| Wissenschaftlicher Name
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| Soricidae
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| Fischer 1817
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| n
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Die
Spitzmäuse (Soricidae) sind eine artenreiche
Säugetierfamilie. Trotz der Ähnlichkeit zu den
Mäusen gehören sie nicht zu den
Nagetieren, sondern zur Ordnung der
Spitzmausartigen (Soricomorpha), zu der unter anderem auch die
Maulwürfe zählen.
Verbreitung
Spitzmäuse sind nahezu weltweit verbreitet, sie fehlen allerdings in
Südamerika (außer dem äußersten Norden), dem
australisch-ozeanischen Raum, den Polarregionen und auf abgelegenen Inseln.
Beschreibung
Spitzmäuse haben ein mäuseähnliches Erscheinungsbild, mit einer langen, spitzen Nase und kurzen Beinen. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von drei bis 18, meist zwischen sechs und zehn Zentimetern und ein Gewicht von zwei bis 30, in Ausnahmefällen über hundert Gramm. Die
Etruskerspitzmaus (
Suncus etruscus) zählt mit einer Körperlänge von 3,5 bis fünf Zentimeter und einem Gewicht von knapp zwei Gramm zu den kleinsten
Säugetieren. Das Herz einer Spitzmaus schlägt zwischen 800 und 1000 mal pro Minute. Ihr Fell ist meist kurz und grau oder braun gefärbt. Viele Arten haben Duftdrüsen, mit denen sie ihr Territorium markieren.
Lebensweise
Die meisten Arten leben in dichtbestandenen Waldgebieten, manche kommen auch in Steppen und Wüsten vor. Einige Arten wie die
Wasserspitzmäuse sind an eine aquatische Lebensweise angepasst, daneben gibt es auch teilweise unterirdisch lebende Formen.
Aufgrund ihres immensen Stoffwechsels haben die Spitzmäuse einen hohen Nahrungsbedarf, so fressen Arten der Gattung
Sorex täglich Nahrung in der Größenordnung ihres eigenen Körpergewichts. Spitzmäuse sind ganzjährig aktiv, wobei sie sich vorwiegend über den Geruchssinn und ihr Gehör orientieren. Der Gesichtssinn hingegen ist nur schwach ausgeprägt. Die Nahrung der Spitzmäuse besteht aus
Insekten,
Spinnen und
Gliedertieren, einige wenige Arten haben sich auch auf
Schnecken oder kleinere
Wirbeltiere spezialisiert. Sie sind sowohl tagsüber als auch nachts unterwegs, wenige Arten nur nachts. Diese Tiere gelten in den meisten Fällen als Einzelgänger, die außer zur Paarung kaum Kontakt zu Artgenossen suchen. Sie verteidigen ihr Territorium, das sie mit den Duftdrüsen markieren, vehement gegen Eindringlinge. Das Duftsekret ist auch der Grund dafür, dass Katzen keine Spitzmäuse fressen.
Fortpflanzung
Spitzmäuse bringen ein oder mehrmals im Jahr nach drei bis vier Wochen
Tragezeit bis zu zehn nackte und blinde Junge zur Welt. Bekannt sind die Karawanen, die die Jungtiere nach Verlassen des Nestes bilden, indem sie sich in den Schwanz des Vordertieres verbeißen. Die Entwöhnung erfolgt meist nach zwei bis vier Wochen, die Geschlechtsreife tritt oft schon nach zwei bis drei Monaten ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Tiere beträgt ein bis zwei Jahre.
Systematik
Nicht zu dieser Familie zählen die ausgestorbenen
Karibischen Spitzmäuse sowie die
Elefantenspitzmäuse, die trotz der Ähnlichkeiten nicht mit ihnen verwandt sind und in die Gruppe der
Rüsselspringer eingeordnet werden.
Die Familie der Spitzmäuse ist in zwei Unterfamilien mit rund 20 Gattungen und über 300 Arten unterteilt.
Die Weißzahn- oder Wimperspitzmäuse sind durch weiße Zähne und Wimperborsten am Schwanz gekennzeichnet. Die rund 200 Arten dieser Familie leben in Eurasien und Afrika. Die Panzerspitzmaus, die früher als eigene Unterfamilie angesehen wurde, zählt nach neueren Erkenntnissen ebenfalls zu dieser Gruppe. Zu den bekanntesten Arten zählen:
Neomys anomalus.jpg
Die Rotzahnspitzmäuse (Soricinae) sind, wie der Name schon andeutet, durch Zähne mit roten Spitzen gekennzeichnet. Die rund 110 Arten leben in Eurasien sowie in Nord- und Mittelamerika. Zu den bekanntesten Arten zählen:
Weblinks
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