Unter Stickstofffixierung versteht man allgemein jegliche Umwandlung des reaktionsträgen Luftstickstoffs (N2) zu Verbindungen, die reaktiver und insbesondere bioverfügbar sind. Der Prozess ist aufgrund der sehr stabilen Dreifachbindung molekularen Stickstoffs mit 946 Kilojoule pro Mol äußerst energieaufwändig. Es handelt sich um ein wichtiges Element des Stickstoffkreislaufs.
Man unterscheidet:
Die biologische Stickstofffixierung ist weltweit die wichtigste Form der Fixierung. Sie macht ein Drittel bis zur Hälfte der Gesamtmenge aus und ist meist gemeint, wenn man von Stickstofffixierung spricht. Durch Mikroorganismen wird dabei atmosphärischer Stickstoff zu Ammoniak (NH3) reduziert. Für diese Reaktion ist allerdings ein Nitrogenase-Enzym-Komplex und Energie (16 bis 24 Moleküle ATP) notwendig.
Stickstofffixierer, also Mikroorganismen, die Stickstoff fixieren können, sind entweder freilebend oder leben in Symbiose mit Pflanzen. Bekannte freilebende Vertreter sind die Gattungen Azotobacter und Cyanobakterien, letztere fixieren den Stickstoff oft in spezialisierten Zellen, sogenannten Heterozysten. Die bekanntesten symbiontisch lebenden Fixierer sind die der Gattung Rhizobium (bei Leguminosen) und Frankia (bei verholzenden Pflanzen, z.B. Erlen).
Da diese Reaktion für die Zelle sehr energieaufwendig ist, wird sie streng reguliert und kommt nur zur Anwendung, wenn der Zelle keine andere Möglichkeit zur Stickstoffversorgung bleibt.
Chemische Reaktion | Bodenkunde
Kvælstoffiksering | Nitrogen fixation | Nitrogena fiksado | Fixation biologique de l'azote | Azotofissazione | 窒素固定 | Stikstoffixatie | Fixação de nitrogênio | Азотфиксация
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"Stickstofffixierung".
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