Sperrmüll.jpg]] Zum Sperrmüll zählen sperrige Einrichtungsgegenstände aus Haushalten, die wegen ihrer Größe oder Beschaffenheit nicht in die zugelassenen Abfallbehälter passen und daher nicht mit dem Hausmüll in einer Mülltonne entsorgt werden können. Sperrmüll wird gesondert abtransportiert.
Bei der Sammlung von Sperrmüll haben sich zwei Systeme durchgesetzt: Das erste, bei dem an einem im Voraus festgelegte Termin sämtliche Müllstücke abgeholt werden. Bei dem zweiten Verfahren, meist "Sperrmüll auf Abruf" genannt, muss der Entsorger vorher an einer bestimmten Stelle anrufen und dort den Service für einen bestimmten Tag bestellen. Meistens ist dieser Service nicht kostenfrei.
Zur Abholung des Sperrmülls wird ein spezieller Müllwagen eingesetzt, in dem sich zwar eine Müllpresse befindet, jedoch keine Vorrichtung, um Mülltonnen auszuleeren. Beim Abtransport werden die Gegenstände in das offene Heck des Sammelwagens gepackt. Dort wird der gesamte Sperrmüll von der Müllpresse zerkleinert und verdichtet. Diese hat eine Presskraft von ca. 200 kN. Dadurch kann man mit einem Sperrmüllwagen ca. 10 Tonnen verpressten Sperrmüll abtransportieren.
Holz, Papier, Pappe und Metall werden aussortiert und wiederverwertet. Der Rest wird in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt.
In vielen Gemeinden sieht man am Abend vor der Abfuhr des Sperrmülls Personen, die den Sperrmüll nach brauchbaren Dingen durchsuchen, da Menschen häufig noch gut erhaltene und brauchbare Dinge wegwerfen.
In Berlin hat sich eine Tradition des wilden und illegalen Herausstellens von Sperrmüll herausgebildet, da eine regelmäßige Sperrmüllabfuhr fehlt. Gleichzeitig ist es höchst wahrscheinlich, dass ein brauchbarer Gegenstand einen neuen Besitzer findet.
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