höhe der Honsellstraße entstehen.
| Zeichen 310.png Sachsenhausen · Zeichen 224.png Lokalbahnhof · Zeichen 224.png Heister-/Seehofstraße · Zeichen 224.png Mühlberg · Zeichen 310.png Oberrad · Zeichen 224.png Balduinstraße · Zeichen 224.png Bleiweißstraße · Zeichen 224.png Buchrainstraße · Zeichen 224.png Flaschenburgstraße · Zeichen 224.png Wiener Straße · Zeichen 310.png Offenbach · Zeichen 224.png Offenbach Stadtgrenze |
Die heutige Strecke beginnt auf dem Gelände des ehemaligen Lokalbahnhofs und schwenkt vor der Haltestelle Heister-/Seehofstraße auf die Offenbacher Landstraße ein, die bis zu deren Ende an der Stadtgrenze zu Offenbach nicht mehr verlassen wird. Die heutige zweigleisige Endstation befindet sich wenige Meter hinter der Stadtgrenze auf Offenbacher Gemarkung, die weiterführende Strecke in der Frankfurter Straße zum Offenbacher Marktplatz wurde 1996 stillgelegt. Bis zur Stilllegung des Offenbacher Abschnittes kam der Strecke eine überstädtische Bedeutung zu, da viele Einwohner von Sachsenhausen und Oberrad zum Einkaufen in die nahegelegene Offenbacher Innenstadt fuhren.
Eine Frankfurter Kuriosität besteht in der Tatsache, dass sich die Liniennummer (16) seit der Eröffnung der umgespurten Strecke 1906 nie änderte. Unterbrochen wurde dies nur durch das Ende des Zweiten Weltkrieges, als zeitweise keinerlei Straßenbahnverkehr stattfand.
| Zeichen 310.png Bahnhofsviertel · Zeichen 224.png Hauptbahnhof/Münchener Straße · Zeichen 224.png Weser-/Münchener Straße · Zeichen 310.png Innenstadt/Altstadt · Zeichen 224.png Willy-Brandt-Platz · Zeichen 224.png Römer/Paulskirche · Zeichen 224.png Börneplatz · Zeichen 224.png Allerheiligentor |
Altstadtstrecke_Stra%C3%9Fenbahn%2C_Frankfurt.jpg Inzwischen lief in die Umstrukturierung der Altstadt an. Die Straßenbahn wurde dort 1899 bis zum Paulsplatz an der namensgebenden Frankfurter Paulskirche verlängert. Durch Straßenbrüche im beginnenden 20. Jahrhundert konnte die Strecke bis 1904 zur Fahrgasse, und bis 1906 zum Allerheiligentor erweitert werden. Abweichend vom heutigen Streckenverlauf führte zusätzlich ein Abzweig am heutigen Börneplatz durch die Rechneigrabenstraße Richtung Lange Straße / Obermainbrücke (heute Ignatz-Bubis-Brücke). Dieser Abschnitt wurde 1986 stillgelegt. Eine Besonderheit ist bis heute die Durchfahrt unter der so genannten „Seufzerbrücke“, die Nord- und Südteil des Römers verbindet. Ebenfalls 1906 wurde im westlichen Streckenabschnitt der Gleiskörper im Bahnhofsviertel von der Kaiserstraße in die Kronprinzenstraße (heute Münchener Straße) verlegt. Der alte Streckenverlauf wurde 1932 bis 1950 als Parallelstrecke für die Linien in Richtung nördlicher Innenstadt wieder in Betrieb genommen und danach zunächst in die Taunusstraße verlegt und 1971 endgültig stillgelegt.
Ab 1968 fuhren auch Stadtbahnen (zunächst noch als Straßenbahnen bezeichnet) über die Bahnhofsviertelstrecke zum Hauptbahnhof. Dieses Provisorium wurde jedoch mit dem Bau des B-Tunnels der U-Bahn beseitigt. Die ehemalige Tunnelrampe in der Großen Gallusstraße dient heute als Zufahrt zu einer Tiefgarage.
