Statoil-Estonia.jpg]] Statoil ASA ist eine norwegische, im Erdölgeschäft tätige Firma mit Sitz in Stavanger. Der börsennotierte ehemalige Staatsbetrieb (noch immer befindet sich die Mehrheit der Anteile in staatlicher Hand) beschäftigt rund 20.000 Angestellte (ca. 60 Prozent davon in Norwegen) in 28 Ländern und ist damit Norwegens größte Firma. Derzeitiger Konzernchef ist Helge Lund.
Schon bald begannen die Vorbereitungen zur Ölgewinnung, und bereits 1974 wurde das Statfjord-feld auf dem norwegischen Kontinentalschelf entdeckt. 1979 konnte die Förderung aufgenommen werden - zunächst wurde das Rohöl noch per Schiff von der Bohrinsel aus an Land befördert.
1981 übernahm Statoil als erstes norwegisches Unternehmen die alleinige Betriebsverantwortung für ein neues Feld: Gullfaks im Süden des Kontinentalschelfs.
Ein weiterer Schritt der Diversifizierung folgte 1985, als die Norweger das skandinavische Tankstellennetz des Konkurrenten Esso übernahmen. Heute ist die Tankstellensparte Statoil Detaljhandel Marktführer in mehreren nordeuropäischen Ländern.
Seit 1988 fördert der Konzern auch Erdgas (das erste erschlossene Erdgasfeld war Tommeliten), im selben Jahr wurde mit Mongstad (nahe Bergen) das zweitgrößte Erdöl-Verladeterminal Europas eröffnet. Gleichzeitig begann auch die Expansion der Gewinnungsaktivitäten (man vermutet, dass das Norwegische Kontinentalschelf seinen Förderzenit bereits überschritten hat und dort kaum mehr große neue Ölfelder zu finden sind) ins Ausland: Zuletzt wurden 2005 Dependancen in China und Angola eröffnet. Die Deutschland-Zentrale von Statoil befindet sich in Emden an der Knock, wo auch eine Anlande- und Reinigungsstation für Nordseegas betrieben wird.
Im Jahr 2001 erfolgte die Teilprivatisierung: 18 Prozent der Anteile wurden an der Börse in Oslo verkauft, inzwischen ist Statoil auch an der New York Stock Exchange gelistet.
Am 23. August 1991 sank im Förderfeld Sleipner A ein neues Bohrgestell wegen eines Konstruktionsfehlers auf Grund. Die Förderung konnte erst 1993 aufgenommen werden und die ökologischen Folgen dieses Unfalls sind bis heute nicht genau abzusehen.
Über die Jahre hinweg war Statoil immer wieder in Strafverfahren verwickelt, da Arbeitsunfälle auf Bohrplattformen des öfteren Menschenleben gekostet haben oder Öl in die Nordsee gelaufen war. Mehrfach wurde der Konzern dabei zu Millionenbußen verurteilt. 2002 wurde der bis dahin größte Korruptionsskandal der norwegischen Wirtschaftsgeschichte um Statoil aufgedeckt, bei dem es um verdeckte Zahlungen im Iran ging, und seit Februar 2005 steht das Unternehmen unter besonderer Beobachtung der amerikanischen Börsenaufsicht SEC.
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