Straßburg (frz. Strasbourg *, elsässische Aussprache Schdroosburi) ist die historische Hauptstadt des Elsass. Die Stadt ist Hauptstadt der Region Elsass sowie Präfektur des Départements Unterelsass (Bas-Rhin). Die Präfektur verwaltet auch die beiden Arrondissements Strasbourg-Campagne und Strasbourg-Ville (von 1871 bis 1919 die Kreise "Straßburg (Land)" und "Straßburg (Stadt)"), sie bestehen aus 8 bzw. 10 Kantonen. Straßburg ist Kernstadt und größte Gemeinde im Elsass, in Bas-Rhin und im Stadtverband Straßburg (CUS).
Die Stadt liegt am Fluss Ill, die sich im Stadtgebiet verzweigt. Die östlichen Stadtteile mit dem Hafen grenzen an den Rhein. Am gegenüberliegenden östlichen Rheinufer liegt auf deutscher Seite die Stadt Kehl. Straßburg ist der Endpunkt des Rhein-Marne-Kanals.
Geschichte
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Notre dame de strasbourg 2.jpg]]
Straßburg wurde unter dem römischen Kaiser
Augustus als Argentoratum gegründet. Es war zunächst ein militärischer Außenposten in der Provinz
Germania Superior. Straßburg war ab dem
4. Jahrhundert Bischofssitz und wurde im 5. Jahrhundert durch
Alemannen,
Hunnen und
Franken erobert.
842 wurden hier die
Straßburger Eide geschworen und abgesehen von Latein auch in den Sprachen der jeweiligen Gefolgsleute festgehalten, in
althochdeutsch und
altfranzösisch, wodurch dies das älteste Dokument in einer frühen französischen Sprache darstellt. Die Sprache von Stadt und Region war damals althochdeutsch.
Im Mittelalter entwickelte sich Straßburg zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum und war von 1262 an freie Reichsstadt. 1439 wurde der nördliche Turm des Straßburger Münsters (der südliche Turm wurde nie gebaut) fertiggestellt. Das Münster blieb bis 1874 das höchste Gebäude der Welt und gehört immer noch zu den höchsten Kirchtürmen der Welt. Zur Zeit der Reformation wurde es lutherisch. Auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 legte Straßburg ebenfalls ein Bekenntnis zur Reformation ab. Straßburg schloss sich aber nicht den "Protestanten" der "Confessio Augustana" an, sondern legte mit Memmingen, Konstanz und Lindau ein eigenes, von Martin Bucer und Capito verfasstes Bekenntnis, die nach den vier Städten sog. Tetrapolitana ab.
Französische Herrschaft
Nach
1648 strebte Frankreich den Rhein als Grenze an, wobei die im Westfälischen Frieden gewonnene
Reichsvogtei über die elsässischen Reichsstädte den eigenen Zwecken nutzbar gemacht wurde; Straßburg blieb davon jedoch zunächst ausgenommen. Erst im Rahmen der 1679 begonnenen
Reunionspolitik Königs
Ludwigs XIV. geriet auch Straßburg ins Visier. Nachdem die Stadt in diesem Zusammenhang im September
1681 mitten im Frieden durch die
Franzosen besetzt worden war, wurde diese Änderung der Herrschaftsverhältnisse im
Frieden von Rijswijk 1697 endgültig bestätigt.
Protestanten wurden von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen, das Münster wurde rekatholisiert. Die Aufhebung des
Toleranzedits von Nantes durch das
Edikt von Fontainebleau im Jahr
1685, mit dem die Unterdrückung des
Protestantismus in Frankreich endgültig legalisiert wurde, fand jedoch im Elsaß keine Anwendung und es herrschte Religionsfreiheit, wenn auch die französische Obrigkeit bemüht war, den
Katholizismus wo immer möglich zu begünstigen. Die lutherische, deutsch geprägte
Universität Straßburgs bestand weiter. Außerdem war das Elsaß bis
1789 als eine
province à l'instar de l'étranger effectif durch eine entlang der
Vogesen verlaufende
Zollgrenze vom übrigen Frankreich getrennt, also zollrechtlich Ausland, während es keine Zollgrenze gegenüber dem
Reich gab. Daher blieben die Stadt und ihr Umland deutschsprachig und kulturell deutsch geprägt.
