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Spießhirsche
: Paarhufer (Artiodactyla)
: Wiederkäuer (Ruminantia)
: Hirsche (Cervidae)
: Odocoileinae
: Spießhirsche
Wissenschaftlicher Name Mazama Die Spießhirsche oder Mazamas (Mazama) sind eine südamerikanische Gattung der Hirsche. Es sind waldbewohnende Tiere, die vor allem im Regenwald Amazoniens verbreitet sind. Je nach Lehrmeinung werden vier bis sieben Arten unterschieden:

  • Großmazama oder Rotmazama (Mazama americana)
  • Graumazama oder Braunmazama (Mazama gouazoubira)
  • Kleiner Rotmazama (Mazama rufina)
  • Zwergmazama, Kleinstmazama oder Kleiner Graumazama (Mazama chunyi)
  • Merioa-Mazama (Mazama bricenii)
  • Kleinmazama (Mazama nana)
  • Mazama bororo

Merioa- und Kleinmazama sind vielleicht nur Unterarten des Kleinen Rotmazamas und werden nicht von allen Autoritäten als eigenständig anerkannt. Die letztgenannte Art Mazama bororo wurde erst 1996 aus Küstenwäldern des südöstlichen Brasiliens beschrieben; ihr Status ist noch weitgehend unklar.

Der Name Mazama, der nicht nur der wissenschaftliche Gattungsname ist, sondern auch zum Beispiel für die deutschen und englischen Namen verwendet wird, ist das Nahuatl-Wort für "Hirsch", stammt also ursprünglich aus Mexiko.

Merkmale


Das Geweih ist völlig unverzweigt und besteht nur aus zwei kurzen Spießen. Dadurch erinnern diese Hirsche an Duckerantilopen, mit denen sie allerdings überhaupt nicht verwandt sind. Die Größe schwankt zwischen den Arten beträchtlich. Mit einer Körperhöhe von 40 cm und einem Gewicht von 10 kg ist der Zwergmazama nicht viel größer als ein Hase; dagegen sind die beiden größten Arten, der Rot- und der Graumazama, mit 70 cm Körperhöhe und 20 kg Gewicht so groß wie ein Reh. Das Fell ist einfarbig und schwankt je nach Art zwischen hellgrauer und rotbrauner Tönung.

Lebensraum


Weit verbreitet über die Tieflandwälder Südamerikas sind der Rotmazama und der Graumazama. Ersterer bewohnt die Regenwälder von Mexiko über Mittelamerika bis nach Brasilien und Uruguay; der Graumazama fehlt in Mittelamerika, hat aber ansonsten das gleiche Verbreitungsgebiet. Die vier kleineren Arten leben dagegen in den Wäldern an den Berghängen der Anden. Dabei steigen sie manchmal in Höhen bis 5000 m hinauf.

Spießhirsche sind wenig bekannt und werden selten gesehen. Das liegt daran, dass sie so verborgene Lebensräume haben, mit ihren Fellfarben im Unterholz getarnt sind und bei Begegnung mit einem Menschen bewegungslos stehen bleiben.

Lebensweise


Über die Lebensweise ist wenig bekannt. Sie leben offenbar als Einzelgänger, die nur während der Paarungszeit zusammenkommen. Ihre Nahrung sind Blätter, Gräser und Früchte.

Paarhufer

Brocket Deer | Mazama | Mazama | Spiesherten

 

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