Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter ist der sechste und letzte Teil der Star Wars-Reihe von George Lucas aus dem Jahre 1983. Der deutsche Titel versteht das im Englischen stets ungebeugte Jedi als Plural, andere Übersetzungen, wie etwa ins Französische, haben sich für den Singular entschieden.
Handlung
Han Solo befindet sich in den Klauen des Gangsters
Jabba, der ihn in seiner Wüstenfestung auf Tatooine gefangen hält. Bei dem Versuch, ihn zu retten, wird
Prinzessin Leia gefasst und als Sklavin in Ketten gelegt. In einer gut geplanten Rettungsaktion gelingt es jedoch
Luke Skywalker, seine beiden Freunde zu befreien und Jabba zu töten. Luke macht sich sofort danach auf ins
Dagobah-System, um seine Ausbildung beim alten Jedi-Meister
Yoda zu beenden. Dieser aber erklärt Luke, dass er keiner weiteren Ausbildung bedürfe, um Vader gegenüberzutreten und diesen zu besiegen, was ihn bei Gelingen in den Rang eines Jedis erheben würde. Darauf stirbt Yoda friedlich an Altersschwäche. Kurz vor seinem Aufbruch erfährt Luke von Obi-Wans Machtgeist, dass Leia seine Zwillingsschwester ist.
Währenddessen sammelt sich die Rebellenflotte, um Vorbereitungen für die entscheidende Schlacht gegen die Streitkräfte des Imperiums zu treffen. Dieses steht kurz vor der Vollendung eines neuen Todessterns, dessen Bau der Imperator persönlich beaufsichtigt.
Eine kleine Kommandoeinheit der Rebellen unter der Leitung von Han, Luke und Leia begibt sich auf den Waldmond Endors, um den Energieschild, der den Todestern umgibt zu zerstören. Doch Luke hat andere Pläne: Er will sich seinem Vater Darth Vader erneut zu einem Zweikampf stellen und ihn von der dunklen Seite der Macht zurückholen. Zu diesem Zweck lässt er sich gefangen nehmen. Er wird von Darth Vader auf den Todesstern gebracht, wo ihn der Imperator bereits erwartet.
Währenddessen geraten Han und Leia bei dem Versuch den Schutzschild zu sprengen, in einen Hinterhalt und werden gefangen genommen. Als die Rebellenflotte eintrifft, ist der Schild des Todessterns immer noch aktiv und die Imperiale Armada verwickelt sie in eine aussichtslose Raumschlacht. Angesichts der Lage der Rebellen greift ein verzweifelter Luke den Imperator an, wird jedoch von Vader daran gehindert: Ein Zweikampf auf Leben und Tod beginnt. Auf dem Mond wendet sich unterdessen das Blatt. Die gefangenen Rebellen bekommen unerwartet Hilfe von den Ewoks, den Ureinwohnern des Mondes, mit denen die Rebellen sich kurz vor der Schlacht verbündeten, und können mit deren Hilfe die Imperialen Truppen schlagen und den Schildgenerator sprengen.
Der Angriff auf den Todesstern beginnt, während Luke noch immer gegen Darth Vader kämpft. Luke weiß, dass er der dunklen Seite der Macht verfallen würde, falls er seinem Hass nachgeben und Vader töten würde. Immer wieder versucht er sich zurück zu halten. Als Vader jedoch Leias wahre Herkunft erkennt und androht, sie bekehren zu wollen, gibt Luke seinem Hass nach und besiegt Vader. Als dieser wehrlos zu Lukes Füßen liegt, fordert der Imperator ihn auf, Vader zu töten. Luke, der in diesem Augenblick erkennt was er fast getan hätte, wirft sein Lichtschwert weg und weigert sich. Als ihn der Imperator daraufhin mit Machtblitzen töten will, ergreift Vader Partei für seinen Sohn: Er schleudert den Imperator in den Reaktorkern des Todessterns. Selbst durch die dunkle Macht des Imperators tödlich verletzt, stirbt Vader, nachdem sich Vater und Sohn versöhnt haben. Luke kann mit dem Leichnam Vaders vom Todesstern entkommen.
Der Angriff der Rebellen auf den Todesstern führt kurze Zeit später zum Erfolg, und die gewaltige Kriegsmaschine vergeht in einer gigantischen Explosion.
Bei der Siegesfeier auf dem Waldmond trifft Luke wieder mit seinen Freunden und den Machtgeistern Obi-Wans, Yodas und seines Vaters Anakin zusammen. Der Film endet mit einem Festrausch, in dem alle Wesen in der Galaxis ihre Befreiung von der Terrorherrschaft des Imperiums feiern.
Auszeichnungen
Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter war viermal für den
Oscar nominiert (u.a. für die beste Filmmusik und die besten Effekte).
Außerdem erhielt der Film einen BAFTA Award für die besten Effekte (Richard Edlund; Dennis Muren) und einen Hugo Award für die beste dramatische Präsentation.
