Ein Stadtbus-Netz umfasst den Teilbereich des städtischen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der von Bussen bedient wird.
Hierzu gehören neben Stadtbussen auch Schnellbusse, Metrobusse, Direktbusse (z. B. Shuttle-Busse), Teilstrecken von Regionalbuslinien, Nachtbusse, Kleinbus- und Anruflinien.
Die einzelnen Ortsteile werden meistens von Kleinbussen oder Anruflinien bedient. Es gibt Versuche, den innerstädtischen Busverkehr ausschließlich mit Anrufbussen bzw. –taxen durchzuführen. Regionalbusse enden dann im Vorortbereich oder werden ebenfalls durch Anruflinien ersetzt. So entstehen einheitliche, übersichtliche Netze – das regionale Angebot verliert durch Umsteigeverbindungen aber erheblich an Attraktivität.
Moderne Stadtbusnetze sind oft sternförmig um einen Umsteigepunkt (Stadtmittelpunkt) herum aufgebaut – ähnlich großstädtischen Nachtbusnetzen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es nur einen zentralen Umsteigepunkt gibt (also nicht: Bahnhof und Stadtzentrum).
Neuerdings gibt es Versuche, allen Linienzweigen eines Stadtnetzes eine eigene Linienbezeichnung zu geben. Das kann bedeuten, alle Linien am Treffpunkt enden zu lassen - ein Bus kann allerdings auch zwei Bezeichnungen tragen (dann können die einzelnen Zweige beliebig kombiniert werden). In Rheine (12 Stadtbuslinien im Uhrzeigersinn ab „Bustreff“) werden jeweils 2 Linien miteinander verknüpft. In den Fahrplanaushängen wird darauf hingewiesen, die Farbgebung im Liniennetzplan für die verknüpften Linien ist (fast) gleich. Allerdings ist die Merkbarkeit der Verknüpfungen (z. B. Linie C5 mit C9) eingeschränkt.
An den Abendstunden und Wochenenden werden große Busse durch kleinere Fahrzeuge ersetzt, teilweise kommt es zum Einsatz von Anruflinien bzw. Sammeltaxen. Auch die Linienwege können angepasst werden, z. B. mit Ringlinien. Dadurch entstehen unterschiedliche Liniennetze für den Normal-, Spät- und Freizeitbetrieb (Samstag ab ca. 15 Uhr, Sonntag).
Stadtbussysteme stehen immer im Bezug zu Regionallinien (Regionalzüge, S-Bahn, regionale Buslinien): die Fahrgäste müssen zum Bahnhof / ZOB gebracht und von dort wieder abgeholt werden (Gewährleistung von direkten Anschlüssen).
Neben der Entwicklung, Straßenbahnen in Innenstädten zu unterirdischen Stadtbahnen auszubauen steht der Versuch, auch Busse aus den Stadtzentren fernzuhalten. Es bleiben dann wenige Buslinien mit nur örtlicher Bedeutung übrig (Beispiel: Hannover, Köln).
Stadtbuslinien können direkt ins Stadtzentrum fahren, nahe beieinander liegende Stadtteile verbinden (Vermeidung von Umwegfahrten über das Stadtzentrum) oder rein stadtteilbezogen sein. Es gibt Stadtteil-Ringlinien (Quartiersbusse) und Ringlinien um das Stadtzentrum herum.
Lange Fahrzeiten und unterschiedlich starke Frequentierungen der Linien machen eine Untergliederung der Angebote sinnvoll. Schnell- oder Expressbusse bedienen nur ausgewählte Haltestellen. Direktbusse fahren gezielt z. B. Wirtschaftszentren, Messegelände oder Universitäten an. Stark frequentierte Direktverbindungen in Stadtzentren oder zu Schnellbahnstationen können als Metrobus qualifiziert werden.
Auch die in der Betriebsruhe der Tageslinien fahrenden Nachtbusse gehören zum Stadtbusnetz. Für diese meist sternförmig vom Stadtzentrum ausgehenden Linien gibt es ebenfalls getrennte Liniennetzpläne.
Netzpläne enthalten oft Zusatzinformationen - z. B. Takt- und Fahrzeiten, Park and Ride Plätze (Bike and Ride) oder touristische Angebote.
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"Stadtbus (Netz)".
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