Das Stift Stams ist ein Kloster der Zisterzienser (OCist) in Stams in Tirol in Österreich.
Geschichte
Das Kloster wurde 1273 durch Elisabeth und
Meinhard II. von Tirol gegründet. Absicht war auch die Schaffung einer Grablege für die Tiroler Landesfürsten. 1284 wurde die Klosterkirche geweiht. Stams wurde schnell zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Zentrum der Region. 1525 kam es im Zuge der Bauernaufstände zur Plünderung, 1552 zerstörte Kurfürst
Moritz von Sachsen das Kloster abermals und schließlich vernichtete ein Großfeuer 1593 große Teile des Klosterkomplexes. Zwischen 1650 und 1750 wurde das Kloster im Barockstil neu gestaltet. 1807 hob die bayerischen Regierung das Kloster auf, 1816 wurde es aber nach der Rückgabe Tirols an Österreich unter Kaiser
Franz I. wiedererrichtet. 1938/39 wurde das Stift von den nationalsozialistischen Machthabern aufgelöst, 1945 aber wieder besiedelt. 1984 erhob Papst
Johannes Paul II. die Stiftskirche in den Rang einer
Basilika minor.
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Stiftskirche
Bei der
Stiftskirche handelt es sich vom Grundriss her um eine romanische Basilika. Sie wurde 1729-1733 durch
Georg Anton Gumpp aus Innsbruck im Stil des Hoch
barock umgebaut. Die Gewölbemalereien im Langhaus zeigen Szenen aus dem Marienleben und stammen vom Augsburger Maler Johann Georg Wolcker. Der prächtige Stuck ist ein Werk von Franz Xaver Feuchtmayr (
Wessobrunner Schule).
stift-stams-kirche-aussen.jpgDen prächtigen frühbarocken Hochaltar in Form eines Lebensbaumes mit 84 Skulpturen schuf der Weilheimer Bildschnitzer Bartlme Steinle (um 1610).
Die Kanzel ist ein Werk von Andreas Kölle aus Fendels im Oberinntal.
Gleich beim Eintreten sieht der Besucher das so genannte
Österreichische Grab des Tiroler Künstlers Andreas Thamas. In der Kirche sind an verschiedenen Stellen Tiroler Landesfürsten bestattet, so etwa Graf Meinhard II. und seine Gattin Elisabeth, Herzog
Friedrich IV. mit der leeren Tasche, Erzherzog
Sigmund der Münzreiche,
Bianca Maria Sforza (zweite Gattin von Kaiser
Maximilian I.) u. a. Ein schönes Beispiel barocker Plastik ist die Kreuzigungsgruppe, ebenfalls von Andreas Thamasch. Von ihm stammt auch die Darstellung Maria mit Kind gegenüber der Kanzel.
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Rechts an die Kirche angebaut ist die Heilig-Blut-Kapelle.
Der Bernardisaal von Georg Anton Gumpp ist der Festsaal des Stiftes. Zahlreiche Malereien weisen auf Begebenheiten aus dem Leben des hl. Bernhard von Clairvaux hin.
Weblinks
- http://www.stiftstams.at/
Siehe auch
Klostergründungen in Österreich
Kloster in Österreich