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CIMG2801.JPG | CIMG2810.JPG | 100_312.jpg Die ehemalige Stiftskirche St. Mauritius ist eine im Jahr 1024 errichtete katholische Kirche auf dem Moritzberg in Hildesheim. Der Bau der frühromanischen Basilika ist ohne wesentliche Veränderungen erhalten, das Innere jedoch seit dem 18. Jahrhundert barockisiert. Der kleine beschauliche Kreuzgang zählt zu den besinnlichsten Plätzen innerhalb der Stadt. Unter der Kirche befindet sich eine eindrucksvolle, ebenfalls für Gottesdienste genutze Krypta.

Geschichte


Mit dem König Pippin drangen im Jahr 748 die Franken durch das Tal der Innerste bis zum Osten an die Oker vor. Allerdings konnten sie kein Gebiet erobern. Im Jahr 775 kamen die Franken wieder unter Karl dem Großen und erreichten im Jahr 780 abermals die Oker. Sie brachten christliche Missionare, welche die heidnischen Opferstätten – so auf dem Moritzberg (damals Zierenberg) und auf dem späteren Domhügel – in christliche Tauf- und Opferstätten umwandelten. Die in den 1950er Jahren durchgeführten Grabungen in der Krypta der Mauritius-Kirche legten eine kleine quadratische Taufkapelle frei.

782 kam es zum Freiheitskampf der Sachsen. Am Süntel überfielen die Sachsen ein fränkisches Heer und besiegten es verheerend. Bei diesen Aufständen wurden auch die christliche Tauf- und Opferstätten zerstört. Eine solche zerstörte Stätte fand auch später Ludwig der Fromme im Jahr 815 auf dem Hügel östlich der Innerste vor, worauf er das für Ostfalen geplante Bistum hierher verlegte.

Bischof Hezilo baute im Jahre 1068 eine Krypta über die alten heidnischen Opferstätten und spätere christliche Taufstätten auf dem Zierenberg.

Vorher hatte jedoch schon Bischof Godehard abseits dieser Taufstätten im Jahr 1024 eine Kapelle zu Ehren des heiligen Mauritius gebaut, in der er im Jahr 1038 starb. Sie wurde später nach ihm Godehardskapelle genannt.

Seit der Aufhebung des Moritzstifts ist St. Mauritius Pfarrkirche der katholischen Ortsgemeinde.

Chronik



Weblinks


Hildesheim | Kirchengebäude in Niedersachsen

 

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