| Zeichen 310.png Gallus · Zeichen 224.png Platz der Republik · Zeichen 224.png Güterplatz · Zeichen 224.png Speyerer Straße · Zeichen 224.png Galluswarte · Zeichen 224.png Schwalbacher Straße · Zeichen 224.png Rebstöcker Straße · Zeichen 224.png Wickerer Straße · Zeichen 224.png Mönchhofstraße · Zeichen 310.png Griesheim · Zeichen 224.png Waldschulstraße · Zeichen 224.png Linnegraben · Zeichen 224.png Jägerallee · Zeichen 310.png Nied · Zeichen 224.png Birminghamstraße · Zeichen 224.png Luthmerstraße · Zeichen 224.png Nied Kirche · Zeichen 224.png Tillystraße · Zeichen 310.png Höchst · Zeichen 224.png Zuckschwerdtstraße |
| Zweigstrecke Kleyerstraße: Zeichen 224.png Galluswarte · Zeichen 224.png Kriegkstraße · Zeichen 224.png Galluspark · Zeichen 224.png Krifteler Straße · Zeichen 224.png Rebstöcker Straße |
VGF N808 Moenchhofstrasse 23.10.2003.jpg Ebenfalls 1912 wurde auch die nördlich gelegene Hauptstrecke Richtung Griesheim erweitert. Die neue Endstation Flugplatz lag an der damaligen Flughafenstraße, die zum Flughafen Rebstock führte. Heute heißen Station und Straße Mönchhofstraße. Die dortige Wendeschleife wurde im April 2006 aufgelassen. 1928 wurde die Stadt Höchst und ein großer Teil des dazu gehörigen Landkreises, zu dem auch Griesheim und Nied gehörte, eingemeindet. Der Eingemeindungsvertrag sah die Verlängerung der Straßenbahn bis nach Höchst vor. Zunächst erfolgte jedoch 1930 der Bau einer Nebenstrecke zum Bahnhof Griesheim. Sie zweigte von der Mainzer Landstraße in die Waldschulstraße nach Süden ab und wurde bis zu ihrer Stilllegung 1978 von der Linie 14 nach Fechenheim befahren.
VGF M602 Nied 29.10.2004.jpg | 1935 folgte die Erweiterung der Hauptstrecke nach Nied. An der Nieder Kirche wurde eine Wendeschleife und eine vorläufige Endhaltestelle gebaut. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, 24 Jahre nach der Eingemeindung, im Zuge der Neutrassierung der Mainzer Landstraße als Umgehungsstraße um Alt-Nied, erweiterte die Stadt dann die Strecke bis nach Höchst, allerdings vorerst nur bis zum Bolongaropalast im Osten des Stadtteils. Als Wendeschleife wird dort ein kompletter Häuserblock verwendet. Am östlichen Ende der Mainzer Landstraße wurde dagegen 1986 wegen der neuen Schienenfreie Innenstadt? der Abschnitt zur Taunusanlage aufgegeben.
Die Strecke, die die zweitlängste Frankfurter Straße fast komplett abdeckt, hatte damit ihre bis heute gültige Länge erreicht. Die knapp acht Kilometer werden von den Straßenbahnen der Linie 11 in 24 Minuten bewältigt. Zwischenzeitlich wurde die Strecke ab der Haltestelle Mönchhofstraße in Vorbereitung zur Nutzung als Stadtbahnstrecke neu trassiert und somit weitgehend vom Straßenverkehr getrennt. 1989 wurde zwischen Jägerallee und Birminghamstraße die markante Brücke über die neugebaute Anschlussstelle der Bundesstraße 40a eröffnet. Die Planungen zur Aufnahme dieses Streckenabschnitts in das Frankfurter U-Bahnnetz liegen vorerst auf Eis. Aktueller ist dagegen eine Verlängerung der Strecke durch die Höchster Innenstadt und die Königsteiner Straße bis zum Bahnhof Frankfurt-Höchst.
| Zeichen 310.png Bockenheim · Zeichen 224.png Varrentrappstraße · Zeichen 224.png Nauheimer Straße · Zeichen 224.png Kuhwaldstraße · Zeichen 224.png An der Dammheide · Zeichen 224.png Leonardo-Da-Vinci-Allee · Zeichen 224.png Rebstockbad |
Über den Katharinenkreisel, der von der Straßenbahn geschnitten wird, beginnt der zweite Bauabschnitt im Rebstockviertel. Die Leonarda-Da-Vinci-Allee wurde zusammen mit dem Rasengleiskörper der Straßenbahn gebaut. Am Rebstockbad entstand die zweigleisige Endstation mit doppeltem Gleiswechsel. Eine Wendeschleife wurde nicht gebaut, da auf der Strecke nur Zweirichtungsfahrzeuge eingesetzt werden.
