| Bild | - bgcolor="#FFFFFF" | Karte starnberger see.png | - bgcolor="#FFFFFF" | Starnberger See mit Roseninsel |
|---|---|
| Daten | |
| Name: | Starnberger See |
| Lage: | bayer. Alpenvorland |
| maximale Länge: | 20.2 km |
| maximale Breite: | 4,66 km |
| maximale Tiefe: | 127,7 m |
| Fläche: | 56,36 km² |
| Volumen: | 2.998.000.000 m³ |
| Einzugsgebiet: | 314 km² |
| Zuflüsse: | Ostersee-Ach, Bäche, unterirdische Zuflüsse |
| Abflüsse: | 1 (Würm) |
| Höhe über NN: | 596 m |
| Größere Orte am Ufer: | Starnberg, Ammerland, Seeshaupt, Tutzing, Possenhofen |
| Besonderheiten: | wasserreichster und einer der tiefsten Seen Deutschlands |
Das gemeindefreie Gebiet des Starnberger Sees liegt südwestlich von München im Freistaat Bayern und ist auf Grund seiner sehr großen Durchschnittstiefe der wasserreichste See Deutschlands, wenn man vom Bodensee (der ein Drei-Länder-See ist) einmal absieht. Vor dem westlichen Ufer, südlich von Possenhofen liegt eine kleine Insel, die Roseninsel.
Ursprünglich hieß der See Würmsee nach dem Fluss Würm, der bei Starnberg den einzigen Abfluss des Sees bildet. Seit 1962 heißt er offiziell Starnberger See.
Bekannt geworden ist der See auch durch den tragischen Tod König Ludwigs II. 1886 in Berg. Daran erinnern noch heute die Votivkapelle und ein Holzkreuz im See.
Die größten Wassermengen erhält der Starnberger See über die Ostersee-Ach im Süden, in die 500 m vor der Mündung noch der Bodenbach fließt. 500 m weiter östlich mündet der Singerbach. Im Norden münden der Georgenbach (Maisinger Bach, 450 westlich des Würm-Abflusses) und der Lüßbach (170 östlich des Würm-Abflusses) ein. Am Westufer ist der Rötlbach (südlich von Tutzing, in den Karpfenwinkel mündend) der bedeutendste Zufluss. Weitere Zuflüsse im Westen sind Starzenbach (bei Pöcking), Martelsgraben (Kalkgraben) in Tutzing, und Seeseitenbach (1500 m nördlich von Seeshaupt). Im Osten münden Grenzgraben (bei Ambach), sowie Eichgraben und Straßgraben weiter südlich. Weiter unbedeutende Zuflüsse sind meist unbenannt.
Wegen der unbedeutenden Zuflüsse dauert es rund 21 Jahre, bis der See sein Wasser einmal komplett austauscht, auch zeigt er mit seinem kleinen Einzugsgebiet von rund 315 km² nur geringfügige Seespiegelschwankungen. Während die starken alpinen Zuflüsse zum Beispiel am benachbarten Ammersee oder am Chiemsee den Wasserspiegel um bis zu drei Meter schwanken lassen, liegt die Schwankung am Starnberger See mit maximal 1,3 Metern deutlich niedriger. Der höchste bisher gemessene Seespiegel trat im Juni 1965 auf. An Pfingsten 1999 ließ ein mehrtägiger Dauerregen mit einem Tagesniederschlag, wie er statistisch seltener als ein Mal in hundert Jahren erscheint, den Pegel in nur 36 Stunden um 40 Zentimeter steigen, dabei wurden rund 14 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert. Der See ist als „ungeregelter Speicher“ in der Lage, große Wassermassen zurückzuhalten und bewahrt so die Würmtalgemeinden vor extremem Hochwasser. Der langsame Wasseraustausch des derzeit mesotrophen Sees macht ihn andererseits besonders anfällig für Belastungen. Seit den 1960er Jahren werden die Abwässer der Anliegergemeinden über Ringkanäle vom See fern gehalten, so dass sich die Nährstoffbelastung und die Wasserqualität im Langzeittrend deutlich verbessert hat. Heute ist der See einer der fünf saubersten größeren Seen in Bayern, er weist eine hohe Transparenz und geringe Algenentwicklung auf.
Während die früheren Siedler nach Bedarf frei fischen konnten, ließen die bajuwarischen Adelshäuser ab etwa 1.000 n. Chr. die Fischerei durch Leibeigene gegen Abgaben betreiben. Später traten die bayrischen Herzöge die Fischrechte an Landherren oder Klöster ab. Die Fische der bayrischen Seen waren in den besseren Häusern neben Wild die bevorzugte Speise. Am wenigsten hatten die Fischer selbst von diesem System, in dem sie ihre harte und manchmal gefährliche Arbeit nicht immer gut ernährte.
Gängig war die Unterteilung der Fische in „edle“, „geringere“ und „letztes Fischwerk“. Renke, Seeforelle und Seesaibling galten als edlere Arten, Brachse, Hecht, Karpfen, Rutte und Waller als geringere. Renken und Hechte wurden lange Zeit als „Brotfische“ des Sees geschätzt, wegen ihres häufigen Vorkommens waren sie ein verbreitetes Hauptnahrungsmittel. Der Bestand an Hechten wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch eine Hechtpest derart dezimiert, dass er sich bis heute nicht regenerieren konnte. Saiblinge waren als besondere Delikatesse derart begehrt, dass Fangbücher eingeführt wurden.
See in Bayern | Tauchgebiet | Starnberg
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