1770 und 71 studierte hier Johann Wolfgang von Goethe. In diesen Jahren wurde die Stadt ein Kristallisationspunkt der literarischen Bewegung "Sturm und Drang". Jakob Michael Reinhold Lenz und Johann Gottfried von Herder lebten hier.
In der Zeit der französischen Revolution wurde die Stadt zu einem Anziehungspunkt für Republikaner aus Deutschland. Der bekannteste von ihnen ist Eulogius Schneider. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten wurde sie zum Exil für deutsche Oppositionnelle und Revolutionäre, wie z.B. für Georg Büchner.
In Straßburg komponierte Claude Joseph Rouget de Lisle die Marseillaise.
Im deutschen Reich
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1871, nach dem deutsch-französischen Krieg, wurde Straßburg vom neu gegründeten Deutschen Reich zur Hauptstadt des Reichslandes Elsass-Lothringen erklärt. Während des Krieges selbst war Straßburg von deutschen Truppen belagert und heftig beschossen worden, wobei die Staatsbibliothek mit dem Großteil ihrer wertvollen Bestände vernichtet wurde.
Strassburg_um_1900.jpg neben dem Münster]]
Neben Metz und Köln wurde Straßburg nach 1871 zu einer der wichtigsten Festungen im Westen des Deutschen Reiches ausgebaut. Im Zuge der Stadterweiterung entstand eine moderne Umwallung, die ältere Wallabschnitte aus der französischen Zeit miteinbezog. Von den Wallanlagen sind Reste der Zitadelle von Vauban erhalten, vor allem aber große Teile der preußischen Befestigungen im Bereich des Bahnhofs. Hier sind heute noch Grabenwehren aus Eisen zu sehen, damals und heute eine absolute Seltenheit. Neben dieser inneren Umwallung entstand in weitem Umkreis um die Stadt ein Gürtel aus Forts, von denen die meisten heute noch stehen.
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Politisch war die Situation nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1871 und der Wiedergewinnung von Elsaß-Lothringen durch das Deutsche Reich komplex. Die Mehrheit der elsässischen Bevölkerung stand 1871 einer Eingliederung in das neu gegründete Deutsche Reich ablehnend gegenüber, was sich in den Reichtagswahlen nach 1871 zeigte, in denen bis 1890 die Autonomisten, die der neuen politischen Ordnung ablehnend gegenüberstanden, die Mehrheit erzielten. In den Jahren nach 1871 ergab sich jedoch auf wirtschaftlicher Seite ein starker Aufschwung der Stadt Straßburg und des Elsass, was zumindest einen Teil der Bevölkerung mit der preußisch-deutschen Herrschaft versöhnte. Zur Zeit der Industrialisierung bis zum späten 19. Jahrhundert verdreifachte sich die Einwohnerzahl auf 150.000.
1872 wurde die Universität als "Kaiser-Wilhelm-Universität" (nach Wilhelm I) neu gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer der bedeutendsten Hochschulen im Deutschen Reich. Außerdem zeigte eine effiziente deutsche Verwaltung, die im Gegensatz zur zentralistischen französischen Verwaltung auch den Kommunen einen eigenen Gestaltungsspielraum beließ, auch ihre positiven Wirkungen. Jedoch kam es immer wieder zu Krisen, weil insbesondere aus Preußen "importierte" höhere Beamte öffentlich außerordentlich unsensibel agierten. Ein Beispiel hierfür war die Zabern-Affäre.
Strasbourg Ponts Couverts Panorama.jpg
Zwischen den Kriegen
Nach dem
Ersten Weltkrieg und dem Rücktritt des Kaisers erklärte sich
Elsass-Lothringen zur unabhängigen
Republik Elsass-Lothringen, wurde aber innerhalb weniger Tage von französischen Truppen besetzt. Straßburg wurde danach gemäß dem
Versailler Vertrag von 1919 wieder Frankreich zugeschlagen.
