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Stick-slip.png Der Stick-Slip-Effekt (v. engl. stick „haften“ und slip „gleiten“) bezeichnet das Ruckgleiten von gegeneinander bewegten Festkörpern. Dabei üben gedämpft gekoppelte Oberflächenteile eine schnelle Bewegungsfolge aus Haften, Verspannen, Trennen und Abgleiten aus. Dies führt je nach Tribosystem zur Anregung von Schwingungen, die von einer resonanzfähigen Oberfläche als Geräusch abgestrahlt werden. Der Effekt verschwindet zumeist, sobald die Reibpartner durch einen Zwischen- beziehungsweise Schmierstoff getrennt werden.

Auswirkungen


Der Stick-Slip-Effekt ist häufig unerwünscht. Störgeräusche wie das Quietschen von Eisen- oder Straßenbahn bei Kurvenfahrt oder Bremsmanövern, ratternde Scheibenwischer auf Autoscheiben oder das „Knarzen“ von Lederschuhen sind allgemein bekannte Folgen dieses Effektes. Ist eine Abhilfe durch Schmierung nicht möglich oder sinnvoll, so kann dennoch durch eine schwingungsdämpfende Konstruktion oder die Wahl der Werkstoffe Einfluss genommen werden.

Allerdings kann der Stick-Slip-Effekt auch erwünscht sein. Streichinstrumente wie z. B. die Geige entfalten damit ihren Klang.

Siehe auch: Reibung

Tribologie

Stick-slip effect

 

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