article Related Topics:
Spyware_and_Adware
 

Als Spyware wird üblicherweise Software bezeichnet, die persönliche Daten des Benutzers ohne dessen Wissen oder gar Zustimmung an den Hersteller der Software (das sogenannte Call Home) oder an Dritte sendet. Oft wird Spyware verwendet, um Produkte kostenlos anzubieten.

Meist dienen die Spyware-Programme dazu, das Surf-Verhalten im Internet zu analysieren, um diese Daten kommerziell zu nutzen oder um gezielt Werbebanner oder Popups einzublenden, die an die Interessen des Benutzers angepasst sind. Die Firmen erhoffen sich davon eine Steigerung der Wirksamkeit dieser Werbemethoden.

Um Ärger mit Juristen zu umgehen, kennzeichnen viele Computerprogramme mit Anti-Spyware-Funktionen diese Softwarekomponenten als „möglicherweise unerwünschte Software“ (PUS, potentially unwanted software).

Spyware wird häufig von Unternehmen programmiert. Mitunter werden ganze Entwicklungsabteilungen damit beauftragt. Diese Spyware hat demzufolge oft auch ein sehr hohes technisches Niveau. Beispielsweise schützt sich Spyware gegen Löschung dadurch, dass mehrere Prozesse gleichzeitig laufen, die bei Beendigung gleich wieder einen neuen aufmachen und sich selbst kopieren. Auf der Festplatte entziehen sie beispielsweise dem Administrator die Schreib- und damit die Löschberechtigung usw.

Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass Spyware zusätzliche Sicherheitslöcher in einem System erzeugen kann, gegen die es dann auch keine Software-Updates gibt.

Durch diese Verfahren wird es selbst einem technisch versierten User extrem schwer gemacht, sich dieser Spyware zu entledigen. Seit längerem haben sich Antivirensoftware-Hersteller des Problems angenommen und auch Lösungen gegen Spyware entwickelt. Und mittlerweile beinhaltet auch das Betriebssystem Windows XP ein eigenes Sicherheitscenter, das mit einem kostenlosen Windows eigenem AntiSpywareprogramm kombiniert werden kann. Allerdings empfiehlt es sich bei kostenlosen Downloadversionen einen Blick in die AGB`s zu werfen. Mittlerweile gehen viele Spywarehersteller auch aus rechtlichem Grund dazu über, die Zustimmung Ihrer Spyware über die AGB`s zu erwirken.

Siehe auch: Malware, Adware, Web-Bug, Trojanisches Pferd

Technische Grundlagen


Spyware funktioniert auf vielfältige Weise. Im einfachsten Fall werden schadhafte Programme auf dem Rechner hinterlegt, die beim Rechnerstart mit gestartet werden. Wird eine Verbindung zum Internet hergestellt, so werden die von gesammelten Daten versendet. Sie verändern teilweise Einstellungen am Rechner wie beispielsweise die Startseite des Browsers. Von Viren unterscheiden sie sich nur dadurch, dass sie nicht versuchen, sich selbstständig weiterzuverbreiten. Andere Programme verschicken zusätzlich zu den freiwillig bei der Registrierung eingegebenen Informationen weitere Daten unsichtbar an den Softwarehersteller.

In anderen Fällen entsteht die Schadfunktion durch eine Kombination mehrerer Faktoren: Beim Herunterladen der Software wird ein Cookie zum Wiedererkennen des Rechners bei erneuten Besuchen der Webseite hinterlegt. Das Cookie enthält eine Kennung, unter der sämtliche gefundene Daten beim Seitenanbieter gespeichert werden. Durch die Registrierung der Software gelangen Daten über den Nutzer zum Anbieter. Alle bei erneuten Besuchen eingegebenen Daten können so den schon vorhandenen Daten zugeordnet werden. Durch diese Verschleierungstaktik kann eine Personal Firewall oder ein Antivirenschutzprogrammen die Spionagetätigkeiten nicht mehr erkennen.

Besonders gefährlich sind jene Spyware-Programme, die Ihre Eingaben in die Tastatur kontrollieren (so genannte Keylogger) oder im schlimmsten Fall gleich alle Aktivitäten Ihres PC überwachen. Keylogger verbreiten sich immer öfter auch über Würmer oder Viren, wie etwa bei "Mydoom" zu Beginn des Jahres 2004.

Verbrauchertipps


Ihr PC könnte mit Spyware infiziert sein, wenn eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

  • Der PC funktioniert außergewöhnlich langsam, besonders beim Surfen im Internet.
  • Der Internet-Explorer öffnet Werbefenster, die in keinem erkennbaren Zusammenhang zu von Ihnen besuchten Websites stehen.
  • Ihre Browser-Startseite wurde geändert.
  • Im Favoritenordner finden Sie Links, die nicht von Ihnen gespeichert wurden.
  • Ihr PC verbindet sich selbständig mit dem Internet.
  • Ihre Firewall meldet laufend Versuche von Programmen die eine Verbindung zum Internet herstellen wollen

So schützen Sie Ihren PC vor einer (neuerlichen) Infektion mit Spyware:

  • Achten Sie darauf, dass sich auf Ihrem Rechner ein aktuelles Antivirenschutzprogramm mit den neuesten Signaturen befindet.
  • Verhindern Sie die Ausführung von "Aktiven Inhalte" durch entsprechende Einstellungen in Ihrem Browser.
  • Richten Sie eine Firewall auf Ihrem PC ein.
  • Installieren Sie nur solche Software aus dem Internet auf Ihrem PC, die Sie wirklich brauchen.
  • Überprüfen Sie vor dem Herunterladen von Software aus dem Internet, ob in den Lizenz- oder Nutzungsvereinbarungen von »automatischen Kommunikationsfunktionen« oder ähnlichem die Rede ist. Wenn ja, suchen Sie nach alternativen Programmen.
  • Öffnen Sie Links nur in vertrauenswürdigen E-Mails.

Weblinks


  • Spybot-S&D, kostenlos *
  • Ad-Aware, personal edition, kostenlos (personal edition)* *

Software

Spyware | Spyware | Programa espía | جاسوس‌افزار | Vakoiluohjelma | Logiciel espion | רוגלה | Spyware | スパイウェア | 스파이웨어 | Spyware | Spyware | Spionprogramvare | Spyware | Spyware | Spyware | Spyware | Spionprogram | Phần mềm gián điệp | 间谍软件

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Spyware".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld