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Starnberg
 

Wappen (extern)
Wappen Karte
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Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Starnberg
Geografische Lage:
Höhe: 589 m ü. NN
Fläche: 61,77 km²
Einwohner: 23.115 (30. Sept. 2005)''
Bevölkerungsdichte: 349 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 82319
Vorwahl: 08151
Kfz-Kennzeichen: STA
Gemeindeschlüssel: 09 1 88 139
Adresse der
Verwaltung:
Stadt Starnberg
Vogelanger 2
82319 Starnberg
Website: www.starnberg.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@starnberg.de
Politik
Bürgermeister: Ferdinand Pfaffinger
(Bürgerliste e.V.)
Starnberg ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Oberbayern. Starnberg liegt rund 25 km südwestlich von München am Nordende des Starnberger Sees und ist ein bekannter Ausflugs- und Erholungsort.

Geschichte


1226 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Das Schloß Starnberg wurde als Besitz der Grafen von Andechs-Meran erstmals 1244 als "Starnberch Castrum" erwähnt. Der Name, den heute noch Stadt und Schloss tragen, soll von dem 1208 namentlich erwähnten Ritter Wernher Miles de Starnberk stammen, dessen Geschlecht als Ministeriale der Andechser Grafen auf der Burg saßen. Bevor Starnberg seinen heute üblichen Namen erhielt, hieß es Aheim am Würmsee. Seit 1246 war die Burg in Starnberg in Wittelsbacher Besitz. 1912 erfolgte die Stadterhebung. Starnberg entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum wichtigsten Ort am Starnberger See, der ursprünglich als Würmsee bezeichnet wurde. Starnberg blieb aber bis ins 20. Jahrhundert ein Fischerdorf. Erst 1912 wurde es Stadt. Ihre Entwicklung wurde als Wohnvorort von München begünstigt.

Entwicklung

Einwohnerentwicklung
1871: 1.147
1900: 2.853
1910: 3.633
1919: 4.214
1929: 4.838
1939: 5.846
1946: 8.540
1950: 9.234
1960: 10.490
1970: 10.504
1978: 17.517
1983: 17.583
1990: 20.371
2000: 21.650
2002: 22.507
2003: 22.543
2004: 22.676
2005: 22.963 (Stand: 30. Juni 2005)

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Bevölkerung nach Familienstand (Stand: 30. Juni 2005), (Quelle: *)

  • verheiratet: 10.441
  • getrennt lebend: 422
  • ledig: 9.220
  • geschieden: 1.663
  • verwitwet: 1.593

Historisch ist die Einwohnerzahl auch durch Eingemeindungen stark gewachsen. 1978 bei der Gebietsreform erfolgte die Eingemeindung von sechs bisher selbständigen Gemeinden, nämlich von

Zuvor war schon Hanfeld zu Starnberg eingemeindet worden.

Stadtentwicklung

Die heutige "Flaniermeile" Starnbergs, die Maximiliansstraße und die exclusiven See-Arkaden sind aus dem "Hotel Walter am Bahnhof" hervorgegangen, welches bis 1915 viele Gäste beherbergte. Dieses später als Gresbek-Haus bekannte Gebäude wurde von Herrn Vinzenz Gresbek erworben und lange Zeit bewohnt. 1985 entschied man sich für den Abriss des historischen Hauses. Beinahe ein Jahrzehnt fand man dann direkt am Bahnhof Starnbergs eine umzäunten Wiese, eine nutzlose Baulücke direkt am Seezugang Starnbergs. Heute befinden sich an dieser Stelle die modernen und exklusiven See-Arkaden.

Ein Gang durch den Ortskern erinnert an die dörflichen Ursprünge Starnbergs. Lediglich der starke Verkehr - vor allem auf der Achse Weilheimer Straße-Hauptstraße-Münchener Straße (Bundesstraße 2), im Sommer auch am See entlang - stört das idyllische Ambiente. Nach langjährigen politischen Querelen plädiert zwar die Mehrheit der Stadträte für einen B2-Tunnel ("Amtstunnel") als Lösung der Starnberger Verkehrsproblematik - auch eine Umfahrung (Westtangente, "OPLA/von Redwitz-Umfahrung") ist im Gespräch. Eine endgültige Entscheidung liegt jedoch noch nicht vor.

Politik


Bürgermeister ist Ferdinand Pfaffinger (Bürgerliste e.V.). Er wurde am 1. Mai 2002 Nachfolger von Heribert Thallmair (CSU/UWG), der seit 1969 Bürgermeister war. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 17618 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 4781 T€.