Die Annexion durch Frankreich erfolgte gemäß den 14 Punkten von US-Präsident Woodrow Wilson ohne Volksabstimmung. Als Datum der Abtretung wurde rückwirkend der Tag des Waffenstillstands (11. November 1918) festgelegt. Es erscheint fraglich, ob ein Referendum in Straßburg zugunsten Frankreichs ausgegangen wäre, da die politischen Parteien, die eine Autonomie des Elsasses oder einen Anschluss an Frankreich erstrebten, in den letzten Reichstags- und Kommunalwahlen nur noch geringe Stimmenzahlen erzielten. Vor dem Ersten Weltkrieg war Straßburg praktisch die einzige Großstadt im autoritär regierten Deutschen Reich, in der Sozialdemokraten und Liberale maßgeblich die Kommunalpolitik bestimmten und in der unter Bürgermeister Rudolf Schwander für die damalige Zeit eine vorbildliche kommunale Sozialpolitik betrieben wurde.
Zwischen der deutschen Invasion in Polen am 1. September 1939 und der britisch-französischen Kriegserklärung am 3. September 1939 an das Deutsche Reich wurden sämtliche Einwohner Straßburgs evakuiert, wie bei allen anderen grenznahen Ortschaften auch. Bis zum Einmarsch der Wehrmachtstruppen Mitte Juni 1940 befand sich zehn Monate lang niemand in der Stadt, mit Ausnahme der kasernierten Soldaten. Straßburg blieb bis 1944 von der Wehrmacht besetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt aufgrund des Engagements des langjährigen Straßburger Oberbürgermeisters und Spitzenpolitikers Pierre Pflimlin zum Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung und der europäischen Einigung.
Demographie
Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler
Place de la Cathédrale.JPG |
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Straßburgs gut erhaltene historische Altstadt
Île de la Cité wird von der
Ill, einem Nebenfluss des Rheins, umflossen. Sie wurde
1988 zum
Weltkulturerbe erklärt. Wahrzeichen der Stadt ist das
1176-
1439 erbaute
romanische und
gotische Straßburger Münster. Der
Münsterplatz gehört zu den schönsten europäischen Stadtplätzen. Dominiert von der Westfassade des Münsters, stehen hier zahlreiche, teilweise vier- bis fünfgeschossige
Fachwerkhäuser im alemannisch-süddeutschen Stil. Charakteristisch sind die steilen Dächer mit bis zu vier Dachgeschossen. An der Nordseite des Münsterplatzes steht das bekannte, reich verzierte
Haus Kammerzell (siehe Bild oben).
Touristisch sehr beliebt ist das so genannte "Gerberviertel" (frz. "La Petite France") am Ufer der Ill und mehrerer Kanäle mit seinen malerischen Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und den typischen Dachgauben. Früher lag auf dieser Insel ein Militärkrankenhaus, in der Soldaten mit der sogenannten "Franzosenkrankheit" behandelt wurden - man bezeichnete so abwertend die Syphilis zu Zeiten, als Straßburg noch nicht französisch war. Von diesem Begriff leitet sich der Name für das Viertel ab. Einer anderen Theorie zufolge leitet sich der Name von französischen Soldaten ab, die die Blätter der dort stehenden Weiden für heilsam hielten.
Der 1908 errichtete Temple neuf in der Altstadt ist die größte protestantische Kirche Frankreichs. Weitere Denkmäler aus der Zeit des deutschen Kaiserreichs sind der Bahnhof und die Universität. Die Synagogue de la Paix wurde 1958 anstelle der zerstörten alten Synagoge errichtet.
Für die Konzeption des Parkplatzes und Straßenbahnhaltestelle in Hoenheim-Nord * erhielt Zaha Hadid den Mies van der Rohe Preis für Europäische Architektur 2003.
