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Das Steuergitter (Gitter 1) ist bei Elektronenröhren die dritte Elektrode von Trioden, Tetroden und Pentoden, angeordnet zwischen Kathode und Anode. Es steuert den Elektronenstrom von der Kathode zur Anode. Je negativer die Gitterspannung gegenüber der Kathode ist, um so kleiner wird der Elektronenstrom in Richtung Anode. Voraussetzungen für einen Elektronenstrom von Kathode zu Anode sind:

  • die Kathode muss durch eine Glühwendel im Inneren beheizt sein,
  • ein Potenzialunterschied zwischen Anode und Kathode muss wirken (Anode positiver als Kathode)
  • im Inneren des Glaskolbens der Elektronenröhre muss ein Hochvakuum vorhanden sein.
Mit dem Steuergitter wurde es möglich, ein elektronisches Verstärkerbauelement zu entwickeln, dass kleine Signalwechselspannungen in große Signalwechselspannungen umwandelt, gewissermaßen verstärkt. Das Steuergitter war in seiner Ausführung eine Drahtspirale, die in geringem Abstand um die Kathode gewendelt wurde. Später gab es auch Entwicklungen zur Spanngitterröhre, in der die Abstände und verwendeten Drahtstärken des Steuergitters sehr viel kleiner waren und die Einflussnahme auf den zu steuernden Elektronenstrom sehr viel besser erfolgen konnte, beispielsweise bei der Elektronenröhre E88CC (Doppeltriodensystem). Spanngitterröhren hatten zudem den Vorteil sehr kleiner Innenkapazitäten zwischen den Elektroden, so dass wesentlich höhere Frequenzen verstärkt werden konnten.

Elektronenröhre

 

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