Unter einem Standardmodell versteht man in der Physik eine Zusammenfassung der in einem bestimmten Gebiet als gesichert geltenden Theorien.
Ein Standardmodell unterscheidet sich von einer Theorie dadurch, dass es nicht „aus einem Guss“ ist, sondern im Allgemeinen mehrere sich ergänzende Theorien sowie eine Sammlung experimentell bekannter oder theoretisch vorhergesagter Größen (die als Parameter in die Theorien eingehen) enthält.
Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik beinhaltet die derzeit bekannten Theorien, also insbesondere elektroschwache Wechselwirkung (Vereinheitlichung von elektromagnetischer und schwacher Wechselwirkung, Salaam-Weinberg-Modell) und QCD (Theorie der starken Wechselwirkung). Mit der "Großen Vereinheitlichung" (GUT)
versucht man die elektroschwache und starke Wechselwirkung ebenfalls
zu vereinheitlichen. Sie befinden sich als nicht gesicherte Theorien nicht im Standardmodell.
Die folgende Tabelle liefert eine Übersicht über die Bausteine des derzeitigen Standardmodells: