Frescoe Tzar Dusan.jpg | Dinar_Dusan_Novo_Brdo.jpgDinar_1346Dusan_Novo_Brdo.jpgStefan Uroš IV. Dušan „der Starke“ (auch Stephan Dušan oder Nemanjitsch IX. genannt), war Herrscher von Serbien und regierte von 1336 bis 1355.
Ihm folgte sein Sohn Stefan Uroš V., genannt „der Schwache“ auf den serbischen Thron.
Leben
Stephan Dušan stammte aus dem
Adelshaus der
Nemanjiden, welches
1192 zur Herrschaft kam. Von daher wurde er auch Nemanjitsch IX. genannt. Er regierte
1336 bis
1356 und war zu seiner Zeit der mächtigste Kaiser im südöstlichen
Europa. Er hatte sich ausgezeichnet als Feldherr, Regent und Gesetzgeber. Hauptstadt seines Reiches war
Prizren, ab 1345
Skoplje. Seine Epoche gilt nationalbewussten Serben heute als Goldenes Zeitalter Serbiens.
Territoriale Erweiterungen
Dušan setzte den Prätendenten
Johannes Kantakuzenos 1341 wieder auf den Thron von
Konstantinopel und ließ sich für diesen Dienst von ihm wichtige Städte und Gebiete abtreten. Er bemächtigte sich, nachdem er mit Kantakuzenos in Streit geraten war, Makedoniens und schlug die gegen ihn vom byzantinischen Kaiser zu Hilfe gerufenen osmanischen Türken sowie die unter
König Ludwig sich gegen ihn erhebenden
Ungarn zurück, eroberte
Belgrad, entriss
Bosnien einem widerspenstigen
Ban und stellte das Land unter eigene Verwaltung.
1347 von der Republik Ragusa als Schutzherr anerkannt, unterwarf er einen großen Teil
Albaniens seiner Herrschaft. Auch Bulgarien macht er von sich abhängig und nahm den Titel eines Zaren und „Kaisers der Romäer“ an.
Gründung einer serbischen Nationalkirche
Um fremden geistlichen Einfluss abzuwehren, veranlasste er den
Klerus seines Landes, auf einer Synode zu Pherä sich einen eigenen Patriarchen zu wählen. Im Jahr 1346 wurde damit die serbische Kirche innerhalb der Ostkirche von Konstantinopel und Byzanz unabhängig, Patriarchensitz wurde
Peć.
Wirtschaftlicher Fortschritt
Stefan Uroš IV. Dušan förderte erfolgreich Acker- und Bergbau, Gewerbe und Handel. In seine Epoche fallen weitgespannte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, von der Donauregion über den Adriaraum bis hin nach Venedig. Die Wirtschaft förderte er durch den Import von ausländischen Spezialisten für Berg- und Festungsbau, wie sächsische Bergarbeiter, Kroaten aus Dubrovnik (so genannten Ragusanern), Venetianer, Griechen oder Albaner.
Gesetzbuch und Literatur
Im Jahre
1349 veröffentliche Kaiser Dušan das erste umfassende serbische Gesetzbuch mit 135
Paragraphen.
1354 wurde dieses nochmals von ihm überarbeitet und es wurden 136 Paragraphen hinzugefügt. Der Kodex gilt als eine Art Verfassung des serbischen mittelalterlichen Staates. Die Rolle der serbischen Könige als Verteidiger der serbischen Nationalkirche und des
Christentums wird darin festgelegt, sie sind verpflichtet,
Häresie zu bekämpfen.
In diese Epoche fallen auch - als Ergänzung zur kirchlichen Literatur anschließend - die Anfänge einer weltlichen, vom Volkslied ausgehenden serbischen Literatur.
Siehe auch
Geschichte Serbiens,
Großserbisches Reich
Literatur
- Slavomir Nastasijevič: Stefan Dušan. Beograd 1987. ISBN 86-331-0230-7
Weblinks
Zar | König (Serbien) | Mann | Geboren 1308 | Gestorben 1355
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