Standheizungen dienen zum Beheizen der Fahrgastzelle von Fahrzeugen aller Art, ohne auf die Wärmeabgabe des laufenden Motors angewiesen zu sein. Sie werden im Allgemeinen direkt aus dem Tank mit dem Treibstoff des jeweiligen Fahrzeugs betrieben und können entweder die Luft des Innenraumes beheizen oder über den Kühlwasserkreislauf des Fahrzeugs in den Heizkreislauf eingebunden sein.
Hersteller von brennstoffbetriebenen Standheizungen sind z.B. Eberspächer oder Webasto.
Daneben kann die Beheizung auch mittels Lichtstrom auch elektrisch geschehen, funktionieren aber systembedingt nur dort, wo ein Netzanschluss vorhanden ist. Hersteller von elektrischen Standheizungen sind z.B. Calix, Defa oder Ritter.
Es gibt zwei Arten der Steuerung von Zeitschalturen: Bei der einen Art wird die Einschaltzeit der Heizung eingestellt, bei der anderen die voraussichtliche Abfahrtszeit.
Bei ersterer muss also der Fahrer abschätzen, wie lange die Heizung erfahrungsgemäß braucht, um das Auto auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Bei letzter ermittelt die Standheizung über einen Temperatursensor die voraussichtliche Heizzeit und aktiviert sich selbständig ausreichend vor dem geplanten Abfahrtmoment.
Mittlerweile gibt es auch funkfernbediente Zeitschaltuhren der zweiten Art. (s.u.)
Bei der Funkfernbedienung finden sich zwei Haupttypen, die sich nach der verwendeten Übertragungstechnik unterscheiden lassen: GSM und "normaler" Funk.
Die Handy-Fernbedienung funktioniert üblicher Weise per SMS. Das hat den Nachteil, dass im Fahrzeug eine zusätzliche SIM-Karte in dem zugehörigen Modul installiert wird, was selbst bei Prepaid-Karten mit regelmäßigen Gebühren verbunden ist. Die notwendigen SMS kosten üblicherweise Telefongebühren. Als Vorteil ist die prinzipiell unbeschränkte Reichweite anzusehen: Prinzipiell lässt sich so die Standheizung von überall auf der Welt aktivieren. Eine solche Fernbedienung für Standheizungen der Marke Webasto stellt z.B. die CosyCall dar, die per Anruf oder SMS aktiviert werden kann.
Einige Hersteller erweitern ein vorhandenes Mobiltelefon, was es ermöglicht, diese Funktion besonders preiswert anzubieten. Ein Beispiel ist Handy-Fernbedienung. In jedem Fall sollte aber darauf geachtet werden, dass es innerhalb der EU sowie einigen anderen Ländern nicht gestattet ist, elektrisches Kfz-Zubehör ohne Zulassung zu verwenden, da sonst die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlischt. E-Kennzeichnung
Teilweise gibt es auch GSM-Fernbedienungen für Standheizungen, die über einen Sprachchip verfügen. Dabei wird die Standheizung angerufen und listet die verschiedenen Optionen auf. Geantwortet wird allerdings nicht per Spracheingabe, sondern über die Multifrequenzwahl des Telefons.
Mit einer alten Freisprecheinrichtung (verstaut unter dem Armaturenbrett), einem einfachen Handy und einer Prepaid-Karte kann man eine GSM-Steuerung mit etwas Elektronik-Erfahrung selber bauen. Der (Radio-)Mute-Ausgang (L-aktiv) der Freisprecheinrichtung muss dazu an den Sofort-Start-Kontakt des Bedienmoduls der Standheizung angeschlossen werden (ebenfalls in den meisten Fällen L-aktiv). Damit kann bei jedem Anrufeingang die Standheizung jeweils ein- oder ausgeschaltet werden, ohne dass weitere Kosten entstehen.
Die üblicherweise verbaute Alternative ist eine "normale" Funkfernbedienung, die je nach geographischen Gegebenheiten Reichweiten von ca. (300 ... 500) Meter hat. Unter optimalen Bedingungen wird eine Reichweite von 1000 m erreicht.
Der Vorteil der Funklösung gegenüber der GSM-Lösung ist, dass für die Aktivierung keine Kosten anfallen.
Im Bereich der Funkfernbedienungen gibt es zwei Prinzipien: Mit und ohne Rückmeldung.
Ohne Rückmeldung (auch unidirektional) bedeutet, dass auf der Fernbedienung nicht angezeigt wird, ob der Funkbefehl empfangen wurde. Dieses Verfahren ist immer noch der Standard.
Mit Rückmeldung (bidirektional) bedeutet, dass in der Fernbedienung zusätzlich ein Empfänger integriert ist und im Fahrzeug ein Sender, der den Empfang der Nachricht bestätigt. Fernbedienungen mit Rückmeldung ermöglichen üblicher Weise auch eine Zeitvorwahl analog den Einstellungen an der Zeitschaltuhr.
Die kontinuierlich brennende Flamme in der Standheizung erlaubt eine nahezu ideale Verbrennung mit sehr niederen Abgaswerten. Der Hauptunterschied zu der im Haushalt verwendeten Brennertechnologie liegt einerseits in der möglichst geringen Stromaufnahme (der Betrieb muss ja aus der Batterie gespeist werden) und andererseits dem kompakten Aufbau durch die beengten Verhältnisse in Fahrzeugen.
Auf Grund der bei der Verbrennung entstehenden Flamme, ist jede treibstoffbetriebene Standheizung aus Sicherheitsgründen beim Betanken des Fahrzeuges abzuschalten!
Um eine Gefährdung der Insassen auszuschließen, wird auf eine strenge Trennung des Brennluft- und Kabinenluft-Kreislaufs geachtet.
Der WH gibt die vom Brenner erzeugt Wärme ans Kühlwasser des Fahrzeugs ab. Eine (zusätzliche) elektrische Umwälzpumpe sorgt für die Verteilung der Wärme auch bei ausgeschaltetem Motor. Auch das Innenraumgebläse wird aktiviert, alles funktioniert wie im "normalen" Heizbetrieb.
Bei Geräten mit hoher Leistung wird konstruktionsbedingt die bei der Verbrennung entstehende Energie nur noch über wasserumflossene Wärmetauscher abgegeben.
Leider erkauft man sich durch die indirekte Beheizung über den Heizwasserkreislauf gleich mehrere Nachteile gegenüber den LH:
Diese Nachteile können umgangen werden, wenn der WH direkt und ausschließlich den Heizungswärmetauscher versorgt, ohne den Motor mitzuerwärmen (sogenannter Inselkreislauf).
(- hier wird eine Skizze eingefügt- )
Aber es gibt auch Vorteile:
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Standheizung".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world