In Form der Neubaustrecke in die zur Zeit entstehende Wohnsiedlung Frankfurter Bogen wird die Straßenbahn in den nächsten Jahren in das Gebiet zurückkehren, eine Weiterführung nach Berkersheim ist jedoch nicht vorgesehen.
| Nr. | Linienführung |
|---|---|
| 11 | Zeichen 224.png Höchst Zuckschwerdtstraße Zeichen 211.png Mainzer Landstraße – Bahnhofsviertel-/Altstadtstrecke – Hanauer Landstraße und Fechenheim Zeichen 224.png Fechenheim Schießhüttenstraße |
| 12 | Zeichen 224.png Schwanheim Rheinlandstraße Zeichen 211.png Waldbahn – Bahnhofsviertel-/Altstadtstrecke – Kurt-Schumacher-Straße – Bornheim – Hanauer Landstraße Zeichen 224.png Hugo-Junkers-Straße |
| 14 | Zeichen 224.png Neu-Isenburg Stadtgrenze Zeichen 211.png Waldbahn – Sachsenhausen – Wittelsbacher Allee Zeichen 224.png Bornheim Ernst-May-Platz |
| 15 | Zeichen 224.png Niederrad Haardtwaldplatz Zeichen 211.png Niederrad – Sachsenhausen – Offenbacher Landstraße Zeichen 224.png Offenbach Stadtgrenze | (Außerhalb der Hauptverkehrszeit nur bis Südbahnhof)
| 16 | Zeichen 224.png Ginnheim Zeichen 211.png Ginnheim – Bockenheim – Sachsenhausen – Offenbacher Landstraße Zeichen 224.png Offenbach Stadtgrenze |
| 17 | Zeichen 224.png Rebstockbad Zeichen 211.png Rebstockstrecke Zeichen 224.png Hauptbahnhof, Pforzheimer Straße |
| 19 | Zeichen 224.png Schwanheim Rheinlandstraße Zeichen 211.png Waldbahn – Niederrad – Sachsenhausen Zeichen 224.png Südbahnhof | (Verstärkungslinie, nur vier Fahrten pro Schultag, am letzten Schultag v.d. Ferien nur 3 Fahrten)
| 20 | Zeichen 224.png Hauptbahnhof Zeichen 211.png Niederrad Zeichen 224.png Stadion | (Verstärkungslinie, fährt nur bei Veranstaltungen in der Commerzbank-Arena)
| 21 | Zeichen 224.png Nied Kirche (zu Hauptzeiten) / Gallus Mönchhofstraße Zeichen 211.png Mainzer Landstraße – Abzweig Kleyerstraße – Niederrad Zeichen 224.png Stadion |
| EE | Zeichen 215.png Ringlinie Ebbelwei-Expreß |
| V | Zeichen 224.png Stresemannallee/Mörfelder Landstraße Zeichen 211.png Waldbahn/Mörfelder Landstraße Zeichen 224.png Oberforsthaus | (nur am Wäldchestag, früher ohne Linienbezeichnung)
Die Stadtbahnlinie U5 entspricht größtenteils einer herkömmlichen Straßenbahn, wird aber dennoch offiziell als U-Bahn bezeichnet.
Einzelne Großraumwagen der Baureihen L bis O sind als Museumsfahrzeuge erhalten geblieben, sie kommen bei Fahrzeugmangel und Sonderfahrten gelegentlich zum Einsatz. Der Ebbelwei-Expreß verwendet umgebaute Zweiachser der Baureihe K.
Umfassende Beschreibungen aller Fahrzeugbaureihen siehe Artikel Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main.
Betriebshof Ost Der jüngste Betriebshof in Frankfurt wurde am 12. Juli 2003 eröffnet und befindet sich am östlichen Rand von Bornheim. Der Betriebshof war schon seit den 60er-Jahren als U-Bahn-Betriebshof geplant worden, der Bau hatte sich aus verschiedenen Gründen jedoch immer wieder verzögert, nicht zuletzt, weil der angestrebte Bereich im Dreieck Wilhelmshöher Straße, A611 und Riederbruch unter Naturschutz steht. Der Bau konnte nur unter Auflage von Ausgleichmassnahmen und der strengen Einhaltung von Umweltschutzrichtlinien erfolgen. Diese Ausgleichmassnahmen beinhalten an der Ostseite des Geländes eine Biotopzone und eine Fließwasseranbindung vom Eckenheimer Ried über das Seckbacher Ried und Riedgraben zum Ostparkweiher, die 2,3 Mio. € kostete und von der Stadtentwässerung konstruiert wurde. Zusätzlich wurde ein Teil der Gebäudefassade und das Dach begrünt.
