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Störe
stoer.jpg (Acipenser oxyrinchus oxyrinchus)]]
: Strahlenflosser (Actinopterygii)
: Knorpelganoide (Chondrostei)
: Störartige (Acipenseriformes)
: Echte Störe (Acipenseridae)
: Acipenserinae
: Störe (Acipenser)
Wissenschaftlicher Name Acipenser Linnaeus, 1758 Die Störe (Acipenser) sind eine Gattung der Unterfamilie (Acipenserinae) der Ordnung Störartige (Acipenseriformes) und gehören zur Klasse der Knochenfische.

Merkmale


Störe sind recht urtümliche Lebewesen. Ihr Skelett ist nur teilweise verknöchert. An den Seiten befinden sich fünf Reihen von großen Schuppen. Die Schwanzflosse ist asymmetrisch. Der Mund ist unterständig und kann ausgeklappt werden. Vier Barteln dienen den Stören zur Nahrungssuche im Boden. Einige Störarten erreichen in Ausnahmefällen mehr als 5m Länge, und gehören damit zu den größten Süßwasserfischen, wobei viele Arten nur zum Laichen ins Süßwasser ziehen, und ansonsten im Meer leben. Gerade die größte Art, der Hausen (Huso huso) ist an sich ein Meeresbewohner, der normalerweise nur zum Laichen in die Flüsse aufsteigt. Leider wurden in der Vergangenheit immer wieder ungeprüfte Angaben über die Größe von Stören verbreitet und unbedarft abgeschrieben und übernommen, weshalb man leider sogar noch in einigen Fachbüchern fantastische Längen von 8 oder gar 9m lesen kann, allerdings konnte ein Stör dieser Größe nie nachgewiesen werden, auch nicht im 19.Jhd oder davor. Andersartige Meldungen stellen schlichtweg Übertreibungen dar, wie es sie leider auch bei vielen anderen groß werdenden Tieren, insbesondere Fischen, allzu häufig gibt. Die größten tatsächlich registrierten und gemessenen Störe waren zwischen 5 und 6m lang, und dabei zwischen 1 und 1,5t schwer. Genaueres über die Missverhältnisse falscher Größenangaben bei Stören steht auch unter Hausen.

Lebensweise


Störe leben sowohl im Süßwasser als auch im Brackwasser und Meer, wobei es aber auch eine Reihe von ausschließlich im Süßwasser lebenden Arten gibt. Die wandernden Formen wachsen im Süßwasser auf, um später ins Meer zu wandern, um dann mit Erreichen der Geschlechtsreife zum Laichen in die Flüsse zurückkehren. Störe werden oft erst sehr spät geschlechtsreif, besonders die Weibchen der großen Arten benötigen zum Teil mehr als 20 Jahre, bis sie zum ersten Mal ablaichen können, während einige kleinere Arten unter guten Umständen schon nach wenigen Jahren die Geschlechtsreife erreichen können. Einige Störe können erwiesenerweise ein Alter von mehr als 100 Jahren erreichen und gehören mit einem Gewicht von bis zu 1.400 kg zu den größten Süßwasserfischen der Welt.

Gefährdung


Sie stellen höhere Anforderungen an die Gewässergüte, daher waren sie im westlichen Europa im 20. Jahrhundert fast ausgestorben, obwohl sie noch ein Jahrhundert zuvor in der Elbe so häufig waren, dass sich die Dienstboten in Hamburg ein Privileg ausbaten, nicht öfter als zweimal pro Woche Stör zum Essen zu bekommen.

Ende der 1970er Jahre gingen im Kaspischen Meer noch 20.000 t Stör pro Jahr ins Netz, Im Jahr 2000 waren es weniger als 3.000 t. Trotz aller Schutzmaßnahmen verringert sich der Bestand weiter, was vor allen Dingen auf illegale Raubfischerei zurückzuführen ist. stoerportrait.jpg

Störe werden vor allem des Kaviars wegen gefangen. Kaviar besteht aus den Eiern der weiblichen Störe (Rogner) und gilt als hochpreisige Delikatesse.

Der Störfang hat – vor allem seit der Auflösung der UdSSR – zu immer mehr Raubbau in den Gewässern Russlands geführt, so dass auch die dortigen Arten stark bedroht sind. Die Störzucht zum Zweck der Kaviargewinnung hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Letzte Störrückzugsgebiete finden sich im Donaudelta.

1997 wurde der Stör auf Initiative Deutschlands und der USA in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen. Seit 2003 bemüht sich die World Sturgeon Conservation Society um den Erhalt und die Regenerierung der weltweiten Störbestände.

Um das völlige Aussterben des Belugas-Störs zu verhindern, haben die USA mit Wirkung vom 30. September 2005 ein generelles Importverbot für Beluga-Kaviar erlassen. Mehr dazu auf der Webseite des staatlichen "U.S. Fish & Wildlife Service" *

In Deutschland gilt der Stör seit Anfang der 1970er Jahre als ausgestorben. Gelegentlich treten in Flüssen Sibirische Störe auf, die von Aquarienbesitzern ausgesetzt wurden. Am 11. April 2006 sollen in der Oder 2.000 Ostsee-Störe ausgesetzt werden, um auf lange Sicht eine stabile Population aufzubauen. 2007 und 2008 sind noch einmal Aussetzungen von jeweils 2.000 Stören in der Oder geplant.

Systematik


20 Arten:

Auf ITIS, (the Integrated Taxonomic Information System, siehe weblink), finden sich noch 3 fossile Arten:

  • Acipenser albertensis
  • Acipenser ornatus
  • Acipenser toliapicus
Die Art
  • Acipenser mikadoi ist dort nicht verzeichnet, weil ähnlich A.medirostris
stattdessen eine Art
  • Acipenser kikuchii (wahrscheinlich Synonym für A.sinensis)

Auf der Website der World Sturgeon Conservation Society ist außerdem der Lena-Stör, Acipenser baerii stenorrhynchus genannt. (wahrscheinlich Synonym für A. baerii baerii)

Siehe auch


Ordnung: Störartige (Acipenseriformes)

Weblinks


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Störartige

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