Spekulation (von latein speculum, Spiegel; speculatio, Erspähen) ist eine philosophische Denkweise zu Erkenntnissen zu gelangen, indem man über die herkömmliche empirische oder praktische Erfahrung hinausgeht.
Umgangssprachlich wird der Ausdruck Spekulation abwertend so verwendet, dass man etwas behauptet, was man nicht belegen kann, dem also die rationale Basis fehlt.
Das räsonierende Denken Kants bleibe noch ganz in der Subjekt-Objekt-Spaltung verhaftet. Hegel definiert so den Unterschied der Begriffe Verstand und Vernunft.
Zur Vernunft wird das philosophische Denken erst durch die spekulative Erweiterung des Verstandes. Besonders anschaulich wird dieser Unterschied in den Vorlesungen zur Religionsphilosophie deutlich gemacht. Der ontologische Gottesbeweis wird von Kant kritisiert, weil das tatsächliche Vorhandensein die Definition (gegenüber dem nur vorgestellten) nicht vergrößert.
Dies ist aus Sicht Hegels aber nur eine quantitative Sichtweise. Im spekulativen Denken wird das Denken um eine qualitative Komponente erweitert (es schlägt um, vergleiche auch: Dialektische Grundgesetze).
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"Spekulation (Philosophie)".
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