Baubeginn für den neuen Betriebshof war der 10. November 1999. Das 7,5 Hektar große Gelände beherbergt 14 Abstellgleise, 39 Weichen, mehr als 100 Fahrleitungsmasten, rund 3100 m Gleis (überwiegend als Rasengleise gestaltet), ein 4700 m² großes Technikgebäude mit Wartungs- und Waschanlagen und Werkstatthallen mit fünf Wartungsplätzen für unterschiedliche Anforderungen. Zusätzlich gehören ein Bürotrakt mit Lagerräumen und eine Katine zum Betriebshof. Die Gebäude haben eine Metallfassade erhalten, die mit Öffnungen ausgestattet ist, die Tageslicht in die Räumlichkeiten lassen.
Der neue Betriebshof war nötig geworden, da für drei U-Bahn-Linien keine zufriedenstellende Lösung verfügbar war. Die U-Bahn-Linie U4 war im Betriebshof Eckenheim stationiert; dieser Zustand machte sehr lange Betriebsfahrten mit den breiten U3-Wagen über die enge Eckenheimer Landstraße nötig. Die U-Bahn-Linien U6 und U7 waren im Betriebshof Gutleut beheimatet, das unter Platzmangel litt. Der Einschiebepunkt, die Rampe am Industriehof, lag davon sehr weit entfernt und machte Betriebsfahrten über Hauptbahnhof, Messe und Schloßstraße nötig.
Der Betriebshof ist mit den Stationen Seckbacher Landstraße auf der U4 und Johanna-Tesch-Platz Auf der U7 über Betriebsstrecken verbunden. Die Strecken der Straßenbahnlinien 12 und 14 sind ebenfalls über Betriebsstrecken an den Betriebshof angebunden.
Der BB Ost ersetzt die Betriebshöfe Sachsenhausen, Bornheim und teilweise Eckenheim und dient sowohl der U-Bahn als auch der Straßenbahn. Gegenwärtig sind hier alle Fahrzeuge der Linien U4 bis U7 sowie 10 Wagen der Linie 12 und 5 Wagen der Linie 14 stationiert.
Betriebshof Gutleut
Der in der Mannheimer Straße 117 in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegene Betriebshof ist der zentrale Straßenbahnbetriebshof in Frankfurt. Das 1915 fertiggestellte und 1919 in Betrieb genommene Depot verfügt über 29 Gleise und beherbergt die Linien 11, 12 (5 Wagen), 14 (4 Wagen), 15, 16, 17, 19, 20 und 21 sowie die Züge des Ebbelwei-Expreß. Der Fahrschulwagen 2050 ist ebenfalls in Gutleut stationiert.
Bereits ab 1896 gab es in der Mannheimer Straße 41 ein Straßenbahndepot: Das als Betriebshof Gutleut (alt) bezeichnete Gebäude wurde 1919 zu Gunsten des noch heute existierenden Neubaus stillgelegt.
Wagenhalle Eckenheim
Das Depot Eckenheim in der Schwabstraße 16 wurde 1911 eröffnet und verfügt über insgesamt 30 Gleise. Als einziger Betriebshof der Innenstadt überstand er den Zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Schäden. Nach der Eröffnung des Betriebshof Ost 2003 verlor Eckenheim seinen Status als Betriebshof und dient fortan nur noch als Abstellanlage für ausgemusterte Straßenbahnfahrzeuge. Fünf Züge der Linie U5 übernachten aber nach wie vor in Eckenheim, auch während der mittäglichen Schwachverkehrszeit stehen dort zwei Züge. Die Museumswagen 102 und 1804 sowie 110 und 111 sind z.Z. hier beheimatet. Siehe auch Eckenheimer Depot
Wagenhalle Neu-Isenburg
Die an der Endstation der Linie 14 gelegene viergleisige Halle diente ehemals der Frankfurter Waldbahn als Depot, seit 1929 wurden hier nicht benötigte Straßenbahnfahrzeuge abgestellt. Am 20. Dezember 1943 brannte die Halle vollständig aus, wurde aber bis 1955 wiederaufgebaut. Heute werden dort ausgemusterte Straßenbahnfahrzeuge abgestellt. Die Museumswagen L 124 und l 1224 sowie N 112 und der ehemalige Fahrschulwagen 2000 sind zur Zeit hier untergebracht.
