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Die Stochokratie ist eine Repräsentative Demokratie, in der die Vertreter per Los bestimmt werden.

Die Stochokratie ist durch das Losverfahren repräsentativer als die herkömmliche Parteiendemokratie, denn es wird tatsächlich ein durchschnittlicher Teil der Bevölkerung ins Parlament gebracht, nicht nur eine Elite. Mit steigender Größe des Parlaments sinkt die statistische Wahrscheinlichkeit einer zufällig unrepräsentativen Besetzung. Extreme Strömungen verlieren an Einfluss. Während beispielsweise bei einer Parlamentsgröße von einer Person die Möglichkeit besteht, dass diese Person eine Politik macht, die ganz und gar vom Volkswillen abweicht und erheblichen Schaden verursacht, kann eine Person in einem Parlament mit 1000 Personen nur noch zu 0.1% auf die resultierende Entscheidung einwirken.

Die Stochokratie wurde z. B. im antiken Griechenland, vor allem in Athen praktiziert: die Stadtverordneten und Richter wurden per Los bestimmt, was allerdings teils Probleme aufwarf (siehe athenische Demokratie).

Auswirkungen


Vorteile

  • Da die Parlamentarier in regelmäßigen Zeitabständen ausgetauscht werden, entfällt prinzipiell die Ausbildung von politischen Seilschaften.
  • Auch die Korruption ist nahezu unmöglich, da diese über viele Jahre in Verbindung mit Lobbyismus entsteht.
  • Die Parlamentarier und Parlamentarierinnen können durch das Fehlen von Wahlen und Wahlkampf auf jeglichen Stimmenfang verzichten und sind somit auch zu durchgreifenden Reformen befähigt.

Nachteile

  • Wenn die Parlamentarier z.B. aus allen Staatsbürgern ausgewählt werden, so fehlt ihnen vermutlich das entsprechende Fachwissen, um unter den heutigen bürokratisch überfrachteten Bedingungen regieren zu können.

Literatur


  • Raimund Schulz: Athen und Sparta, Darmstadt 2003, ISBN 3534154932.
  • Michael Stahl: Gesellschaft und Staat bei den Griechen. Klassische Zeit, Paderborn 2003, ISBN 3825224317.

Weblinks


Athen | Demokratie

 

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