Siehe auch: Mimram-Brücke, Kléberplatz, Straßburger Münster
Kultur
Darstellende Kunst
Palais du Rhin.JPG |
Théâtre National de Strasbourg.JPG
- Die Opéra national du Rhin mit eigenem Ballett und Orchester, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, kann mit Gastauftritten von Spitzenstars der Konzertwelt aufwarten und hat ein treues Abonnement-Publikum, das aus dem gesamten oberrheinischen Gebiet kommt.
- Der Kabarettist Roger Siffer betreibt seit 1984 sein eigenes Kabarett, das "Théâtre de la Choucrouterie", einer ehemaligen Sauerkrautfabrik, am Rande der Straßburger Altstadt. Seine Revues laufen gleichzeitig auf Französisch und auf Elsässisch in zwei Sälen. In die Choucrouterie kommen jährlich mehr als 20 000 Besucher.
Kultur um und im Münster
- Führungen durch das Straßburger Münster erschließen dem Besucher die Geschichte und Ästhetik eines architektonischen Höhepunktes der Gotik.
- Zur Weihnachtszeit bietet Straßburg einen der schönsten Weihnachtsmärkte überhaupt, den Christkindelsmärik. Zum Besuch laden ein: die Lage um das Münster, die elsässischen Spezialitäten, die riesige Weihnachtstanne aus den Vogesen auf dem Place Kléber, die von einer Arbeitsgruppe alljährlich ein anderes Dekor erhält, bis hin zu Weihnachtskonzerten in den Kirchen und dem Münster.
Museen
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- Das Musée des Beaux-Arts präsentiert Gemälde alter Meister, u.a. Hans Memling, El Greco, Goya, Correggio, Rubens, Tintoretto, Veronese, Canaletto, Giotto, Van Dyck und Watteau.
- Im Musée Alsacien wird Volkskunst und Kunsthandwerk aus dem Elsass ausgestellt.
- Weithin bekannt ist das "Museum für moderne und zeitgenössische Kunst", das Musée d'Art moderne et contemporain, mit seiner markanten Pferdestatue auf dem Dach und seiner großen Sammlung von Werken von Gustave Doré, Jean Arp und Victor Brauner.
- Im Centre Tomi Ungerer ist das zeichnerische und graphische Lebenswerk des berühmten elsässischen Künstlers zu sehen. Spielzeug, Fotografien und das Familienarchiv ergänzen die einzigartige Sammlung.
- Seit 2005 bereichert das "Le Vaisseau" *, ein Wissenschafts- und Technikzentrum für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 15 Jahren, die Straßburger Museumslandschaft.
- Archäologisches Museum im Palais Rohan, 2, place du Château. Das Museum bietet die älteste Geschichte des Elsass: von der Urgeschichte bis zum Anfang des Mittelalters. Die Abteilung "Das römische Elsass" bietet eine reichaltige Sammlung von Funden des 1. - 5. Jh. n. Chr.
- Musée de l'Œuvre Notre-Dame ("Frauenhausmuseum") 3, place du Château, mit Meisterwerken der Gotik und der Renaissance (Originalskulpturen, Glasfenster und Baupläne des Straßburger Münsters, Bilder von Hans Baldung und Sebastian Stoskopff); oberrheinische Kunst vom 11. bis 17. Jahrhundert.
Bildungseinrichtungen
Palais Universitaire.JPG |
Johannes Sturm gründete
1538 das protestantische Gymnasium, das
1556 in den Rang einer Akademie erhoben und nach und nach in eine Universität (
1621) und in eine königliche Universität (
1631) verwandelt wurde. Im Laufe der Französischen Revolution verschwindet die Universität.
1870 wurde sie neu gegründet. Nachdem sie
1918 wieder französisch geworden war, verließ die Universität während des
Zweiten Weltkriegs Straßburg und das annektierte Elsass, um sich in
Clermont-Ferrand niederzulassen. Nach 1945 kehrte sie nach Straßburg zurück.
