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Stosstrupp 2.jpg | Stosstrupp1918.jpg Ein Stoßtrupp ist eine Angriffsformation der Infanterie, die für besondere Aufgaben eingenommen wird, insbesondere im Orts- und Häuserkampf sowie gegen Feind in Feldbefestigungen.

Die Züge der Infanteriekompanie gliedern hierzu um in

  • ein Führungstrupp mit Zugführer, Melder und Funker
  • mehrere Sturmgruppen mit je
    • 2 Sturmtrupps je 3 Soldaten
    • 1 Spreng-/Blendtrupp mit 2 - 3 Soldaten
  • eine Deckungsgruppe mit den schweren Waffen des Zuges mit
  • ein Trägertrupp für das Nachführen von Kampfmitteln und Munition
  • ein Sanitätstrupp

Die Kompanie wird außerdem besonders durch schwere Mörser und Artillerie, ggf. auch durch Pioniere oder Sturmpioniere oder auch Kampfpanzer unterstützt.

Der Kompaniechef führt die Stoßtrupps durch enge Koordinierung von Feuer und Bewegung. Insbesondere legt er eine oder zwei Einbruchstellen fest, an die zunächst die Annäherung und dann Sturm und Einbruch der vorn angreifenden Stoßtrupps erfolgen. Er setzt weitere Stoßtrupps für den Kampf durch die Tiefe der feindlichen Verteidigung so an, dass möglichst rasch feindliche Gefechtsstände genommen werden, um die Führungsfähigkeit des Feindes zu beeinträchtigen und riegelt feindliche Gegenstöße ab. Anschließend werden feindliche Kräfte links und rechts der Einbruchstelle von rückwärts oder flankierend durch eigene Kräfte aufgerollt.

Der Kampf im Stoßtrupprahmen erfordert eine intensive Ausbildung und hohe körperliche Fitness aller eingesetzten Soldaten. Neben dem drillmäßigen Beherrschen von Standardsituationen muss jeder Soldat in der Lage sein, in die nächsthöhere Führungsebene zu springen, falls sein militärischer Führer während des Gefechtes ausfällt. Die Führer von Sturmtrupps sind häufig Mannschaften. Schnelligkeit in der Bewegung, das rasche und entschlossene Ausnutzen günstiger Gelegenheiten und das enge Zusammenwirken mit der Führung, dem Deckungsfeuer der schweren Waffen und den Nachbarn sind der Schlüssel zum Erfolg.

Besondere Risiken entstehen für die eingesetzten Soldaten dann, wenn der Feind zuvor Gelegenheit hatte, sich zur Verteidigung einzurichten. Gefahr droht insbesondere von Minen und Sprengfallen.

Das Stoßtruppverfahren wurde im Ersten Weltkrieg von General Oskar von Hutier entwickelt, als herkömmliche Angriffsverfahren angesichts der verstärkten Abwehr unter Einsatz von Schützengräben, Stacheldrahtverhauen und Maschinengewehren wirkungslos geworden waren. Die deutschen Sturmtruppen des Ersten Weltkrieges trugen oftmals einen Panzer am Oberkörper in Form einer Stahlplatte, was zu ihrem Markenzeichen wurde. Ein ähnliches Verfahren hatte General Brussilow schon 1916 entwickelt, und erfolgreich gegen die Österreicher angewendet. Seit Ende 1917 wurden aus besonderen Freiwilligen Sturmkompanien, später auch Sturmbataillone gebildet, die als Eliteformationen besondere taktische Erfolge erzielen konnten.

Das Stoßtruppverfahren wurde auch von der Reichswehr, der Wehrmacht und der Bundeswehr übernommen.

Stoßtrupp-Taktik in den Medien


Ein relativ anschauliches und realitätsnah umgesetztes Beispiel sowohl für die Stoßtrupp-Taktik mit Kampfpanzerunterstützung als auch für die Gefahren beim Angriff auf vorbereitete Verteidigungsstellungen bietet der Endkampf im Film Der Soldat James Ryan von Steven Spielberg.

Kriegs- und Gefechtsführung

Shock troops | Stoottroepen

 

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