Sankt Pölten (kürzer auch
St. Pölten) ist die
Landeshauptstadt des
österreichischen
Bundeslandes Niederösterreich. Mit 49.121 Einwohnern (Stand:
Volkszählung 2001) ist sie die größte Stadt Niederösterreichs. Die Stadt befindet sich inmitten des so genannten
Mostviertels und hat eine Fläche von 108,52 km
2.
Sankt Pölten ist Statutarstadt und somit sowohl Gemeinde als auch Bezirk.
Geografie
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Die Stadt liegt am Fluss
Traisen und befindet sich im nördlichen
Alpenvorland, südlich der
Wachau. Sie zählt somit zum
Mostviertel, dem südwestlichen der vier Viertel Niederösterreichs.
Verkehr
Strbahnpölten.jpg
Die Stadt liegt verkehrsgünstig an der
Westbahnstrecke der
ÖBB und ist ebenso Endstation der
Leobersdorfer Bahn, der
Mariazeller Bahn, der Regionalbahn nach
Tulln und der Regionalbahn nach
Krems. Des Weiteren befindet sich die Stadt am Schnittpunkt der
Westautobahn A1 mit der
Kremser Schnellstraße S33 und wird von der
Wiener Straße (
B 1) durchquert. Sankt Pölten ist Knotenpunkt der
Wieselbus-Linien, welche die Hauptstadt sternförmig mit den verschiedenen Regionen Niederösterreichs verbinden.
Innerstädtisch
Von
1911 bis
1976 verkehrte eine
Straßenbahn-Linie in Sankt Pölten
(siehe: Straßenbahn St. Pölten). Derzeit verkehren Stadt-Busse auf einem Netz von 11 Linien im Takt innerhalb des Stadtgebietes. Im Stadtzentrum fährt jährlich im Sommer ein kostenlos benutzbarer
Touristenzug, der die Altstadt mit dem
Landhausviertel verbindet.
Stadtgliederung
Sankt Pölten gliedert sich in die Katastralgemeinden Altmannsdorf, Dörfl bei Ochsenburg, Eggendorf, Ganzendorf, Hafing, Harland, Hart, Kreisberg, Matzersdorf, Mühlgang, Nadelbach, Oberradlberg, Oberwagram, Oberzwischenbrunn, Ochsenburg, Pengersdorf, Pottenbrunn, Pummersdorf, Ragelsdorf, Ratzersdorf, Reitzersdorf, Schwadorf, Spratzern, Sankt Georgen am Steinfelde, Sankt Pölten, Stattersdorf, Steinfeld, Teufelhof, Unterradlberg, Unterwagram, Unterzwischenbrunn, Viehofen, Völtendorf, Waitzendorf, Wasserburg, Weitern, Wetzersdorf, Windpassing, Witzendorf, Wolfenberg, Wörth und Zwerndorf.
Geschichte
Dom_Sankt_Poelten.jpg
Die Altstadt befindet sich dort, wo vom 2. bis zum
4. Jahrhundert die Römerstadt Aelium Cetium stand.
799 wurde der Ort als "Treisma" erwähnt. Das Marktrecht erhielt Sankt Pölten um
1050, zur Stadt erhoben wurde es
1159. Bis
1494 stand Sankt Pölten im Besitz des Bistums
Passau, dann wurde es landesfürstliches Eigentum. Bereits
771 findet sich ein
Benediktinerkloster, ab
1081 gab es
Augustiner-Chorherren,
1784 wurde deren Kollegiatsstift aufgehoben, das Gebäude dient seit
1785 als
Bischofssitz. Zur
Landeshauptstadt von Niederösterreich wurde Sankt Pölten, aufgrund einer Volksabstimmung, mit Landtagsbeschluss vom
10. Juli 1986. Seit
1997 ist es Sitz der niederösterreichischen Landesregierung.
Am 9. Juli 1999 erhielt die Stadt für ihre Verdienste bei den internationalen Aktivitäten, den Städtepartnerschaften und als Federführer des „Kooperationsnetzwerkes Europäischer Mittelstädte“ die Ehrenplakette des Europarates. Während der Sitzung des Europarates am 26. April 2001 wurde Sankt Pölten der Europapreis verliehen.