U-Bahn Frankfurt - Abstellanlage Bommerheim.jpg Wagenhalle Bommersheim
Die viergleisige Halle, welche zwischen den Stationen "Bommersheim" und "Oberursel Bahnhof" an der U3 liegt, wurde 1910 durch die Frankfurter Lokalbahn errichtet und diente den Fahrzeugen der Linie 24 zur Hohemark als Depot. 1956 erfolgte der Bau einer Wendeschleife um das Depot, 1970 wurde die Halle umfassend modernisiert und verlängert. Seitdem dient sie als Depot für einige Züge der Linie U3.
Betriebshof Heddernheim
Das Depot wurde 1910 nach der Eröffnung der Lokalbahnlinien 24 und 25 nach Bad Homburg und Oberursel eröffnet. 1966 wurde die ehemalige Holzhalle abgerissen, seit 1968 beherbergt das Gelände die U-Bahn-Züge der Linien U1 bis U3.
Betriebshof Bockenheim
Bereits seit 1883 stand an der heutigen Gräfstraße in der unmittelbaren Nähe der Bockenheimer Warte ein hölzernes Pferdebahndepot, das 1900 durch das heutige Backsteingebäude ersetzt wurde. Auf dem Gelände war außerdem die Straßenbahn-Hauptwerkstatt untergebracht, die 1966 das Depotgebäude übernahm. 1978 zog die Hauptwerkstatt in ein neues Gebäude in Praunheim um, seit 1987 dient das umgebaute ehemalige Depotgebäude als Theater.
Weitere Informationen dazu im Artikel Bockenheimer Depot.
Strassenbahndepot Sachsenhausen 2006.jpg Betriebshof Sachsenhausen
Der Betriebshof wurde 1899 als erstes Straßenbahndepot von der Städtischen Straßenbahn selbst errichtet. Die vierteilige Halle in der Hedderichstraße in der unmittelbaren Nähe des Südbahnhofs wurde 1969 umgebaut und modernisiert, wobei die Backsteinfassade der Südfront abgerissen wurde. Seit der Eröffnung des Betriebshof Ost im Jahr 2003 steht das Depot leer. In den nächsten Jahren soll es zu einem Stadtteilzentrum für Sachsenhausen umgebaut werden, unter Anderem sollen ein Marktplatz und eine Bücherei in den denkmalgeschützten Hallen untergebracht werden.
Weitere Informationen dazu im Artikel Sachsenhäuser Depot.
Betriebshof Bornheim
Das Depot in der Heidestraße 137 wurde am 4. April 1902 eröffnet und ersetzte ein 1879 eröffnetes und 1900 geschlossenes Pferdebahndepot in der Berger Straße 228. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Depot mehrfach schwer beschädigt, aber bis 1952 in unveränderter Form wiederaufgebaut. Ab dem 1. August 1971 fungierte das Depot Bornheim nur noch als Außenstelle des Depot Eckenheim und wurde schließlich 2003 komplett geschlossen. Am 17. Oktober wurden hier die beiden ersten Fahrzeuge der neuen Baureihe S präsentiert, eigens dafür wurde die bereits demontierte Oberleitung auf einem Gleis wiederhergestellt. Wie auch im Depot Sachsenhausen sollen die Hallen neu genutzt werden, ein genaues Konzept dafür existiert bislang noch nicht.
Schoenhof.jpg Betriebshof Schönhof
Das kleine Depot, welches an der Breitenbachbrücke in Bockenheim lag, wurde als erstes Depot in Frankfurt am Main am 19.05.1872 durch die Frankfurter Trambahn-Gesellschaft eröffnet. Es beherbergte die Fahrzeuge, die Stallungen, die Reparaturwerkstatt und den Direktionssitz. Später wurde es umgebaut, um die "Elektrische" zu beherbergen. Bei einem schweren Bombenangriff am 22.03.1944 wurde das Depot fast vollständig zerstört. Obwohl der Wiederaufbau unterblieb, diente es nach der Enttrümmerung noch zum Abstellen von nicht mehr gebrauchten Beiwagen. Vom Depot war aber nicht mehr viel übrig geblieben: Nur noch zwei Seitenwände erinnerten an das frühere Gebäude. Am 26.05.1965 verließ der letzte Wagen das alte Depot, welches wegen des Neubaus der Breitenbachbrücke vom Gleisnetz angetrennt und in der Folgezeit abgerissen wurde.
