Stau.jpg Ein Stau (v. niederdt.: stouwen = stehen machen, stellen) bezeichnet die Störung eines Fließens durch die Engstelle eines Transportweges, oder durch das Verbleiben von Etwas in einem Kanal. Der weitere Transport durch den Kanal wird erheblich behindert oder gänzlich verhindert.
Dabei sind die Eigenschaften des Weges bzw. Kanals wie Kapazität und Ausweichmöglichkeiten einerseits und die Eigenschaften des Transportgutes andererseits von großer Bedeutung.
Der Transport ist normalerweise gekennzeichnet durch eine fortgesetzte Belegung und gleichzeitige Freigabe von (Kanal-)Ressourcen. Dieser Vorgang ist bei einem Stau gestört. Folge ist eine fortgesetzte weitere Belegung, aber ohne entsprechende Freigabe. Der Stau ist daher auch ein selbstverstärkender Vorgang, der durch plötzliches Entstehen z.B. auf Autobahnen seine Gefährlichkeit ausmacht.
Staueffekte kommen in verschiedensten Bereichen vor.
Im physikalischen Sinn entsteht Stau oft durch eine verhinderte Wirkung der Bernoulli-Gleichung: ein günstiger Strömungsverlauf an Engstellen ist nur möglich, wenn dort die Strömungsgeschwindigkeit steigt. Im Gegensatz zu diesem beschleunigenden "Düsen-Effekt" führt ein Flaschenhals im Verkehr zu mehr Vorsicht und daher zu Verlangsamung, was den Durchsatz erst recht verringert.
Dabei unterscheidet man
Eine Zentrum der Stauforschung ist die Arbeitsgruppe "Physik von Transport und Verkehr" an der Universität Duisburg-Essen. Die Ergebnisse dieser Forschungsgruppe bilden die Grundlage für ein Verkehrsprognosesystem (OLSIM), das für NRW die aktuelle Verkehrslage anzeigt und Prognosen für die Verkehrslage in einer halben sowie einer ganzen Stunde aus Simulation und historischen Daten errechnet.
Congestion | Ruuhkautuminen | 輻輳 | Congestie | Kongestia