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Stefan Edberg (* 19. Januar 1966 in Västervik (Schweden)) ist ein ehemaliger schwedischer Tennisspieler. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Karriere


Edberg begann im Alter von sieben Jahren mit dem Tennissport. Mit 14 Jahren wurde er Junioren-Europameister, mit 16 verließ er die Schule, um Tennisprofi zu werden.

1983 schaffte Edberg als Junior den Grand Slam. Bis heute ist er der einzige, dem dies gelungen ist. Dabei kam es in diesem Jahr beim Juniorenturnier der US Open zu einem tragischen Unfall. Ein harter Aufschlag Edbergs traf einen Linienrichter so unglücklich in den Unterleib, dass dieser vom Stuhl stürzte, sich auf dem Hartplatz einen Schädelbruch zuzog und an den Folgen starb. 1984 gewann Edberg den Demonstrationswettbewerb bei den Olympischen Spielen in Los Angeles.

1985 errang er bei den Profis seinen ersten großen Titel, als er bei den Australian Open siegte. In den folgenden Jahren setzte er sich in der Weltspitze fest. Herausragend sind seine Ergebnisse in Wimbledon, wo er drei Mal in Folge das Finale erreichte, jeweils gegen Boris Becker. Die Duelle 1988 und 1990 konnte Edberg für sich entscheiden, 1989 unterlag er dem Deutschen. 1991 unterlag Edberg im Halbfinale dem Deutschen Michael Stich mit 6:4 6:7 6:7 6:7, wobei er kein einziges Mal seinen Aufschlag abgab. Kurz nach dem Wimbledon-Sieg 1990 wurde Edberg erstmals die Nummer 1 der Weltrangliste, die er auch 1991 anführte. 72 Wochen lang stand er insgesamt an der Spitze. Zudem ist er neben John McEnroe der einzige Spieler, der sowohl im Einzel als auch im Doppel die Nummer 1 werden konnte.

Als Spieler wurde Edberg vor allem durch sein spektakuläres und elegantes Serve-and-Volley-Spiel bekannt. Oft rückte er sogar unmittelbar nach dem 2. Aufschlag ans Netz vor, um dort den Punkt abzuschließen. Lange galt Edberg als der Spieler mit dem besten Volley der Welt.

Edberg war auch für sein äußerst faires Auftreten auf dem Platz bekannt. Nicht weniger als fünf Mal (1988 - 1990, 1992, 1995) wurde er mit der ATP Sportmanship Trophy ausgezeichnet, welche später seinen Namen erhielt.

Nach der Saison 1996 beendete Edberg seine Karriere. Seine Preisgelder beliefen sich auf über 20 Mio. US-Dollar. Aufgrund seiner Verdienste für den Sport wurde er im Jahre 2004 in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen.

Im Jahre 2000 zog Edberg von London zurück nach Växjö in Schweden. Heute arbeitet Edberg in seiner Heimat in der Forstwirtschaft. Außerdem führt er eine Kapitalanlagegesellschaft, deren Angebote speziell an Sportler gerichtet sind, die Gelder für die Zeit nach ihrer Karriere anlegen möchten. Vor einiger Zeit gründete er die Stefan-Edberg-Stiftung. Sie vergibt Stipendien an schwedische Nachwuchsspieler.

Größte sportliche Erfolge


Einzel

(insgesamt 41 Turniersiege)
Grand Slam - Siege

ATP-Turniere

  • Mailand, Italien: 1984
  • Memphis, USA: 1985
  • San Francisco, USA: 1985
  • Basel, Schweiz: 1985
  • Gstaad, Schweiz: 1986
  • Basel, Schweiz: 1986
  • Stockholm, Schweden: 1986
  • Memphis, USA: 1987
  • Rotterdam, Niederlande: 1987
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1987
  • Cincinnati, USA: 1987
  • Tokio (Indoor), Japan: 1987
  • Stockholm, Schweden: 1987
  • Rotterdam, Niederlande: 1988
  • Basel, Schweiz: 1988
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1989
  • Indian Wells, USA: 1990
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1990
  • Los Angeles, USA: 1990
  • Cincinnati, USA: 1990
  • Long Island, USA: 1990
  • Paris-Bercy, Frankreich: 1990
  • Stuttgart (Indoor), Deutschland: 1991
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1991
  • Queens, England: 1991
  • Tokio (Indoor), Japan: 1991
  • Sydney, Australien: 1991
  • Hamburg, Deutschland: 1992
  • New Haven, USA: 1992
  • Madrid, Spanien: 1993
  • Doha, Quatar: 1994
  • Stuttgart (Indoor), Deutschland: 1994
  • Washington, USA: 1994
  • Doha, Quatar: 1996

Doppel

(insgesamt 18 Turniersiege)

Mannschaft

(insgesamt 7 Siege)

Weblinks


Mann | Schwede | Tennisspieler (Schweden) | Geboren 1966

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