Als Steinkreis, Steinring, Steintanz, (engl. Stone Circle oder auch Cromlech britannisch crom = krumm und lech = Ort) werden runde oder ovale Arrangements aus zumeist stehenden Menhiren genannt. Steinkreise kommen auch als Einfassung von Grabhügeln, Dolmen oder anderen Strukturen vor, werden dann aber nicht als Steinkreis aufgefasst. Sie sind insbesondere auf den Britischen Inseln verbreitet. Allein 700 werden in Großbritannien registriert, wo sie sich in Cornwall, Nordirland und Schottland häufen.
Die Kreise in Ulster liegen auf dem Plateau südlich der Sperrin Mountains, sind im Durchmesser größer, die Steine selbst sind allerdings kleiner und nur selten höher als 1 m. Die Kreise kommen hier oftmals in Moorgebieten und als Gruppe vor und werden von Menhiren oder Alignements begleitet. Die Beaghmore-Kreise waren völlig vom Hochmoor überwachsen. Der größte Steinkreis (64 von 100 Steinen sind vorhanden) ist hier Beltany tops mit den Überresten eines Cairns im Zentrum. Im County Cork konzentriert ist eine Gruppe von eher unscheinbaren kleinen Steinkreisen (z. B. Carrigagulla, Cullomane, Glanbrack), die als „Five-stone-circle“ bekannt wurden. Sie werden aber auch im Co. Kerry (Cashelkeelty) und auf der britischen Hauptinsel (Druid´s Circle, Five Stanes, bei Jedburgh) angetroffen. Eine andere Gruppe wird als radial-stone cairns (Kealkill, Knocknakilla) bezeichnet, weil die Steine des Kreises mit ihrer Schmalseite zum Mittelpunkt zeigen.
Verbreitet ist eine Sonderform des Steinkreises am River Dee in Schottland, auf der irischen Insel, in Cornwall (z. B. Mên-an-Tol als möglicher Rest eines Steinkreises). Die Kreise am River Dee stellen eine eigene Gattung, die recumbent (liegenden) Steinkreise (Bild)) dar. Ihre Besonderheit ist, dass der Kreis aufrechter Steine an einer Stelle durch einen Altarstein unterbrochen wird, der waagerecht liegt und eng von zwei, oft hornartig zugespitzten Steinen flankiert wird. So entsteht der Eindruck eines Stierschädels. Der Kreis von Cullerlie birgt im Inneren radial sieben kleinere Steinkreise, in deren Zentrum ein achter, von einer doppelten Steinreihe umgebener Kreis, liegt.
In beschränkter Anzahl kommen Steinkreise in der Bretagne (Er Lanic), auf der Iberischen Halbinsel (Almendres, dos Mogos) und auf Malta (Brochtorff Circle) vor. Daneben finden sich jüngere Steinkreise in Skandinavien (genannt Domarringen/Richterringe). Einer der wenigen bedeutenden Steinkreise Deutschlands ist der Boitiner Steintanz in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Zweck ist weitgehend unbekannt. Es wird vermutet, dass sie als Tempel dienten, die auch astronomische Berechnungen ermöglicht haben könnten. Anderen wird nachgesagt, dass sie Versammlungsorte zu den Jahreszeitenfesten waren, sie sind jedoch voreisenzeitlich. Einige mit Peilsteinen versehene Steinkreise waren eventuell auf astronomische Ereignisse ausgerichtet. Die häufigste Ausrichtung erfolgte auf den Sonnenauf- oder -untergang zur Winter- und Sommersonnenwende sowie zu den Tagundnachtgleichen.
Kultbau | Archäologischer Fachbegriff | Megalith
Stone circle | Cromlech | Harrespil | Cromlech | Cromlech | Кромлех | Кромлех | Domarring
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