Stift Göttweig liegt in der Gemeinde Furth unweit von Krems in Niederösterreich, auf einem Felsen südlich der Donau am Ausläufer des Dunkelsteinerwaldes.
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Nach einem Brand 1718 wurde das Kloster nach Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt neu aufgebaut, wie beim Stift Klosterneuburg diente auch hier der Escorial als Vorbild. Treibende Kraft dieser Pläne war der Abt Gottfried Johann Bessel. Der Neubau wurde dann auch nach seinem Tod eingestellt.
Von diesem Neubau gilt vor allem die Kaiserstiege als ein Hauptwerk der barocken Architektur in Österreich. Das Deckengemälde ist von Paul Troger und insofern eine Kuriosität, als Kaiser Karl VI. als Apoll dargestellt wird.
Heute betreiben die knapp 60 Mönche unter Abt Dr. Clemens Lashofer ein Exerzitienhaus, ein Jugendhaus und führen ein eigenes Restaurant.
Die Graphiksammlung ist - nach der Wiener Albertina - die zweitgrößte graphische Sammlung Österreichs. Zu erwähnen ist die Kooperation mit der Donau-Universität Krems, die in Göttweig ein Außeninstitut eingerichtet hat. Die Bibliothek mit rund 140.000 Bänden hat sowohl die Zeit der nationalsozialistischen Aufhebung wie auch die russische Besetzung weitgehend unbeschädigt überstanden. Sie liegt in der Klausur und ist im Rahmen allgemeiner Führungen nicht zugänglich. Daneben verfügt das Stift über umfangreiche und einmalige kunsthistorische Sammlungsbestände von Musikalien, Gemälden, Skulpturen, Waffen und Textilien sowie archäologische und numismatische Bestände. Von besonderer Bedeutung für die bildwissenschaftliche Forschung und Lehre ist die ca. 30.000 Blätter umfassende druckgraphische Sammlung des Stifts. Der größte Teil des Graphischen Kabinetts stammt aus der Barockzeit und umfasst Werke von deutschen, niederländischen, italienischen, französischen und englischen Meistern Erwähnenswert ist noch eine Kunstsammlung (als Relikt der barocken "Kunst- und Wunderkammer"). Teile davon sind im Museum im Kaisertrakt ausgestellt.
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