Die Steinachtalbahn war eine 30 Kilometer lange eingleisige Nebenbahn im Landkreis Coburg, die von Ebersdorf über Weidhausen und Hof-Steinach nach Neustadt bei Coburg führte. Die Streckennummer war 5124.
Da die Strecke ab Leutendorf der Steinach folgte, hatte sie umgangssprachlich den Namen Steinachtalbahn. Ein weitere Bezeichnung war Karussellbahn, weil zusammen mit der Bahnstrecke von Neustadt über Coburg nach Ebersdorf eine Ringbahn vorhanden war, auf welcher auch durchgehende Zugverbindungen Coburg–Ebersdorf–Hof-Steinach–Neustadt–Coburg bestanden.
Die Bahnhöfe und Haltepunkte entlang der Strecke waren:
- bgcolor="#FFDEAD" | Bahnhöfe und Haltepunkte | Strecken- kilometer |
|---|---|---|
| Ebersdorf bei Coburg | | Bf 3.Klasse |
| Frohnlach | | Hp |
| Sonnefeld | | Bf 4.Klasse |
| Weidhausen b. Coburg | | Bf 4.Klasse |
| Mödlitz | | Bf 4.Klasse |
| Leutendorf bei Coburg | | Bf 4.Klasse |
| Hof-Steinach | | Bf 3.Klasse |
| Wörlsdorf-Hassenberg | | Bf 4.Klasse |
| Fürth am Berg | | Bf 4.Klasse |
| Heubisch-Mupperg | | Bf 4.Klasse |
| Neustadt-Süd | | Hp |
| Neustadt bei Coburg | | Bf 2.Klasse |
Der Streckenabschnitt von Kilometer 23,5 bis 27,3 mit dem Bahnhof Heubisch-Mupperg lag auf thüringischem Gebiet. Im Sommer 1945 wurde durch die Grenzziehung der Zugverkehr dort unterbrochen und das Teilstück schon 1954 zurückgebaut. Zwischen Neustadt-Süd und der innerdeutschen Grenze erfolgte der Gleisabbau 1976. Auf dem 23 Kilometer langen Streckenteil zwischen Ebersdorf und Fürth am Berg wurde bis Sommer 1975 der Reisezugbetrieb aufrechterhalten. Die Fahrzeit auf der Kursbuchstrecke 831 betrug ca. 40 Minuten, meist wurde die Baureihe 86 als Lokomotive eingesetzt, zum Schluss der Schienenbus. Der Güterverkehr wurde noch einige Jahre aufrechterhalten, ehe 1986 die Stilllegung des Abschnittes Wörlsdorf–Fürth erfolgte und drei Jahre später das gleiche für Hof-Steinach–Wörlsdorf galt. Von 1992 bis 1993 wurde der Teil zwischen Weidhausen und Hof-Steinach zurückgebaut. Der letzte Streckenabschnitt von Ebersdorf bis Weidhausen wurde schließlich im Jahr 2000 demontiert, nachdem sich eine geplante Reaktivierung nicht realisieren konnte. Heute kann man noch die meisten Bahnhöfe und einige Flutbrücken als Streckenreste sehen.
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