Die Sitzverteilung nach der Stadtratswahl vom 3. März 2002: CSU 12, SPD 4, Grüne 2, UWG 5, Bürgerliste 5, FDP 2.

Städtepartnerschaft

Seit 1972 unterhält Starnberg eine aktive Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Dinard. Jährlich reist eine Delegation von Bürgern in die jeweils andere Stadt und es werden Schüleraustausche zwischen beiden Städten organisiert.

Wirtschaft und Infrastruktur


Kaufkraft

Die Stadt Starnberg und der zugehörige Landkreis Starnberg standen laut GFK Marktforschung seit vielen Jahren an der Spitze der Kaufkraftstatisitk (Quelle). Mit 26.312 Euro Pro-Kopf-Kaufkraft lag er 2004 53 Prozent über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Laut der neusten GFK-Kaufkraft-Studie 2006 wurde Starnberg mit einem verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen von 24.950 Euro erstmalig vom Hochtaunuskreis bei Frankfurt (25.100 Euro) überflügelt.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 82, im produzierenden Gewerbe 1450 und im Bereich Handel und Verkehr 2193 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 4271 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 6647. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 40 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 59 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1754 ha, davon waren 868 ha Ackerfläche und 882 ha Dauergrünfläche.

Verkehr

Starnberg liegt an der Bundesstraße 2 die zwischen München und Starnberg durch eine Autobahn ersetzt wurde (Übergang in die B2 am Ende der Starnberger Autobahn A952, die von der Autobahn A95 München-Garmisch-Partenkirchen abzweigt). Da der gesamte Autoverkehr an das Westufer des Sees und in den Landkreis Weilheim durch Starnberg läuft, ist das Verkehrsaufkommen durch die Stadt entsprechend hoch. Abhilfemaßnahmen (Straßentunnel, Umgehungsstraße) werden schon seit über einem Jahrzehnt diskutiert.

Starnberg hat auch zwei Stationen an der S-Bahn-Linie S6 des MVV, Starnberg (Bahnhof direkt am See) und Starnberg Nord. Die um 1900 erbaute Bahnstrecke verläuft direkt zwischen Stadt und See, wodurch die Stadt urban vom Wasser abgeschnitten wird. Zum Bauzeitpunkt war der sumpfige Uferbereich in Staatsbesitz und konnte deshalb nach Trockenlegung ohne teure Übernahme von bereits vergebenen Grundstücken bebaut werden. Die städtebaulichen Auswirkungen dieser Entscheidung wurden erst Jahrzehnte später deutlich.

Auch die Schifffahrtslinien auf dem Starnberger See haben in Starnberg einen Anlegesteg.

Bildung und Forschung

In Starnberg existieren folgende Einrichtungen:
  • Kindergärten
  • Volksschulen: 4
Hauptschulen: 1
  • Berufliche Schulen: 2 (Staatl. Berufliches Zentrum Starnberg, IB-Medizinische Akademie Starnberg)
  • Gymnasien: 1
  • Munich International School in Percha
  • Montessorischule (seit 1981)
  • Förderschulen: 2 (Franziskus-Schule für geistig Behinderte, Fünfseen-Schule f. individuelle Lernförderung)

Im benachbarten Pöcking findet sich der Ort Seewiesen. Dort befindet sich das heutige Max-Planck-Institut für Ornithologie, gegründet 1954 als Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie. 1961-1973 war Konrad Lorenz Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen.

Sehenswürdigkeiten


  • Schloss Starnberg (heute Finanzamt)
  • Rokokokirche St. Josef (Hochaltar von Ignaz Günther)
  • Heimatmuseum
  • Schlossgarten
  • Seepromenade
  • 48. Breitengrad, der durch die WIttelsbacherstraße geht, auf Höhe des Blumen Weigert (in einer gusseisernen Bodenplatte verewigt)
  • Maria Kempter Kindergarten, Kempterstrasse 1a, Söcking
  • Eingang zum BC-Schutzbunker: Eisenplatte auf Betonsockel direkt vor der Wohnung des Hausmeisters der Grundschule Söcking (Kemterstrasse 1)
  • Schloss Leutstetten mit Resten eines römischen Gutshofs (Villa rustica) und einem repräsentativen Wittelsbacher Schloss

Persönlichkeiten


Weblinks


Ort in Bayern | Starnberg

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