Das Stift Klosterneuburg ist im niederösterreichischen Klosterneuburg und ist ein Stift der Augustiner-Chorherren.
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Die Basilika ist romanischen Ursprungs mit gotischen Zutaten, vor allem aber im Inneren barock geprägt (Fresken unter anderm von Johann Michael Rottmayr).
Um die Gründung des Klosters spinnt sich die Legende, dass Agnes, die Frau Leopolds III. einmal an einem Aussichtspunkt auf dem Leopoldsberg, dem heutigen Kahlenberg, ihren kostbaren Schleier durch einen Windstoß verloren habe. Er sei jahrelang nicht mehr gefunden worden, bis Leopold eines Tages diesen Schleier auf der Jagd entdeckt habe. Dazu sei Maria erschienen und habe Leopold befohlen, an dieser Stelle ein Kloster zu errichten. In Wirklichkeit ist die Gründung Teil der babenbergischen Erschließung des Donauraums - die Rodung von Wäldern und die Urbarmachung neuer Landstriche wurde hauptsächlich von Klöstern (Benediktinern, später auch Kluniazensern) vorangetrieben.
Der älteste Teil, von dem zumindest die Grundmauern erhalten sind, ist die 1222 geweihte Capella Speciosa, die zugleicht das älteste gotische Bauwerk Österreichs ist.
Die ganze Anlage wurde im 18. Jahrhundert wesentlich umgebaut. Karl VI. wollte das Kloster zu einem Österreichischen Escorial, d.h. zu einer herrschaftlichen Klosterresidenz, umbauen. Man vermutet, dass er damit den Verlust der spanischen Krone kompensieren wollte - wäre sein älterer Bruder Joseph nicht zur Unzeit gestorben, würden wir ihn als Karl III. von Spanien kennen. Geplant war eine quadratische Anlage mit vier regelmäßigen Innenhöfen. 1706 begann Jakob Prandtauer mit ersten Plänen, es wurde jedoch erst gegen 1730 von Donato Felice D'Allio begonnen.
Nach dem Tod Karls VI. 1740 geriet das Projekt ins Stocken und wurde von 1834 bis 1842 unter Joseph Kornhäusel weitergebaut, dann jedoch nicht mehr weitergeführt. Nur einer der vier Innenhöfe wurde fertig. Von weitem zu sehen sind aber die Kuppeln mit den riesigen Goldkronen, die die Herrschaftstitel des Hauses Habsburg symbolisieren.
Die Türme wurden in den 1880er Jahren von Friedrich von Schmidt im neugotischen Stil umgebaut.
In einer Seitenkapelle des Kreuzgangs (der Leopoldskapelle) befindet sich das Grabmal von Leopold III. mit dem berühmten Verduner Altar aus 1181 (1330 zum Flügelaltar umgestaltet).
Berühmt ist auch die Orgel der Stiftskirche, die von Johannes Freundt (Passau) 1642 errichtet wurde und eines der bedeutendsten Instrumente Österreichs darstellt. Das dreimanualige Instrument wurde 1984 und 1990 durch die Fa. Kuhn restauriert. Das von internationalen Solisten gerne bespielte Konzertinstrument zeichnet sich neben seinem hervorragenden Klang unter anderem auch durch die spezielle Stimmung (a1 = 476 Hz) aus.
Die Verleihung des Titels einer päpstlichen Basilica minor erfolgte 1936.
Das Stiftsmuseum ist bekannt für seine Sammlung mittelalterlicher Kunst.
Seit 1995 wird das Stift von Propst Bernhard (Hermann Backovsky, * 2. Januar 1943 in Wien) geleitet, der seit 2002 auch Generalabt der Augustiner Chorherren ist.
Am 29. Juli 2005 wurde der Novizenmeister des Stiftes, Bernt Ivar Eidsvig, von Papst Benedikt XVI. zum Bischof des Bistums Oslo in Norwegen ernannt. Der 29. Juli ist Festtag des Heiligen und Skandinavien-Missionars Olaf.
Bernt Ivar Eisdvig ist gebürtiger Norweger (geboren am 12. September 1953 in Rjukan) und konvertierter evangelischer Christ. Er empfing am 20. Jänner 1982 die Priesterweihe. Seit 1991 ist er Augustiner Chorherr, seine feierliche Profess war am 28. August 1995. Am 22. Oktober 2005 empfing er in Oslo die Bischofsweihe.
Am 4. Mai 2006 wurde das Stift für Besucher nach fünf Jahren Renovierung (Gesamtkosten 33 Millionen Euro) in neuem Barock-Prunk wiedereröffnet. Bisher versperrte Teile des Barock-Trakts wurden neu adaptiert und sind nun erstmals zugänglich. Auch das Restaurant Stiftskeller wurde als Schüttkasten neu eröffnet. Die Capella Speciosa ist nach Ausgrabung und Konservierung ebenfalls erstmals zu sehen.
Aus den großen Forsten stammt das Rohmaterial für die Hackschnitzelheizung, die in den letzten Jahren errichtet wurde. Sie beheizt nicht nur das Stift sondern auch zahlreiche öffentliche Gebäude, wie Rathaus und Krankenhaus.
Aus den Erträgen der Wirtschaftsbetrieben werden jährlich 10% des Gewinnes an soziale Organisationen wie die des Pater Georg Sporschill und seinen Straßenkindern ausgeschüttet.
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