Steindorf am Ossiacher See ist eine Gemeinde im
Bezirk Feldkirchen in
Kärnten.
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde liegt am nordöstlichen Ufer des
Ossiacher Sees, etwa 8 Kilometer von
Feldkirchen entfernt.
Nachbargemeinden sind im Norden Arriach und Himmelberg, im Osten Feldkirchen, im Süden Ossiach und im Westen Treffen.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde ist in die
Katastralgemeinden Bodensdorf, Ossiachberg, Steindorf am Ossiacher See, Stiegl und Tiffen gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 21 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand Volkszählung 2001):
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| - Apetig (39)
- Bichl (20)
- Bodensdorf (1.021)
- Burg (24)
- Burgrad (8)
- Golk (16)
- Langacker (28)
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- Nadling (217)
- Ossiachberg (57)
- Pfaffendorf (54)
- Regin (23)
- Sankt Urban (35)
- Sonnberg (53)
- Steindorf am Ossiacher See (479)
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- Stiegl (338)
- Tiffen (199)
- Tratten (114)
- Tschöran (456)
- Tscherneitsch (10)
- Unterberg (327)
- Winkl Ossiachberg (65)
Geschichte
Der Bereich von Tiffen war schon um 500 v. Chr. von den
Kelten besiedelt. Aus der Römerzeit stammen zwei Jupiter-Votivaltäre, die heute in Schloss Lang in Feldkirchen eingemauert sind. Tiffen wurde zwischen 1050 und 1065 erstmals urkundlich erwähnt, die Ortschaft Steindorf 1263 als „Steyndorf“. Die Kirche in Steindorf wurde 1401 erbaut und später im gotischen Stil umgebaut.
Der Bau der Kronprinz Rudolf-Bahn (heute Ossiachersee-Traverse der Südbahn) 1865 bedeutete den Beginn des Fremdenverkehrs am Ossiacher See.
Bevölkerung
Laut Volkszählung 2001 hat die Gemeinde Steindorf 3.583 Einwohner. Davon bekennen sich 61,9 % zur
römisch-katholischen, 28,9 % zur
evangelischen und 0,8 % zur
orthodoxen Kirche, 0,5 % sind
islamischen Glaubens. 5,4 % sind konfessionslos.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- In Tiffen befindet sich hoch über der Bleistatt exponiert auf einer Geländeterasse über einem Felsabbruch eine romanische Wehrkirche, später gotisiert, mit einem Wandgemälde von Thomas von Villach. In der Nähe fanden 2002 Grabungen nach einer frühmittelalterlichen Wehranlage statt.
- In Tschöran nahe Bodensdorf befindet sich ein Toleranzbethaus von 1803, das Anfang 20. Jahrhunderts umgebaut und um den Kirchturm erweitert wurde.
- Das 700 ha große Bleistätter Moor (kurz: „Bleistatt“) war früher vom Ossiacher See bedeckt, der einst bis fast nach Feldkirchen reichte. Es ist heute ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Gemeinde hat durch ihre Lage längs des Ossiacher Sees und ihren Anteil am
Schigebiet Gerlitzen Sommer- und Wintertourismus, der den Hauptwirtschaftszweig bildet. Bei Bodensdorf gibt es einen kleinen
Klettergarten.
Längs des Sees führt ein Abstecher der
Südbahn zwischen
St. Veit und
Villach, der im Personenverkehr nur mit Regionalzügen versorgt wird, für den Güterverkehr jedoch eine wichtige Abkürzung ist.
Weblinks
Ort in Kärnten