Beim Stelzer-Motor, benannt nach seinem Erfinder Frank Stelzer (* 4. Februar 1934 in Görlitz), handelt es sich um einen Zweitakt-Freikolbenmotor in zylindrisch-gestreckter, zweiseitig-symmetrischer Bauweise.
Im Stelzer-Motor wird nur der durchgehende Kolben hin und her bewegt. Seine unterschiedlichen Durchmesser steuern während der verschiedenen Arbeitstakte zugleich den Gaswechsel zwischen den einzelnen Räumen: im Gehäuse befinden sich eine zentrale Vorverdichtungskammer mit großem Durchmesser und mittiger Einlassöffnung, anschließend nach außen je eine engere Überströmöffnung und daran anschließend wieder weitere Brennräume mit Zündkerze und Auslassöffnung an der von der Mitte entferntesten Stelle. Zu jedem der drei Bereiche gehört ein passender Durchmesser des Kolbens.
Im Laufe der weiteren Kolbenbewegung wird der weiter außen liegende stöpselartige Bereich des Kolbens, der die Überströmoffnung verschließt, ausgerückt, das Gas gelangt in die Brennkammer und spült dort am äußeren Brennkammerende Reste von verbranntem Gas über den geöffneten Auslass aus.
Im Rückschwung verschließt der Kolben sowohl die Überströmöffnung als auch am anderen Ende der Brennkammer mit seinem Arbeitsteil die Auslassöffnung. Das Arbeitsteil rückt in der Brennkammer weiter zur Mitte und komprimiert hier das Gemisch bis zur Zündung und Bewegungsumkehr. Jetzt leistet während der erneuten Auswärts-Bewegung der Kolben Arbeit. Im innenliegenden Bereich findet bereits die nächste Vorkomprimierung statt. Kurz vor dem äußeren Totpunkt öffnet zuerst der Auslass, kurz darauf die Überströmöffnung.
Dieser Arbeitsablauf findet ständig abwechselnd auf beiden Seiten statt.
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"Stelzer-Motor".
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