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Steinmetze oder Steinbildhauer bearbeiten Naturstein und Kunststein mit Werkzeugen und Maschinen.
Überblick
Der
Beruf des Steinmetz ist einer der ältesten
Handwerkerberufe und reicht bis weit vor die
antiken
Hochkulturen zurück. Im Mittelalter waren Steinmetze häufig in einer
Bauhütte organisiert. Von ihnen kennt man
Steinmetzzeichen, persönliche Zeichen, die die von ihnen bearbeiteten Werksteine markierten. Seit dem
Mittelalter bis ins
20. Jahrhundert war es bei den Steinmetzen üblich, dass ein
Geselle nach der Lehrzeit auf die
Walz ging.
Die Steinmetze sind im heutigen Bauhandwerk eine der wenigen Berufsgruppen, die noch viel Wert auf ihre Traditionen legen. Sieht man auf der Straße einen mit grauer Hose und Weste und meist schwarzem Jackett bekleideten jungen Mann unterwegs mit Schlapphut, Stenz und Bündel, ist das einer der Wanderburschen, von denen nur noch einige Hundert pro Jahr in Europa und Übersee unterwegs sind (nicht zu verwechseln mit den Zimmerleuten auf der "Walz" - eine ähnliche Tradition von Handwerkerburschen).
Heute ist es (in Deutschland) ein handwerklicher Ausbildungsberuf mit dreijähriger Ausbildung, die mit dem Anfertigen eines Gesellenstückes sowie einer theoretischen und praktischen Prüfung endet.
Während der Steinmetz mit der Fachrichtung (Bautechnik) eher Teile wie Fassadensteine, Treppen, Fensterbänke, Küchenarbeitsplatten, und natürlich auch Grabsteine anfertigt und auch verbaut und versetzt, ist der Steinmetz mit der Fachrichtung (Steinbildhauer) eher ein Kunsthandwerker, der Skulpturen aus Stein herstellt.
Handwerkszeug
Typische Werkzeuge des Steinmetzes und Steinbildhauers sind:
Steinmetzzeichen
Steinmetzzeichen ist meist ein geometrisches oder ornamentales, manchmal monogrammatisches Zeichen als persönliches
Signum eines Steinmetzen, um die Abrechnung von Steinmetzarbeiten zu erleichtern, oder auch als
Gütezeichen. Steinmetzzeichen kommen seit der
Antike vor, werden aber erst in
spätromanischer Zeit allgemein gebräuchlich. In der
Gotik führt jeder Steinmetz als Angehöriger einer
Bauhütte ein entsprechendes, persönliches Steinmetzzeichen. Vor allem bei
spätgotischen Bauten trägt jeder verbaute Stein ein Zeichen. Die leitenden
Meister brachten ihr Zeichen im Schild an, das so genannte Meisterzeichen.
Literatur
- Schneider Über die Steinmetze, 1872
- Max Hasak Haben Steinmetze unsere mittelalterlichen Dome gebaut ?, 1895
- L. Schwarz Die deutschen Bauhütten des Mittelalters und die Erklärung der Steinmetze, 1926
- E. Weiß Steinmetzart und Steinmetzgeist, 1927
- R. Wissel Des alten Handwerks Recht und Gewohnheit, 1929
- R. Thiele Steinmetzarbeiten in der Architektur, Fachbuchverlag 1957, ISBN B0000BOJWM
- Kurt Müller: ''Sie formten den Stein. Nürnberger Steinmetzen beim Wiederaufbau. Zum Gedenken an
- Jakob Schmidt. In: Nürnberger Altstadtberichte'', Hrsg.: Altstadtfreunde Nürnberg e.V., Heft 9 (1984)
- Günther Mehling, "Natursteinlexikon", Verlag Georg Callwey, München, 3. Auflage, 1986
Siehe auch:
Handwerksberuf | Kunsthandwerker
Stonemason | Tailleur de pierre | Metselaar