Die Sportpsychologie versucht menschliches Verhalten, Handeln und Erleben von Personen im Praxisfeld Sport zu erfassen sowie den künftigen Verlauf vorherzusagen und in ethisch vertretbarer Weise zu beeinflussen.
Sie ist in Forschung, Lehre und Anwendung sowohl ein Teilgebiet der Psychologie als auch der Sportwissenschaft und befasst sich mit Entwicklung, Motivation, Lernen und Sozialpsychologie.
Es geht einerseits um die Anwendung sportpsychologischer Methoden der Erkenntnisgewinnung in den Praxisfeldern des Sports. Zum anderen geht es um Bedeutung und Funktion des Sports als Mittel psychologischer Interventionen. Wie in allen bürgerlichen Betätigungen ist auch im Sport der bürgerliche Mensch zwischen den widersprüchlichen Polen "Anstand" und "Erfolg" aktiv. Daraus entstehen Konflikte, weil das "sportliche Verhalten" (Anstand) nicht immer zum Ziel des Sports (Erfolg) passt. Die auf den Erfolg festgelegten Sportler verfolgen eigene Strategien, die dem (im Sport obligatorischen) Gegner gegen die herrschende Regel (Anstand) schaden. Die daraus entstehenden Brutalitäten erfordern das Urteil eines Schiedsrichters. Die Sportpsychologie beschäftigt sich mit der "anständigen" Konkurrenz und deren Vermittlung an die Sportler. Der Sport ist außerdem eine Domäne staatlicher Selbstdarstellung und der Züchtung funktionaler Untertanen, nur deshalb gibt es eine Sportpsychologie die sich u.a. fragt: Wie lassen sich durch Sporttreiben bestimmte Wirkungen auf das Erleben und Verhalten zum Beispiel von Schülern im Sportunterricht erzielen, die im Hinblick auf die Förderung der psychischen und sozialen Entwicklung wünschenswert erscheinen.
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