Stollberg/Erzgeb. ist die Kreisstadt des Landkreises Stollberg in Sachsen (Deutschland).
Geografie
Stadtgliederung
Ortsteile mit dem Jahr der Eingemeindung:
- Beutha (1999)
- Gablenz (1974)
- Hoheneck (1923)
- Mitteldorf (1952)
- Oberdorf (1974)
- Raum (1999)
- Stollberg
Geschichte
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Seit Jahrhunderten bildet Stollberg den Mittelpunkt einer naturräumlich-historischen Kulturlandschaft. Die Ursprünge der Stadt liegen in der Zeit der Erstbesiedlung des Erzgebirges, als die
Stal(e)burc (erstmalige urkundliche Erwähnung 1244 wohl Fälschung, sicher 1267
Stal-burch) Sitz und Zentrum eines feudalen Herrschaftsgebietes war, das später in ein kurfürstliches Amt umgewandelt wurde. Die Stadt selbst wird als solche (
civitas) erstmals 1343/46 urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert wandelte sich ihr Name. 1412 erscheint die Bezeichnung
Stolburg, erstmals 1459 ist die der heutigen Schreibweise ähnliche Form
Stolbergk bezeugt.
Unweit der einstigen Furth durch den Fluss Gablenz kreuzten sich zwei wichtige Handelsstraßen. Der Böhmische Steig führte von Altenburg kommend nach Prag. Die Chemnitzer Straße verlief zwischen der gleichnamigen Stadt und Dresden. So kamen häufig Handels- und Fuhrleute in die Stadt, die man wegen ihrer zweirädrigen Karren, mit denen sie vor allem Salz und Erze transportierten, als "Kärrner" bezeichnete. An sie erinnert bis heute die Sage vom "Kärrner von Stollberg".
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Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
- Datenquelle ab 2004: Statistisches Landesamt Sachsen
1 29. Oktober
2 31. August
Politik
Wappen
Das Stollberger Wappen hat seinen Ursprung im Stadtsiegel, das bereits Anfang des 15. Jahrhunderts nachgewiesen ist. Es ist horizontal geteilt und zeigt im oberen Feld ein Kirchgebäude auf goldenem Grund. Das untere Feld ist rot und mit einem diagonalen Pfahl mit goldener Krone versehen.
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
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- Die von weitem sichtbare Burg Hoheneck diente zunächst als Königlich-Sächsisches Weiberzuchthaus und war später als größtes Frauengefängnis der DDR bekannt. Seit dem 1. Mai 2006 ist das "Gefängnis Schloss Hoheneck" als Museum zu besichtigen.
- Sehenswert sind zudem des Rathaus und der Marktplatz sowie die gotische Jacobikirche.
- Vom Marktplatz aus kann man die Herrenstraße entlang schlendern und gelangt zur kleinen katholischen Marienkirche, die mit einem wertvollem Altar ausgestattet ist.
- Einer der schönsten Kinderspielplätze befindet sich am Walkteich, der 2005 neu angelegt wurde.
- Das Carl-von-Bach-Gymnasium, das in einem Jugendstilgebäude mit sehenswerter Aula untergebracht ist, ist nur für Schüler, Lehrer und zu öffentlichen Anlässen (Chorvorführungen, Theateraufführungen) zugänglich. Es wurde 1903 als Königlich Sächsisches Lehrerinstitut erbaut und beherbergte später die Hans-Beimler-Oberschule, die auch als Internat diente und nach der Wende in das Carl-von-Bach Gymnasium umgewandelt wurde.
- Die Querenbachtalsperre am Rande der Stadt dient als Trinkwasserspeicher und Naherholungsgebiet
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Parks
- Vor dem Carl-von-Bach-Gymnasium befindet sich ein Park, der ein Biotop ist. Besonders beliebt bei den Besuchern ist das "Parkeichhörnchenpärchen". Auch eine besondere Spechtart lebt hier. Außerdem gibt es ein Kriegsdenkmal mit der Inschrift "Den Toten Männern", das an alle Gefallenen aus dem 1. und 2. Weltkrieg erinnert und 2005 saniert wurde. Im Gymnasium selbst sind an den Wänden des Treppenaufganges vor der Aula sechs Jugendstil-Steintafeln angebracht, die mit goldener Schrift alle Namen von Schülern des Gymnasiums, die im Krieg gefallen sind, verzeichnen.
- Weitere Parks in Stollberg sind der Marienpark mit Marienkirche am Ende der Herrenstraße und der Bürgerpark am Eingang von Stollberg aus Richtung Niederwürschnitz mit einer guten Aussicht über die umliegende Gegend.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
- Stollberg besitzt zwei entwickelte Gewerbegebiete.
Verkehr
- Mehrere Buslinien, die zum Teil im Takt verkehren und an die Bahnfahrzeiten am Bahnhof angepasst sind, verbinden Stollberg mit dem Umland und erschließen die Stadt.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Der berüchtigte Räuber Nikol List (1656 bis 1699) wohnte zeitweise in Beutha und betrieb zur Tarnung als Pächter den Gasthof "Grüne Tanne" im Nachbarort Raum. Im Eingangsbereich des Gasthofes findet man heute noch eine Hinweistafel.
Weblinks
- http://www.stollberg-erzgebirge.de
- http://www.hoheneck.com/
- http://www.stadt-stollberg.de
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