Die Universität Straßburg ist in der "Europäischen Konföderation der Universitäten am Oberrhein" (EUCOR) mit den der Universität Karlsruhe, Basel, Mülhausen und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg verbunden. Sie verfügt wegen der kirchenrechtlichen Sonderstellung des Elsass als einzige in Frankreich über zwei staatlich finanzierte theologische Fakultäten (katholisch und protestantisch).
In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Universität Straßburg aufgeteilt:
- Université Louis Pasteur (Strasbourg I)
- Université Marc Bloch (Strasbourg II)
- Université Robert Schuman (Strasbourg III) Außerdem gibt es in Straßburg das
- Centre régional des œuvres universitaires et scolaires de Strasbourg (Crous)
Straßburg ist Sitz der französischen Verwaltungshochschule ENA (École nationale d'administration).
Die größten bzw. bedeutendsten Bibliotheken Straßburgs sind:
- Bibliothèque Nationale et Universitaire
- Bibliothèque Municipale
Sport
Partnerstädte
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Johannes Tauler (* um 1300 in Straßburg; † 1360 in Straßburg), deutscher Theologe und Mystiker
- Sebastian Brant (* 1457 in Straßburg; † 10. Mai 1521 in Straßburg), Jurist, Schriftsteller und Humanist
- Hans Weiditz d. Ä. (* 1475 in Straßburg; † 1516), Bildhauer
- Johannes Bader ( * 1487 in Straßburg; † 16. August 1545 in Landau in der Pfalz ) Lutherischer Theologe und Reformator
- Jakob Sturm von Sturmeck (1489-1553), reformierter Bürgermeister der Stadt; evangelischer Gedenktag 30. Oktober
- Katharina Zell (* 1497 in Straßburg), Schriftstellerin der Reformation
- Jacob Frey (* vor 1520), Schriftsteller
- Martin Montanus (* nach 1537 in Straßburg, Todesdatum unbekannt), deutscher Schwankdichter und Dramatiker
- Johann Fischart (* 1546 oder 1547 in Straßburg; † 1590 in Forbach), Schriftsteller
- Sebastian Stoskopff (* 1597; †1657), bedeutendster Stilllebenmaler seiner Zeit, wurde ab 1930 wiederentdeckt; Werke in Straßburg und Saarbrücken.
- Johann Philipp Abelin (* 1600; † 1634), Historiker
- Albrecht Kauw gen. der Ältere (1621- 1681), Maler
- Johann Joachim Zentgraf (1643 - 1707), Theologe
- Johann Christof Freiherr von Bartenstein (* 23. Oktober 1689 ; † 6. August 1767 in Wien), Staatsmann und Diplomat am Wiener Hof
- Henriette Karoline von Pfalz-Zweibrücken (* 9. März 1721 in Straßburg; † 30. März 1774 in Darmstadt), Landgräfin von Hessen-Darmstadt
- Dagobert Graf von Wurmser (* 1724 in Straßburg; † 1797 in Wien), Militär
- Philipp Jakob Loutherbourg (der Jüngere) (1740-1812), Maler
- Jean Frédéric Edelmann (* 5. Mai 1749; † 14. Juli 1794 in Paris), Komponist
- Jean-Baptiste Kléber (* 9. März 1753 in Straßburg), General der französischen Revolutionsarmee, er starb 1800 auf Napoléon Bonapartes Ägyptenfeldzug.
- Franz Heinrich Ziegenhagen (* 8. Dezember 1753 in Straßburg), Sozialutopist
- Anton Will (* 1756 in Straßburg; † 12. September 1827 in München) war ein deutscher Veterinär-Mediziner.
- Charlotte Ackermann (* 23. August 1757 in Straßburg; † 10. Mai 1775), Schauspielerin
- Ludwig I., König von Bayern (* 25. August 1786 in Straßburg; † 29. Februar 1868 in Nizza)
- Georg Wilhelm von Wedekind (* 1796 in Straßburg; † 1856), Forstmann
- Gustave Doré (* 6. Januar 1832 in Straßburg; † 23. Januar 1883 in Paris), Maler, Grafiker und Illustrator.
