Speisepumpe.jpg (rechts) in einem stillgelegten Kraftwerk. Beide Maschinen sind durch das Getriebe im Hintergrund miteinander verbunden.]]
Die Speisepumpe ist eine Pumpenbauart zur Versorgung eines Dampfkessels oder Dampferzeugers mit Wasser, das zur Erzeugung des Dampfes benötigt wird. In Dampfkraftwerken ist sie als Kreiselpumpe ausgeführt. In größeren Kraftwerken ist der Speisepumpe meist eine Kondensatpumpe vorgeschaltet, die für die Förderung von verdampfendem Wasser ausgelegt ist. Die Speisepumpe wird meist über eine eigene kleine Dampfturbine angetrieben, die sogenannte "Speisepumpenantriebsturbine" oder auch kurz "Spat" genannt. Den An- und Abfahrbetrieb übernehmen Elektrospeisepumpen "ESP". Der Leistungsbedarf solcher Turbinen kann in Großkraftwerken bis zu 42 MW betragen und stellt damit den größten Einzelposten des Eigenbedarfes eines Dampfkraftwerkes dar.
Aus Sicherheitsgründen muss jeder Kessel mindestens zwei unabhängig voneinander arbeitende Speiseeinrichtungen besitzen. Bei Kesseln von Dampfkraftwerken finden ebenso wie bei den Dampflokomotiven wegen ihres vergleichsweise einfachen Aufbaus häufig Dampfstrahlpumpen - auch Injektoren genannt - Verwendung.
Ebenso kommen bei kleineren Dampfanlagen (Lokomotiven, Dampfkräne, kleinere Kesselanlagen) Kolbenpumpen zum Einsatz. Diese bestehen aus zwei mechanisch miteinander gekoppelten Kolben. Der Antriebskolben wird vom Drampfdruck angetrieben und bewegt den Pumpenkolben, welcher das Speisewasser fördert. Dabei besitzt der Antriebskolben einen größeren Querschnitt als der Pumpenkolben. Dadurch kann die Pumpe einen höheren Druck erzeugen als ihr als Antriebsdruck zugeführt wird.
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