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Der Begriff Sporazum (dt. Übereinkunft) bezeichnet in der serbischen bzw. kroatischen Sprache ganz allgemein einen Vertrag oder ein politisches Abkommen.

Als Fremdwort wurde dieser Terminus speziell für den am 26. August 1939 geschlossenen Vertrag zwischen der jugoslawischen Regierung und der kroatischen Opposition ins Deutsche übernommen. Das Sporazum von 1939 schuf eine kroatische Banschaft, die innerhalb Jugoslawiens weitreichende Autonomierechte genießen sollte.

Die beiden Jahrzehnte zuvor waren von einem ständigen Konflikt zwischen der serbisch dominierten zentralistischen Regierung Jugoslawiens und den föderalistisch gesonnenen Kroaten geprägt gewesen. Durch diese Streitigkeiten war der jugoslawische Staat in seiner Existenz bedroht.

Angesichts der sich zuspitzenden außenpolitischen Lage unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zeigten sich Ministerpräsident Dragiša Cvetković und Vladimir Maček, Chef der kroatischen Bauernpartei kompromissbereit. Den Kroaten wurde Autonomie gewährt, dafür sollten sie sich in den Gesamtstaat integrieren.

Da Jugoslawien im April 1941 von den Achsenmächten zerschlagen wurde erlangte das Sporazum keine praktischen Auswirkungen mehr. Sein Erfolg schien ohnehin zweifelhaft, denn die Streitigkeiten zwischen Serben und Kroaten setzten sich auch nach Abschluss des Vertrages fort. Dabei ging es vor allem um die Interpretation des Vertragstextes.

Siehe auch: Geschichte Jugoslawiens

Literatur


  • Boban, Ljubo: Sporazum. Cvetković - Maček. Beograd 1965.
  • Dimitrijević, Mita: Mi i Hrvati. Hrvatsko pitane 1914-1939. Sporazum sa Hrvatima. Beograd 1939.
  • Vrbanić, George F.: The failure to save the first Yugoslavia. The Serbo-Croatian sporazum of 1939. Chicago 1991.

Jugoslawien | Kroatische Geschichte

 

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