Stadt, Land, Fluss ist der Name eines Schreib-, Wissens- und Quizspiels.
Geschichte
Das Entstehungsjahr dieses Spiels ist unbekannt. Sicher ist, dass es bereits Ende des 19. Jahrhunderts bei privat unterrichteten
Zöglingen gespielt wurde. Von dort zog es immer größere Kreise und fand auch in Gruppenstunden von kirchlichen und politischen Organisationen Anklang.
Schüler spielten es hauptsächlich in der
Freizeit. Bis es in den Schulunterricht Einzug hielt, musste erst ein anderes Verständnis von
Unterricht in den
Lehrplänen stattfinden. Heutzutage findet man es als Anregung in vielen
Sprach- und
Sachkundebüchern.
Voraussetzungen
Zu diesem Spiel benötigt man lediglich ein Blatt Papier und einen Schreibstift. Die Teilnehmerzahl ist beliebig, zeitweise spielen ganze
Schulklassen. Die Mitspieler sollten sowohl das
Alphabet beherrschen als auch ein wenig an
Geographie interessiert sein. Letzteres ist jedoch nicht unbedingt Voraussetzung.
Regeln
Die Teilnehmer einigen sich gemeinsam auf ein Grundschema. Hier sind dem Einfallsreichtum kaum Grenzen gesetzt. Üblich sind wenigstens drei Bereiche (
Stadt,
Land,
Fluss), das Spiel kann aber auch sieben und mehr
Kategorien umfassen.
Stadtlandfluss.JPG
Dieses Schema trägt jeder Mitspieler auf seinem Blatt ein. Nun wird der Buchstabe ermittelt, mit dem alle zu suchenden Begriffe beginnen müssen. Dies geschieht entweder abwechselnd, indem jeder einmal leise das Alphabet aufsagt und ein anderer "STOP" ruft oder aber, um Mogeleien vorzubeugen, indem man mit dem Bleistift auf ein beschriebenes Papier blind einsticht. Jetzt beginnen alle zu schreiben. Wer zuerst fertig ist, gibt dies laut kund. Alle müssen nun das Schreiben beenden.
Wertung
Hier gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Allen dürfte aber gemein sein, dass Worte, die beim jetzt stattfindenden Vorlesen und Vergleichen nur einmal vorhanden sind, mehr Punkte bringen (10), als so genannte
Doubletten (5). Hat nur einer einen Begriff gefunden, während bei allen anderen die entsprechende Spalte leer bleibt, gibt es noch einmal Extrapunkte (20). Sieger ist, wer nach einer vereinbarten Rundenzahl die meisten Punkte sammeln konnte.
Erwachsenenvariante
In geselliger Runde lassen
Erwachsene unter
Nostalgiegesichtspunkten das Spiel gerne wieder aufleben. Es ist auch als
Gehirntraining für Senioren beliebt. Die Kategorien werden entsprechend den Kenntnissen und Interessen der
Altersgruppe angepasst. Hier sind dann
Rubriken wie
Filmtitel, Buchtitel, Schauspieler, Sänger, Begriffe aus der Bibel usw. gefragt.
Siehe auch
Freies Spiel | Buchstabenspiel
Categories | Jeu du baccalauréat