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Die St.-Antony-Hütte ist ein ehemaliges Eisenwerk in Oberhausen.

Das Hüttenwerk, in dessen Umgebung Raseneisenerz als Rohstoff vorhanden war, wurde 1758 von Franz von der Wenge (17071788), einem Domherr von Münster im damaligen Osterfeld als erstes Eisenwerk im Ruhrgebiet gegründet. Die St.-Antony-Hütte gilt demnach als Wiege der Ruhrindustrie.

Am 18. Oktober 1758 wurde ein neun Meter hoher Hochofen am Elpenbach in Osterfeld angeblasen. Die erste erzverarbeitende Produktionsstätte in dieser Region hatte ihren Betrieb aufgenommen. Neben dem Hochofen gehörten Gießereien und Formereien zur St.-Antony-Hütte.

1808 wurde die St.-Antony-Hütte Bestandteil der in diesem Jahr gegründeten Gutehoffnungshütte in Sterkrade.

Aus der Gründungszeit ist heute neben einem ehemaligen Hüttenteich noch das ehemalige Kontor- und Wohnhaus des Hüttenleiters erhalten. Hier findet sich heute als Bestandteil des Rheinischen Industriemuseum das Firmenarchiv der Gutehoffnungshütte.

Im Jahre 2006 wurden, südlich der Antoniestraße entlang des Elpenbaches, bei archäologische Ausgrabungen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege (Außenstelle Xanten) und des Rheinischen Industriemuseums, Gebäudefundamente freigelegt. Zum 250-jährigen Jubiläum der Hüttengründung im Jahre 2008 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Literatur


  • Heike Hawicks: Die St. Antony-Hütte in Oberhausen-Osterfeld. „Die Wiege der Ruhrindustrie“, in: Abenteuer Industriestadt Oberhausen 1874–1999. Beiträge zur Stadtgeschichte, hrsg. von der Stadt Oberhausen, Oberhausen 2001, S. 487-500.

Oberhausen | Ruhrgebiet | Montanunternehmen | Route der Industriekultur

 

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