- Charles Friedel (* 12. März 1832 in Straßburg; † 20. April 1899 in Montauban), französischer Chemiker
- Émile Waldteufel (Charles Émile Lévy) (* 9. Dezember 1837 in Straßburg; † 12. Februar 1915 in Paris), Komponist, französischer "Walzerkönig"
- Paul Émile Appell (* 1855 in Straßburg; † 1930 in Paris), französischer Mathematiker
- Hugo Becker (* 13. Februar 1863; † 30. Juli 1941 in Geiselgasteig), Cellist, Cellolehrer und Komponist
- Carl Wendling (* 10. August 1875; † 27. März 1962), Musiker, Direktor der Stuttgarter Musikhochschule
- Wolfgang Windelband (* 31. August 1886 in Straßburg; † 3. Februar 1945), Historiker
- Hans oder Jean Arp (* 16. September 1886 in Straßburg; † 7. Juni 1966 in Basel), deutsch-französischer Maler, Bildhauer und Dichter des Dadaismus und Surrealismus
- Charles Münch (* 26. September 1891 in Straßburg; † 6. November 1968 in Richmond (Virginia)), Dirigent, bedeutender Exponent französischer Musik des 19. und 20. Jahrhunderts
- Rudolf Schwarz (* 15. Mai 1897 in Straßburg; † 3. April 1961 in Köln), deutscher Architekt vor allem von katholischen Kirchenbauten
- Erich Welter (* 30. Juni 1900), Journalist, Volkswirtschaftler
- Hans Bethe (* 2. Juli 1906 in Straßburg; † 6. März 2005 in Ithaca, New York), Physiker und Nobelpreisträger für Physik (1967)
- Max Bense (* 7. Februar 1910 in Straßburg; † 29. April 1990 in Stuttgart), deutscher Philosoph für Wissenschaftstheorie, Logik, Ästhetik und Semiotik sowie Schriftsteller und Publizist
- Camille Claus (* 1920; † 2005), Maler
- Marcel Marceau (* 22. März 1923), Pantomime
- Germain Muller (* 11. Juli 1923; † 10. Oktober 1994) war ein Straßburger Kulturpolitiker, ein sehr populärer Kabarettist und elsässischer Dichter
- Tomi Ungerer (* 28. November 1931), Zeichner, Illustrator, Grafiker
- Wolfgang Huber (* 12. August 1942), Bischof und EKD-Ratsvorsitzender
- Arsène Wenger (* 1949), Fußballtrainer
- Yann Wehrling (* 1971), Grafiker und Vorsitzender der Partei Les Verts (Die Grünen)
- Valérien Ismaël (* 1975), Fußballspieler, mehrfacher deutscher Meister
- Armando Teixeira (Petit), (* 1976), portugiesischer Fußballnationalspieler
- Salomé Haller, Sopran
- Mehdi Baala (* 1978), Leichtathlet
- Paul-Henri Mathieu (* 1982), Tennisprofi
Andere Persönlichkeiten
- Jakob Twinger von Königshofen (* 1346; † 1420), Straßburger Chronist und Kanonikus der St.-Thomas-Kirche
- Johann Geiler von Kaysersberg (* 16. März 1445 in Schaffhausen - † 10. März 1510 in Straßburg), Prediger
- Hans Baldung, genannt Grien (* 1484 oder 1485 in Schwäbisch Gmünd - † September 1545 in Straßburg), einer der besten deutschen Maler, Zeichner und Kupferstecher der Renaissance
- Martin Bucer (* 1491; † 1551), Prediger und Theologe der Reformation.
- Johannes Anglicus, (* 1502; † 1577), evangelischer Theologe und Kirchenliedkomponist
- Johannes Sturm (* 1507 in Schleiden/Eifel - † 1589 in Straßburg), Gelehrter und Pädagoge, Gründer des europaweit einflussreichen Protestantischen Gymnasiums
- Johannes Calvin (* 1509; † 1564) hielt sich mehrmals in Straßburg auf, u.a. bei Bucer.
