Steven_Spielberg_1999_2.jpgSteven Allan Spielberg (* 18. Dezember 1946 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor und einer der erfolgreichsten Filmkünstler unserer Zeit. Laut dem US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes gehört Steven Spielberg zu den reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von etwa 2,7 Milliarden Dollar (2005).
Seine erste Frau war Amy Irving, eine Schauspielerin, mit der er ein gemeinsames Kind namens Max hatte. Nach der Scheidung heiratet er 1990 die Schauspielerin Kate Capshaw, die er bei den Dreharbeiten zu Indiana Jones und der Tempel des Todes kennen gelernt hat. Das Paar hat drei eigene und zwei adoptierte Kinder: Sasha, Sawyer, Destry, Theo und Mikaela. Hinzu kommen Spielbergs Stieftochter Jessica Capshaw und seine Patentöchter Drew Barrymore und Gwyneth Paltrow.
Schon sein zweiter Kinofilm wird ein gigantischer Kassenhit: Der weiße Hai. Neben weiteren großen kommerziellen Erfolgen mit Unheimliche Begegnung der dritten Art, E.T. sowie den Indiana Jones- und Jurassic Park-Reihen kann er auch durch ernsthafte Filme wie Der Soldat James Ryan oder Schindlers Liste Kritiker und Publikum überzeugen. Für diese beiden Filme wird Spielberg als Regisseur mit dem Oscar ausgezeichnet. Sein größter Kassenschlager war Jurassic Park, der rund 920.000.000 Dollar eingespielt hat und über 5 Jahre lang als erfolgreichster Film der Welt galt.
In Schindlers Liste setzt sich Spielberg erstmals offen mit seiner jüdischen Identität und der Judenverfolgung in Europa auseinander: Seine Eltern, Arnold Spielberg und Leah Posner, sind Nachfahren jüdischer Flüchtlinge, die angesichts russischer Pogrome nach Amerika auswanderten – eine Geschichte, die Spielberg verschlüsselt in dem Zeichentrickfilm Feivel der Mauswanderer verarbeitet hat.
Seine erste eigene Filmproduktionsfirma, die er nach seinem Kurzfilm Amblin Entertainment nennt, entsteht 1982 noch auf dem Gelände der Universal Studios. 1994 gründet er mit seinen Freunden Jeffrey Katzenberg und David Geffen das unabhängige Filmstudio: DreamWorks, dass allerdings 2005 wegen finanzieller Probleme an Paramount Pictures verkauft wird.
Im Oktober 2005 wurde bekannt, dass er mit Electronic Arts einen Exklusivvertrag über die Entwicklung dreier Computerspiele geschlossen hat.
Spielbergs künstlerische Entwicklung ist beeinflusst vor allem von Filmemachern wie Walt Disney, Alfred Hitchcock, John Ford, Frank Capra, David Lean, Orson Welles, Akira Kurosawa, Stanley Kubrick und François Truffaut; zu vielen von ihnen hatte er persönlichen Kontakt. Aber auch seine Begeisterung für Zeichentrickfilme, Comics, Bilder von Norman Rockwell und besonders Fernsehen hat in seinen Arbeiten sichtbare Spuren hinterlassen.
Als Fan der Fernsehserie Twilight Zone produziert er eine Kinoversion. Als bekennender Trekkie teilt Spielberg die völkerverbindende Sicht der Fernsehserie Raumschiff Enterprise und spielt in seinen Filmen darauf an – zuletzt mit dem Vulkanier-Gruß zwischen einer Afroamerikanerin und einem Latino in The Terminal.
Zu typischen Markenzeichen von Spielberg-Filmen gehören: präzise Beobachtung von Alltagssituationen, Konfrontation amerikanischer Durchschnittstypen mit höchst außergewöhnlichen Ereignissen, eine einerseits kindlich naive, andererseits ernsthaft humanistische Botschaft der Versöhnung, eindrucksvolle Licht- und Spezialeffekte, ungewohnte Perspektiven und eine Inszenierung, die intensiv an die Gefühle der Zuschauer appelliert (Suspense, Lachen, Gruseln und Weinen).
Bis heute bleibt Spielberg seinem Prinzip treu, im Wechsel sowohl anspruchsvolle als auch hauptsächlich unterhaltende Filme zu drehen: Im Juni 2005 kam die Neuverfilmung von Krieg der Welten in die Kinos; seine letzte Arbeit ist ein Film über den umstrittenen Rachefeldzug der Mossad nach dem palästinensischen Anschlag auf die Olympischen Sommerspiele 1972, bei dem elf israelische Sportler getötet wurden. Der "München" betitelte Film startete Ende Januar 2006 in den deutschen Kinos.
Zu seinem beruflichen Freundeskreis zählen Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Barbra Streisand, Chris Columbus, Barry Levinson und Richard Attenborough sowie die Schauspieler Tom Hanks und Tom Cruise.
Seit vielen Jahren arbeitet er mit der Produzentin Kathleen Kennedy, dem Filmkomponisten John Williams und dem Cutter Michael Kahn zusammen. Seit Schindlers Liste ist Janusz Kaminski sein fester Kameramann.
1994 entsteht auf Spielbergs Initiative die Survivors of the Shoah Visual History Foundation – eine gemeinnützige Organisation, die Aussagen von Überlebenden der Shoah für Bildungszwecke archiviert. Dafür wird er am 10. September 1998 mit dem Großen Bundesverdienstorden mit Stern ausgezeichnet.
Spielberg fördert durch persönliches und finanzielles Engagement den Nachwuchs in Hollywood, zum Beispiel an den Universitäten, die ihn damals abgelehnt haben. Ein erneuter Generationswechsel kündigt sich an, und so sind es u.a. Spielberg-Filme, die nun Jungtalente der MTV-Generation dazu bringen, Regisseur werden zu wollen – darunter M Night Shyamalan.
Ein weiteres seiner vielen Stiftungsprojekte ist die Starbright Foundation, die schwer kranken Kindern hilft. Auch im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft macht Spielberg seinen inzwischen erheblichen gesellschaftspolitischen Einfluss geltend – durch aktive Unterstützung demokratischer Kandidaten wie John Kerry und zuvor Bill Clinton.
1968 begann alles mit dem Kurzfilm Amblin' (26 min.)
Steven Spielberg als Regisseur.
++ Anmerkung zu Duell: Ursprünglich für das US-Fernsehen gedreht, lief in Europa auch in einer erweiterten Kinofassung
Steven Spielberg als Regisseur.
Hier war Spielberg vor allem produktionstechnisch involviert. Bei vielen Filme war er allerdings auch an Drehbuch beziehungsweise Inszenierung maßgeblich beteiligt.
Mann | US-Amerikaner | Filmregisseur | Filmproduzent | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Englisch) | Drehbuchautor | Oscarpreisträger | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Geboren 1946
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