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Unter einem Stadtmodell versteht man die idealisierte und vereinfachte Darstellung der räumlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Gliederung einer Stadt in einer bestimmten Region für einen bestimmten historischen Zeitrahmen. Bekannte historische Stadtmodelle sind unter anderem die Römerstadt, Mittelalterliche Stadt, Barockstadt, Sozialistische Stadt.

ChicagoerSchule_Stadtmodelle.png Für die Beschreibung der soziostrukturellen Gliederung von Städten in Europa und Nordamerika sind vor allem die Modelle der sogenannten Chicagoer Schule bedeutsam. Das Zonenmodell von Burgess, das Sektorenmodell von Hoyt und das Mehrkernemodell von Harris und Ullman beschreiben jeweils eine bestimmte Auffassung zur räumlichen Entmischung von Bevölkerungsgruppen (siehe Segregation), die sich entweder nur statistisch für den Stadtraum belegen lässt oder auch morphologisch in Erscheinung tritt.

Angepasste regionalspezifische Modelle sind bekannt für die Orientalische Stadt und die Lateinamerikanische Stadt.

Es gibt zahlreiche weitere geographische Stadtmodelle. Gemeinsam ist ihnen der Versuch, die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse städtischer Siedlungen allgemein gültig abzubilden.

Leider verleiten diese - in keinem Lehrbuch fehlenden - graphischen Modelle häufig zum unmittelbaren Rückschluss auf die Realität, was aufgrund des hohen Abstraktionsniveaus und zumeist fehlender Angaben zu Modellrestriktionen nicht möglich ist.

Geographie

 

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