Die Starterbatterie liefert den elektrischen Strom für den Anlasser eines Verbrennungsmotors, beispielsweise eines Kraftfahrzeugs oder Stromerzeugungsaggregats. Eine Batterie, die als Energiequelle für den Antrieb eines Elektrofahrzeugs dient, wird dagegen als Traktionsbatterie bezeichnet.
Starterbatterien lassen sich - je nach Art des Elektrolyten - in Flüssig-, Vlies- und Gelbatterien unterteilen.
Auch in der Ausführung der in ihnen enthaltenen Bleiplatten (Elektroden) gibt es Unterschiede. Üblich sind hier: Blei-Antimon, Blei-Kalzium/Silber oder sogar Reinblei.
Daneben versorgt der Starterakku bei nicht laufender Lichtmaschine die elektrischen Verbraucher im Fahrzeug mit Strom - eine Aufgabe, die bei einer wachsenden Zahl von Komfortfunktionen im Auto immer bedeutender wird.
Allgemein gilt: t = Q / I
mit:
Praktisch ist die nutzbare Kapazität von einigen Einflußgrößen abhängig:
Die benötigte Kapazität richtet sich sowohl nach dem Hubraum, als auch der Art des Motors. Dieselmotoren benötigen generell einen höheren Strom für ihren Anlasser als vergleichbar große Benzin- oder Gasmotoren.
Die Spannung des Spannungsreglers sollte vor allem für wartungsfreie Autobatterien idealerweise bei 14,2 Volt liegen. Liegt die Reglerspannung höher, verliert die 100% wartungsfreie Batterie schnell zu viel Wasser, was sich negativ auf ihre Lebensdauer auswirkt, liegt sie darunter wird sie eventuell nicht richtig voll, was ebenfalls ihre Lebensdauer verkürzt. Da sie dann zu viel ihrer Kapazität aufwenden muss und zusätzlich noch eine erhöhte Gefahr von für die Batterie schädlicher Sulfatierung besteht. Bei einer nicht wartungsfreien Batterie kann die Reglerspannung auch höher liegen, sollte aber auch hier keine 14,8 Volt erreichen.
Starterbatterien sollten auch nicht über längere Zeit (mehrere Wochen) ohne sie zu laden stehen gelassen werden. Müssen sie doch einmal über längere Zeit stehen, mindestens die Batterie davor vollladen. Starterbatterien haben üblicherweise eine hohe Selbstendladung, zudem besteht beim Stehenlassen der Batterie - ohne sie zu laden - eine erhöhte Gefahr von schädlicher Sulfatierung. Zu langes Stehenlassen schadet daher der Batterie. Die Spannung der Batterie sollte auf keinen Fall unter 11,8 Volt abfallen, sonst droht die Gefahr einer Tiefenentladung, die der Batterie ebenfalls sehr schadet und worauf sie in Zukunft auch nicht mehr ihre volle Nennkapazität zur Verfügung stellen kann.
Die Ladespannung sollte bei etwa 15 - 25°C im Bereich von 13,8 bis 14,4 Volt liegen. Der Ladestrom sollte idealerweise ein Zehntel der Batteriekapazität betragen und besser ein Drittel der Kapazität auch nicht übersteigen.
Die Gasungsspannung liegt bei etwa 14,4 Volt und sollte beim Laden vor allem bei 100% wartungsfreien Starterbatterien nicht überschritten werden.
Die Klemmspannung kurz nach dem Beenden der Ladung einer so eben vollgeladenen Starterbatterie, wird von der Ladespannung zuerst schnell auf etwa 13,2 Volt und von da ab langsamer bis auf etwa 12,7 Volt abfallen.