Betriebshof Bad Homburg
Am 1. Januar 1955 ging mit der Frankfurter Lokalbahn AG auch deren Betriebshof in der Höhestraße in Bad Homburg in das Eigentum der Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main über. Er war 1899 für die Straßenbahn Bad Homburg vor der Höhe erbaut und 1910 für die Lokalbahnzüge erweitert worden. Hier befand sich auch die Hauptwerkstatt beider Bahnen. Die Stadt Frankfurt benutzte die Anlage, die nach und nach zur Wagenhalle wurde, noch bis zum 4. Juli 1962 für die Linie 25 ihrer „Taunusbahnen“, danach noch für Omnibusse. Im Januar 1969 wurde das Gebäude abgebrochen.
Wagenhalle Eschersheim
Die dreigleisige Halle in der Nähe der heutigen Station Weißer Stein (Eschersheimer Landstraße 552) wurde 1888 durch die Frankfurter Lokalbahn errichtet und beherbergte zunächst die Dampfzüge in die Innenstadt, später die Überlandlinie 23. Nach der Eröffnung des Betriebshofes in Heddernheim 1910 wurden dort hauptsächlich ausgemusterte Straßenbahnfahrzeuge untergestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren hier zeitweise die Linien 23E und 26 stationiert. Durch den Bau der U-Bahn wurde das Depot am 21. März 1967 vom Netz abgetrennt. Das Gebäude ist noch vorhanden, zeitweise diente es als Lager und Garage für Straßenfahrzeuge der Stadtwerke.
Schwanheim Halle Ost.jpg Verkehrsmuseum Schwanheim
Die beiden ehemaligen Wagenhallen der Frankfurter Waldbahn wurden 1905 gebaut, nachdem eine an Stelle der heutigen Westhalle befindliche Holzhalle 1904 niedergebrannt war. Das Depot beherbergte lange Zeit überzählige Straßenbahnwagen und seit 1984 das Frankfurter Verkehrsmuseum.
Wagenhalle Oberrad
Als einziges Depot mit einer Spurweite von 1000 mm in Frankfurt am Main wurde es 1884 von der Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft in der Buchrainstraße errichtet und war ab dem 18.02.1884 der Betriebshof derselben. Am 28.10.1906 wurde es nach Einstellung der FOTG auf Regelspur umgespurt und diente zum Abstellen nicht mehr gebrauchter Beiwagen. Bei Bombenangriffen im Oktober 1943 und März 1944 brannte das Depot mit den darin abgestellten Fahrzeugen aus. Später wurde hier eine Umformehrstation des Elektizitätswerkes eingerichtet, die später der Gaststätte "zum Depot" wich. Obwohl heute das Gebäude nicht mehr steht, so erinnert noch immer die Gaststätte und der Bürgertreff "zum Depot" (in einem neuen Gebäudekomplex) an den einstigen Betriebshof.
Waldbahn
Die Frankfurter Waldbahn besaß zudem zwei 1889 errichtete Betriebshöfe in Niederrad (geschlossen 1908) und in der Textorstraße (geschlossen 1926). Beide wurden allerdings nie durch die Straßenbahn genutzt.
Mit Ausnahme Hanaus waren alle genannten Betriebe gleismäßig miteinander verbunden, man hätte also theoretisch eine durchgehende Linie von der Saalburg bis nach Neu-Isenburg oder von Höchst bis in den Süden Offenbachs schaffen können, was allerdings nie praktiziert wurde. Teilweise kam es zum gemeinsamen Betrieb einzelner Linien mit den Betrieben der Vororte, so wurden die Linien nach Oberursel und Bad Homburg durch die FLAG und die Frankfurter Straßenbahn betrieben, ebenso fuhren auf der Frankfurter Linie 16 nach Offenbach auch Züge der Offenbacher Straßenbahn.
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