Beim Stab-Liniensystem handelt es sich um eine Organisationsstruktur militärischen Ursprungs.
Das Einliniensystem geht von einem streng hierarchischen Aufbau aus, in dem der oberste Vorgesetzte letztendlich alle Entscheidungen trifft. Einer der größten Nachteile dieses Systems ist seine Schwerfälligkeit. Da alle Informationen über den Dienstweg transportiert werden, sind schnelle Entscheidungen nicht zu erwarten; zudem wird die Informationsmenge beim Entscheidungsträger schnelle Entscheidungen verhindern.
Um dies zu verhindern führte König Gustav Adolf von Schweden im Dreißigjährigen Krieg erstmals Stabsstellen ein, um die Offiziere seiner Armee von Erkundungs- und Analysetätigkeiten zu entlasten und für die eigentliche Entscheidungsaufgabe freizuhalten.
Der Stab unterstützt den Vorgesetzten, dem er zugeordnet ist. Die Stäbe haben im Normalfall keine oder allerhöchstens fachliche Weisungsbefugnis gegenüber dem unterstellten Bereich. Die Stablinienorganisation verbessert die Entscheidungsqualität und reduziert die Abhängigkeit des Vorgesetzten vom unterstellten Bereich. Sie erzeugt jedoch höhere Kosten und führt evtl. zu Konflikten zwischen der Stabs- und der Linienabhängigkeit. Diese Organisationsform ist in der Form der Stabsabteilung beim Militär und der Polizei sehr weit verbreitet.
Ein Problem bei der Einrichtung einer Stabstelle liegt darin, dass sich bei den Experten, die im Stab aktiv sind, im Laufe der Zeit eine nicht zu unterschätzende "Expertenmacht" konzentriert, die den Missbrauch der hierarchischen Organisationsstruktur ermöglichen könnte.
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"Stabliniensystem".
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