- Cyriakus Spangenberg (* 1528; † 1604 in Strassburg), Theologe und Kirchenliederdichter
- Johannes Carolus (* 1543; † 1626), Gründer der ersten gedruckten, wöchentlich erscheinenden Zeitung (1605)
- Wolfhart Spangenberg (* 1567; † nach 1636), Meistersinger, Verfasser von Tierepen und dramatischen Dichtungen
- Matthias Bernegger (* 1582; † 1640 in Strassburg), Hochschullehrer, Astronom
- Caspar Brülow (* 1585; † 1627 in Straßburg), Professor der Rhetorik an der Akademie und Autor lateinischer Schuldramen
- Jesaias Rompler von Löwenhalt (* 1605 in Dinkelsbühl - † nach 1672 in Straßburg), Dichter der deutschen Barocklyrik
- Christoph Schorer (*1618; † 1671), Mediziner, Schriftsteller und Astrologe
- Andreas Silbermann (* 1678; † 1734, seit 1701 in Straßburg), bedeutender Orgelbauer des Barock
- Franz Xaver Richter (* 1. Dezember 1709 in Holleschau, Mähren; † 12. September 1789 in Straßburg), Komponist und Münsterkapellmeister, wichtiger Vertreter der "Mannheimer Schule".
- Johann Wolfgang Goethe (* 1749; † 1832) studierte 1770/1771 in Straßburg Jura; in Sesenheim (frz. Sessenheim) lernte er die Pfarrerstochter Friederike Brion kennen und schrieb die „Sesenheimer Lieder“ mit den Gedichten „Willkommen und Abschied“ und „Heidenröslein“.
- Eulogius Schneider (* 20. Oktober 1756 in Wipfeld am Main; † 1. April 1794 in Paris), deutscher Jakobiner, lebte in Straßburg
- Ignaz Josef Pleyel (* 1757; † 1831), Komponist und Münsterkapellmeister.
- Claude Joseph Rouget de Lisle (*1760; † 1836), komponierte in Straßburg die Marseillaise.
- Klemens von Metternich (* 1773; † 1859), österreichischer Staatsmann, studierte von 1788 bis 1790 in S.
- Georg Büchner (* 1813; † 1837), Schriftsteller („Lenz“), studierte in Straßburg Medizin
- Ludwig Friedländer (* 16. Juli 1824 in Königsberg, Ostpreußen - † 16. Dezember 1909 in Straßburg), deutscher Altphilologe und Kulturhistoriker
- Fustel de Coulanges (1830-1889), unterrichtete Geschichte an der Straßburger Universität
- Georg Simmel (* 1. März 1858 in Berlin - † 28. September 1918 in Straßburg), deutscher Soziologe und Kulturphilosoph, Begründer der „formalen Soziologie“
- Albert Schweitzer (*1875 - †1965) Philosoph, Theologe, Arzt, Musikwissenschaftler, Pfarrer, Orgelkünstler, Friedensnobelpreisträger
- Hans Pfitzner, (1869 - 1949), Komponist, ein Jahrzehnt lang Generalmusikdirektor der Stadt.
- Ernst von Dobschütz (* 9. Oktober 1870 in Halle (Saale); † 20. Mai 1934 ebenda), ev. Theologe; 1904 wurde er Nachfolger von Heinrich Holtzmann an der Universität Straßburg
- Otto Klemperer, (1885 - 1973), Dirigent, von Hans Pfitzner nach Straßburg berufen.
- Marc Bloch (* 6. Juli 1886 in Lyon; † 16. Juni 1944 nahe Lyon), einer der bedeutendsten Historiker des 20. Jhs., lehrte von 1919 bis 1937 an der Universität Straßburg, Begründer der „Annales d'histoire économique et sociale“
- Hans Rosbaud, (1895-1962), Dirigent
- George Szell (1897-1970), Dirigent
- Emmanuel Lévinas (1906 - 1995, studierte hier von 1923 bis 1927
- Pierre Pflimlin (* 5. Februar 1907 in Roubaix, Flandern - † 27. Juni 2000 in Straßburg), Straßburger Oberbürgermeister von 1959 bis 1983, mehrfacher Minister der IV. und V. Republik, Ministerpräsident, Präsident des Europäischen Parlaments, machte Straßburg zur Europastadt
- Ernest Bour (* 1913; † 2001), Dirigent, wurde in Strasbourg ausgebildet und bestattet.
