Train station Berlin Potsdamer Bahnhof.jpg Die Berlin-Potsdamer Eisenbahn war die erste Eisenbahnstrecke Preußens und wurde deshalb auch Stammbahn genannt. Sie schuf eine Verbindung zwischen den Städten Berlin, Zehlendorf und Potsdam. 1845 wurde die Strecke als Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn bis nach Magdeburg fortgeführt.
1845 wurde die Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft gegründet und erhielt am 17. August 1845 die königliche Genehmigung. Sie führte die Bahnverbindiung von Berlin über Potsdam bis nach Magdeburg fort und wurde später mit der Berlin-Potsdamer Bahn zur Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft zusammengefasst.
1870 kauft die Berlin-Potsdamer Eisenbahn zusammen mit der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn und der Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger-Eisenbahngesellschaft das 55 ha große Gelände für den Bau des Magdeburger Hauptbahnhofs, dessen westliches Empfangsgebäude von der Berlin-Potsdamer Eisenbahn erbaut wurde.
Bis 1847 wurde die Strecke der Stammbahn weitgehend zweigleisig ausgebaut. Am 1. Juni 1874 wurde die davon abzweigende Wannseebahn eingeweiht.
Stammbahn 05.jpg Am 1. Oktober 1891 wurde die Neue Wannseebahn von Zehlendorf nach Berlin parallel zur Stammbahn eröffnet. Sie diente dem Vorortverkehr, während auf der Stammbahn weiterhin Fernverkehrszüge bis Magdeburg fuhren. Der Abschnitt der Stammbahn zwischen Zehlendorf und Berlin wurde am 15. Mai 1933 elektrifiziert. Damit konnten die so genannten Bankierzüge der Berliner S-Bahn von der Wannseebahn kommend bei Zehlendorf auf die Stammbahn wechseln und dann ohne Halt bis Berlin durchfahren.
1939 wurde dann zwischen Potsdam und Zehlendorf der Bahnhof Düppel eröffnet, so dass damit auch auf der Stammbahn Vorortverkehr stattfand. Im April 1945 wurde die Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal gesprengt und später wurden die Gleise zwischen Griebnitzsee und Düppel als Reparationsleistungen abgebaut. Ab dem 1. Dezember 1945 fuhren daher nur noch Pendelzüge zwischen Düppel und Zehlendorf. Ab dem 15. Juni 1948 wurde dann auch dieser Abschnitt elektrisch betrieben.
Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 baute die Deutsche Reichsbahn der DDR, die diese Strecke auf Westgebiet betrieb, 1972 zwischen Düppel und Zehlendorf den Bahnhof Zehlendorf-Süd. Nach einem Streik der West-Berliner Reichsbahnangestellten wurde der Betrieb am 18. September 1980 auch auf dem noch verbliebenen Streckenabschnitt eingestellt.
Weitergehend gibt es Pläne der Berliner CDU-Fraktion für eine Vorab-Eröffnung als eingleisige S-Bahn-Strecke. Die bislang in Zehlendorf endenden Verstärkerzüge der S1 sollen über die alte Stammbahn bis zum Europarc Dreilinden fahren. Außerdem wurde über eine mögliche Verlängerung ab Dreilinden über die alte Friedhofsbahn nach Stahnsdorf mit einer dortigen Umsteigemöglichkeit zu einer projektierten S25 nachgedacht.
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