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Stillgewässer (auch stehende Gewässer) gehören zu den Oberflächengewässern. Tümpel uf.JPG | Weiher.jpg In der Hydrologie beschäftigt sich die Limnologie mit stehenden Süßwasser-Gewässern. Danach sind sie im Gegensatz zu Fließgewässern geschlossene Ökosysteme.

Kriterien zur Unterscheidung von Stillgewässern sind deren Größe und Tiefe, nach denen man unterscheidet:

  • Tümpel sind flache temporäre Süßwasseransammlungen mit stark schwankenden Wasserständen
  • Weiher sind Flachwasserseen mit geringer Tiefe. Schwimmpflanzen erreichen mit ihren Wurzeln in der Regel den Grund.
  • Seen die über eine ausreichende Tiefe verfügen, damit sich eine Temperaturschichtung entwickeln kann.
  • Sölle sind eiszeitlich bedingt entstandene Gewässer aus ehemaligem Toteis.
  • Lachen sind episodische Gewässer, auch Pfützen. Werden nur durch Regen gespeist, sonst aber trocken.
  • Teiche sind dauerhafte Gewässer mit Zu- und Abfluss.

Sonderformen sind künstlich angelegte Teiche, Weiher oder Seen, die in der Regel einem besonderen Nutzungszweck wie der Fischzucht, dem Bergbau oder Badezwecken dienen. Auch geflutete Kiesgruben, Lehmgruben und Tagebaurestlöcher zählen dazu. Sie alle weisen aber stark veränderte Ökosysteme auf, insbesondere die Kiesgruben- und Tagebauseen haben aufgrund des mineralischen tertiären Bodens pH-Werte zwischen zwei und sechs, bei denen nur sehr eingeschränkt Leben möglich ist. Auch unterirdische Höhlenseen und heiße Süßwasserseen zählen zu den Sonderformen der Stillgewässer.

Die biologische Qualität von Stillgewässern wird anhand des Trophiensystems in Trophiestufen eingeteilt. Das bei Fließgewässern angewandte Saprobiensystem ist aufgrund der unterschiedlichen biologischen Zonierung nicht geeignet.

Siehe auch: Söll (Teich), Woog

Gewässer | Limnologie | Biotop

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