- Paul Ricoeur (* 1913; † 2005), französischer Philosoph
- Guy Debord (* 1931; † 1994), französischer Philosoph
- Jean-Marie Lehn (* 1939 in Rosheim (Bas-Rhin)), Nobelpreis für Chemie 1987
- Bernard-Marie Koltès (1948-1989), Bühnenautor und Dramaturg, arbeitete eine Zeit lang am Théâtre National de Strasbourg.
- Barbara Honigmann (* 12. Februar 1949 in Berlin), deutsche Schriftstellerin, lebt seit 1984 in Straßburg
- Ségolène Royal (*1953), die Spitzenpolitikerin der Parti Socialiste ging in Strassburg zur Schule.
- John Howe (* 1957), kanadischer Zeichner
- Mireille Delunsch (*1962), Sopran
Medien
Die "
Dernières nouvelles d'Alsace" ist eine zweisprachige Elsässer Tageszeitung aus Straßburg, die deutsche Auflage beträgt etwa zehn Prozent von ca. 250 000.
In Straßburg wird auch das Programm des deutsch-französischen
Fernsehsenders
ARTE produziert. Vierzehntäglich erscheint die rechtsgerichtete, autonomistische Zeitung
Neues Elsaß-Lothringen.
Die europäischen Institutionen in Straßburg
European-parliament-strasbourg.jpgDas
Europäische Parlament, der
Europarat, der
Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, die
Europäische Direktion für die Qualität von Medikamenten,
EURIMAGES, das
Eurokorps, der deutsch-französische Sender
ARTE sowie die
Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (
*) haben in der Stadt ihren Sitz.
Verkehr
Bahn: Straßburg ist ein wichtiger Knotenpunkt der französischen SNCF. Der TGV aus Paris verkehrt nicht bis nach Deutschland; der deutsche ICE überquert noch nicht die Grenze bis Straßburg.
Ab Sommer 2007 werden direkte TGVs von Paris über die LGV Est européenne nach Straßburg verkehren. Internationale TGVs werden Paris mit Straßburg - Kehl - Karlsruhe und Stuttgart verbinden und über Basel nach Zürich verkehren. Die internationalen TGVs zwischen Frankreich und der Schweiz werden voraussichtlich unter der Marke "TGV LYRIA" verkehren und durch Lyria, eine Tochtergesellschaft der SNCF und der SBB, bewirtschaftet.
Straßenverkehr: Straßburg ist Ausgangspunkt der französischen Autobahn A4 Richtung Metz und Paris. Eine Verlängerung Richtung Kehl als Autobahn existiert noch nicht.
ÖPNV:In Strasbourg verkehren neben zahllosen Buslinien vier
Straßenbahnlinien´.
Der internationale Flughafen von Straßburg liegt in Entzheim, etwa 20 km südwestlich von Straßburg.
Galerie
Bild:Kehl_Fussgaengerbruecke.jpg|Die Mimram-Brücke, eine neue Fußgänger-Brücke zwischen Kehl und Straßburg
Bild:gare_strasbourg.jpg|Bahnhof bei Nacht
Bild:An der Ill.JPG|An der Ill
Bild:Strasbourg Temple St Paul.JPG|Temple St. Paul
Bild:Irgendwo in der Altstadt.JPG|In der Altstadt
Bild:Strasbourg Dom Detail 9.jpg|Detail am Straßburger Dom
Bild:muenster seitenschiff 1.jpg|Seitenschiff des Doms
Literatur
VandenBossche, Benoît:
Straßburg, das Münster, Fotografien von Claude Sauvageot, Schnell + Steiner
*, Regensburg 2001, 400 S., 38 farbige und 166 Duoton-Abb., 16 x 26 cm, ISBN 3-7954-1387-7.
Weblinks
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