Die ungefähre Kapazität kann an einer Starterbatterie auch an der noch verfügbaren Klemmspannung in etwa abgeschätzt werden. Die Spannung wird dazu direkt an der über mehrere Stunden unbelasteten Batterie gemessen.
| Klemmspannung | || Ungefähre Kapazität|
|---|---|
| 12,65 V | 100 % |
| 12,45 V | 75 % |
| 12,24 V | 50 % |
| 12,06 V | 25 % |
| 11,89 V | 0 % |
Das Verfahren gibt nur dann eine halbwegs verwertbare Kapazitätsangabe, wenn die Batterie nicht hochohmig geworden ist. Oder durch etwa Zellenschluss, die Ruhespannung generell unter der Nennspannung liegt. Eine hochohmige Batterie erkennt man daran, dass sie beim Laden sehr schnell "voll" ist (also keinen Strom mehr annimmt), die Spannung aber sofort - auch bei Entnahme kleiner Ströme - wieder zusammenbricht. Ist die Starterbatterie dagegen noch in Ordnung, sollte sie auch problemlos und ohne dass dabei die Spannung zu stark einbricht, für ein paar Sekunden das in etwa 3 fache ihrer Nennkapazität an Strom liefern können.
Bei nicht wartungsfreien Ausführungen (solchen mit Schraubstopfen) kann auch ein Säureheber mit Aräometer zur Kapazitätsprüfung verwendet werden.
| Säuredichte | || Ungefähre Kapazität|
|---|---|
| 1,28 kg/dm³ | 100 % |
| 1,25 kg/dm³ | 50 % |
| 1,18 kg/dm³ | 0 % |
Sicherheitshinweise:
Beim Abklemmen der Batterie zuerst den Minuspol, und dann den Pluspol. Beim Anklemmen in umgekehrter Reihenfolge.
Beim Laden mit Batterieladegerät, Verschlussstopfen entfernen, Achtung: Funkenbildung vermeiden (nicht Rauchen) Explosiongefahr, da Knallgas entsteht.
Kinder von Batterien fernhalten
Batteriesäure ist stark ätzend, deshalb Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen. Nicht kippen, da durch die Entgasungsöffnungen Säure austreten kann
Säurespritzer im Auge sofort mit kaltem Wasser gut ausspülen, danach sofort Augenarzt aufsuchen
Ein weiterer Ansatz dem gestiegenen Energiehunger moderner Wagen Herr zu werden, besteht darin zwei Batterien zu verwenden. Eine dient dabei als normalerweise reine Starterbatterie, die andere als Versorgungsbatterie. Bei erhöhtem Energiebedarf können aber auch einfach beide zusammengeschaltet werden.
In der PKW-Oberklasse gibt es seit einiger Zeit die Notwendigkeit, den Zustand der Batterie über ein Batterie-Energiemanagementsystem zu steuern und zu überwachen. Normale, für den Fahrbetrieb (nicht den Komfortbetrieb!) notwendige Systeme wie ABS, Einspritzanlage etc. sind auf eine gute Spannungsversorgung angewiesen. Der Trend zur Überladung der Fahrzeuge mit immer neuen und erweiterten Komfortfunktionen (Beispielhaft zu nennen: Sitzverstellung, Standklima, Scheinwerferheizung, Multimedia-Systeme, Massagesitze etc.p.p.) hat den Energieverbrauch kontinuierlich steigen lassen. Sicherheitrelevante Systeme müssen zwingend ausreichende elektrische Energie bekommen, so dass der Ladezustand der Batterie permanent überwacht wird. Im Falle von Energiemangel schaltet das System eigenständig "unwichtige" Verbraucher ab, um die "lebenswichtigen" Geräte noch sicher beliefern zu können. Derartige Systeme ermöglichen u.a. auch die Überwachung von Ruheströmen, und damit die Detektion von fehlerhaften Steuergeräten bzw. Kabelschäden und Kurzschlüssen. Zur Erfassung der Ströme wird ein Stromsensor in das zentrale Batteriekabel montiert. Zwingend notwendig werden solche Batterieüberwachungssysteme waren u.a. durch die elektrohydraulische Bremse und -Lenkung bzw. allgemeiner alle Drive-by-Wire-Systeme, auch wenn diese nicht sicherheitskritisch sein sollten.
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