Die Stornoquote ist der volumensgewichtete Anteil der stornierten Verträge an den neu abgeschlossenen Verträgen oder den Verträgen im Bestand. Die Stornoquote spielt vor allem in der Versicherungswirtschaft eine Rolle. jedoch werden Stornoquoten auch in anderen Branchen beachtet, in denen langlaufende Verträge abgeschlossen werden.
Stornoquoten werden für
ermittelt.
Die erwartete Stornoquote ist Basis der zu bildenden Stornorückstellung bei Versicherungen.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) setzt bei seiner Berechnung der Stornoquote den vorzeitigen Abgang an Beitragszahlungen und den mittleren laufenden Jahresbeitrag ins Verhältnis.
| Jahr | Stornoquote Lebensversicherungswirtschaft |
|---|---|
| 2002 | 4,9 % |
| 2003 | 5,5 % |
| 2004 | 5,6 |
Diese Quote ist nicht für alle Versicherungen gleich hoch. Sie schwanken vielmehr zwischen den einzelnen Unternehmen stark (2004 zwischen 2,3 % und 24,5 %).
Die Stornoquote ist eine wichtige Bilanzkennziffer.
Die Stornoquote kann als Qualiätsindikator aufgefasst werden.
Hohe Stornoquoten können ein Hinweis auf mangelhafte Beratung oder Produktqualität sein (s. oben). Für Kunden, die ihre Lebensversicherungsverträge bis zum Laufzeitende halten, ist eine Versicherung mit hohen Stornoquoten günstig, da die Rückkaufswerte der ausscheidenen Versicherten gering sind. Ein Teil des Zusatzertrages, der der Versicherung durch das Storno zufließt erhöht die Erträge der verbleibenden Kunden.
Für die Absicherung vorzeitiger Kündigungen bei Verträgen mit noch negativer Deckungsrückstellung (Lebensversicherung) bzw. die Absicherung von Forderungen aus dem Wegfall des versicherten Risikos(Schadenversicherung) müssen die Versicherer Stornorückstellungen bilden.
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