Das Stadtbad Neukölln wurde vom Neuköllner Stadtbaurat Reinhold Kiehl und von Heinrich Best entworfen, zwischen 1912 und 1914 erbaut und am 10. Mai 1914 eröffnet. Es befindet sich in der Ganghofer Straße 3 bis 5 in Berlin-Neukölln.
In dem Jugendstilgebäude war neben dem Stadtbad auch die Volksbibliothek untergebracht. Beide waren durch ein Atrium verbunden, denn Kiehls Konzept bestand darin, körperliche Ertüchtigung, Körperhygiene und geistige Erbauung zu kombinieren. Er orientierte sich dabei an den antiken Thermenanlagen. Der Grundriss lehnt sich an die Bauform griechischer Tempel und Basiliken an und ist mit Säulen, Wandelgängen und Mosaiken ausgestattet. Zur Zeit seiner Errichtung war das Bad eines der größten und modernsten Bäder Europas und für bis zu 10000 Besuchern täglich ausgelegt.
Ursprünglich badeten Männer und Frauen getrennt voneinander in der großen und kleinen Schwimmhalle.
Seit 1961 ist das Heimatmuseum in der Volksbibliothek untergebracht.
In den 80er Jahren wurde nach sechsjähriger Restaurierungsarbeit das Bad wiedereröffnet. Durch die 25-Millionen-Mark-Investition wurden große und kleine Schwimmhalle originalgetreu wiederhergestellt und die anderen Bereiche modernisiert und gleichzeitig unter Denkmalschutz gestellt.
Im Oktober 1998 wurde nach dem Umbau die Therme in den historischen Räumlichkeiten wieder eröffnet.
Heute wird das Bad von den Berliner Bäderbetrieben verwaltet. Schwimmbad und Saunabereich werden getrennt voneinander betrieben. Der Saunabereich umfasst eine finnische Sauna, eine Kräutersauna, ein Marmordampfbad, ein Caldarium und ein Sanarium.
siehe auch: Volksbad, Strandbad Wannsee
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"Stadtbad Neukölln".
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