Der Name Sankt Pölten geht auf den heiligen Hippolytos zurück, nach dem die Stadt benannt wurde. Sankt Hippolyt - Sankt Polyt - Sankt Pölten
Siehe auch: Geschichte Niederösterreichs.
Wappen, Farben und Siegel
Die
Beschreibung des
Wappens der Landeshauptstadt Sankt Pölten lautet: Gespalten von Silber und Blau; vorne ein roter Balken, hinten ein nach vorn gewandter wachsender silberner, rotgezungter und goldbewehrter Wolf.
Die Farben der Stadt sind rot-gelb. Das Siegel der Stadt weist das Stadtwappen mit der Umschrift "Landeshauptstadt St. Pölten" auf. Das Amtssiegel des Magistrates weist das Wappen und die Umschrift "Magistrat der Stadt St. Pölten" auf.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 42 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl
2001 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
- 25 SPÖ – stellt den Bürgermeister und 1. Vizebürgermeister: Walter Aigner, Robert Bruckner, Hasan Dogan, Ing. Helmut Eder, Dietmar Fenz, Gerhard Führer, STR Martin Fuhs, Leo Gabloner, STR Mag. Renate Gamsjäger, Mag. Gudrun Gruber, STR Ing. Franz Gunacker, STR Mag. Ingrid Heihs, Werner Janker, Herbert Köhler, Gerhard Korherr, Vzbgm. Susanne Kysela, STR Robert Laimer, Harald Ludwig, Ing. Wolfgang Nowak, STR Mag. Johann Rankl, Franz Riederer, Gerhard Schatzl, Willibald Schlager, Bgm. Mag. Matthias Stadler, Mag. Alice Wildauer-Pfleger
- 11 ÖVP – stellt den 2. Vizebürgermeister: Ing. Matthias Adl, STR Josef Fraberger, Ernestine Haltmeyer, Peter Högl, Peter Krammer, Josef Lenz, Othmar Maierhofer, Ulrike Nesslinger, STR Alfred Neuhauser, Vzbgm. Ing. Johannes Sassmann, Mag. Bernhard Wurzer
- 3 Grüne: STR Silvia Buschenreiter, Naciye Eroglu, Sylvia Hehei
- 3 FSP (Liste "für St. Pölten"): Ernestine Göber, Dr. Harald Müller, STR Hermann Nonner
Die nächste Gemeinderatswahl in Sankt Pölten findet im Oktober 2006 statt.
Stadtsenat
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Der Stadtsenat besteht aus 11 Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Stadträten zusammen:
- SPÖ: Martin Fuhs, Mag. Renate Gamsjäger, Ing. Franz Gunacker, Robert Laimer, Ing. Wolfgang Nowak, Mag. Johann Rankl, Mag. Ingrid Heihs
- ÖVP: Alfred Neuhauser, Josef Fraberger
- Grüne: Silvia Buschenreiter
- FSP: Hermann Nonner
Bürgermeister
Das Amt des Bürgermeisters bekleidete Wilhelm Gruber (SPÖ) bis zu seinem Rücktritt am 29. Juni
2004. Am 9. Juli 2004 wurde vom Gemeinderat der bisherige Kulturstadtrat Mag.
Matthias Stadler (SPÖ) als neuer Bürgermeister bestimmt. 1. Vizebürgermeisterin ist Susanne Kysela (SPÖ) und 2. Ing. Johannes Sassmann(ÖVP).
Wirtschaft
Per Stichtag 15. Mai 2001 waren in St. Pölten 40.041 Personen in 2.711 Betrieben - 23 davon Großunternehmen mit mehr als je 200 Mitarbeitern - angestellt.
Medien
Einige Medienunternehmen haben in Sankt Pölten ihren Sitz oder ihre Verwaltung. Dazu zählen
@cetera, ein literarisch kulturelles Magazin,
City-Flyer, ein Onlinemagazin, das über das kulturelle Angebot St. Pöltens informiert und monatlich in gedruckter Form erscheint,
LetHereBeRock, ein über die Alternative-Rock Szene berichtendes Online-Jugendmagazin,
Campus Radio der Radiosender der Fachhochschule und
HiT FM, ein weiterer Radiosender. Daneben gibt es noch den
Österreichischen Rundfunk (ORF) für Niederösterreich, den Regionalfernsehsender
N1 und den Stadtsender
P3 TV. Die Redaktionen für den Raum Niederösterreich der
Austria Presse Agentur (APA), des
Kurier und
Der Presse haben hier ebenfalls ihren Sitz.