Trivia
- Die Rückkehr der Jedi-Ritter sollte zuerst Revenge of the Jedi heißen. Paramount drehte zum selben Zeitpunkt Der Zorn des Khan der damals noch Revenge of Khan heissen sollte. Nach langen Verhandlungen entschieden sich Paramount für den Titel The Wrath of Khan. Kurz vor dem Erscheinen bekam der 6. Teil der Star Wars Saga einen neuen Titel: Return of the Jedi. George Lucas kommentierte diese Änderung mit der Aussage, dass Jedi keine Rache üben. Ungünstigerweise hatte ein lizenzierter T-Shirt-Hersteller zu diesem Zeitpunkt bereits Tausende Fan-Shirts mit dem falschen Namen gedruckt, welche inzwischen bei Fans im vierstelligen Euro-Bereich gehandelt werden.
- Der Codename für den Film war während der Dreharbeiten „Blue Harvest – Horror beyond Imagination“, um Ruhe vor den Fans zu haben.
- Das Lichtschwert Luke Skywalkers in Die Rückkehr der Jedi Ritter war zu Anfang noch nicht grün sondern blau. Das Lichtschwert ist auch auf den Postern zum Film blau, aber als der Film erschien, war die Farbe des Lasersstrahls grün. Das blaue Lichtschwert ist in einem alten Trailer und auch auf alten Verpackungen für Raumschiffmodelle zu sehen.
- Die Szene, in der der Imperator von Darth Vader über das Geländer in den Todessternreaktor geworfen wird, sollte zuerst von einem Stuntman gespielt werden. Aber die Szene funktionierte auch nach mehreren Versuchen noch nicht. Man versuchte es mit Drahtseilen und anderen Tricks. Ernüchtert rief man David Prowse auf den Set. Trotz einer Schwellung im Knie drehte der mehrmalige Mr. Universum die Szene und sie gelang bei der ersten Aufnahme.
- Ein gravierender Fehler passierte auf dem roten Poster für Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Dabei ist Darth Vader im Hintergrund und der Kampf zwischen Darth Vader und Luke Skywalker im Vordergrund zu sehen: Luke hält ein rotes Lichtschwert und Darth Vader ein blaues!
- Harrison Ford hatte George Lucas vorgeschlagen, Han Solo in Die Rückkehr der Jedi-Ritter sterben zu lassen, um dem Charakter mehr Tiefe zu verleihen. Lucas war jedoch dagegen.
- Es existieren viele Gerüchte um eine Hochzeitsszene in Die Rückkehr der Jedi-Ritter, in dem Leia und Han Solo heiraten. Die Existenz dieser Szene ist noch nicht bestätigt.
- Ebenfalls kursiert ein Gerücht, dass eine Sneak Preview von Die Rückkehr der Jedi-Ritter Szenen enthielt, die aber auf Wunsch des Publikums geschnitten wurden, wie z.B. Die Hochzeitsszene. Das Publikum soll sich darüber beschwert haben, dass der Film zu lang gewesen sei.
- In der DVD-Version von 2004 ist der „Geist“ vom alten Anakin Skywalker durch den Anakin aus Episode II und III ausgetauscht worden. In den alten Versionen ist Sebastian Shaw dort neben Obi Wan und Yoda zu sehen. In der neuen ist Hayden Christensen zu sehen.
Kritiken
- "Meisterstück der „Krieg der Sterne“-Trilogie (...) heinzelmännliche Figuren unterlaufen den Strom kalter Film-High-Tech und machen den mit einem Oscar für Special Effects belohnten, spannenden und hintergründigen Film zum humansten und lustigsten der Serie." (Wertung: außergewöhnlich) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“(Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 692
- "Noch mehr teure Fantasy für die Kinder jeden Alters dieser Welt, vor allem für die anspruchslosen." ("More expensive fantasy for the world’s children of all ages, especially the undemanding ones." - Einer von vier möglichen Sternen) - Leslie Halliwell, John Walker: Halliwell’s Film & Video Guide 2000, 14. Auflage, London 1999, S. 692
- "Ein unpersönliches und ziemlich schrottiges Stück Filmhandwerk." ("An impersonal and rather junky piece of moviemaking.") – Pauline Kael, New Yorker
- "Der kosmische Kampf zwischen den Mächten des Lichts und den Boten der Finsternis hat nunmehr völlig den Charakter eines computergesteuerten Puppentheaters angenommen. Die Abenteuer von Luke Skywalker und seinen Freunden besitzen zwar stellenweise noch den unbeschwerten Charme des Comic strip; hinzu kommen einige neue Monster und Kreaturen, die ein wenig Originalität in den Film bringen. Sie können ihr Eigenleben aber kaum mehr gegen den geballten Einsatz von Tricktechnik und Spezialeffekten behaupten. Es dominiert das interstellare Kriegsspiel." - „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
Weblinks
Filmtitel | Science-Fiction-Film | Fantasyfilm | Abenteuerfilm | Star Wars | Filmtitel 1983 | US-amerikanischer Film
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