Das Niederösterreichische Pressehaus in Sankt Pölten ist Herausgeber der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN), der Burgenländischen Volkszeitung (BVZ), der NÖ-Rundschau, Unser Gratisblatt, der Neuen Stadtzeitung und der Landeshauptstadt-Zeitung.
Ansässige Unternehmen
Die bedeutendsten ansässigen Unternehmen sind
Kika und
Leiner,
Salzer und
Voith.
Öffentliche Einrichtungen
Bildungseinrichtungen
Allgemeinbildende Schulen
- (Für das Bundesoberstufenrealgymnasium St. Pölten, wurden im März 2003 die abschließenden Maßnahmen der neu/umstrukturierung abgeschlossen)
- Gymnasium der Englischen Fräulein (Volksschule, Hauptschule, Gymnasium)
Berufsbildende Schulen
- Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik/Sozialpädagogik
- Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule
- Fachschule, Höherer Technischer Lehrgang (HTL) und Abendschule an der HTBLuVA St. Pölten
- Zweige: EDV und Organisation, Elektronik, Elektrotechnik, Maschineningenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen
- Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe und Bundesfachschule für Sozialberufe
- Höhere Lehranstalt für Tourismus am Wirtschaftsförderungsinstitut Niederösterreich
Hochschulen
- Zweige: Sozialarbeit, Diätologie, Physiotherapie, Medienmanagement, Media- und Kommunikationsberatung, Computersimulation, IT Security, Telekommunikation und Medien
Freizeit- und Sportanlagen
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Zum Schwimmen und Baden stehen in St. Pölten das Aquacity (
Hallenbad), das
Freibad St. Pölten und der Ratzersdorfer See ( ein Badesee mit
FKK,
Beachvolleyball,
Minigolf) zur Verfügung. Um die Fitness zu verbessern gibt es den City-Treff - Pueblo, das
Lifeline , das
Reebok und den
Seepark . Außerdem stehen zur Verfügung:
In St. Pölten befindet sich auch eine Hauptstelle der Niederösterreichischen Landessportschule.
Tennis
In Sankt Pölten fand alljährlich in der dritten Maiwoche das
ATP-Turnier statt. Seit 2006 findet das Turnier erstmals in
Pörtschach statt. Dazu standen neben dem Tennis-Stadion "Arena im Aufeld" und dem Tennis-Center Allround noch die Tennisplätze des Eislaufverein 1872, die Plätze in St. Georgen, sowie die Anlagen am Ratzersdorfer See und in der NÖ-Landessportschule und im Freizeitpark Megafun zur Verfügung.
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Landestheater Niederösterreich
- Bühne im Hof
- FestSpielHaus St. Pölten
- Theater Perpetuum, freie Gruppe
Museen
- Diözesanmuseum St. Pölten
- Museum im Hof
- Niederösterreichisches Landesmuseum
- NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst
- Privatmuseum "Wilhelmsburger Zier- und Gebrauchsgeschirr"
- Stadtmuseum St. Pölten
Sonstige
Stplh.jpgs: das NÖ Landhaus, im Hintergrund der Klangturm, das Wahrzeichen Sankt Pöltens]]
Klangturm Sankt Poelten.jpg
- Programmkino Cinema Paradiso
- Ehemalige Synagoge
- Klangturm, das Wahrzeichen St. Pöltens
- Stadtsäle
- Jugendkulturhalle frei.raum
- Capella incognita, Barockmusikensemble aus St. Pölten
- Bauchklang, A-Capella-Formation
Regelmäßige Veranstaltungen
- Film am Dom – Arge. Cinema Paradiso
- Hauptstadtfest
- Internationales Kultur- & Filmfestival
- Landhausfest
- St. Pöltner Festwochen mit dem Barockfestival St. Pölten „Klangweile“
- St. Pöltner Höfefest
Söhne und Töchter der Stadt
Literatur
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