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Hamburg_Speicherstadt2.jpg | Hamburg.Highflyer.Speicherstadt.jpg | Hh speicherstadt.jpg | Speicherblock d schnitt.jpg Die Speicherstadt in Hamburg ist der größte auf Eichenpfählen gegründete Lagerhauskomplex der Welt und steht seit 1991 unter Denkmalschutz.

Zum Baubeginn der etwa 1,5 Kilometer langen Speicherstadt im Freihafen wurden ab 1883 die Häuser auf den Elbinseln Kehrwieder, Brook und Wandrahm abgerissen, die zu einem besonders malerischen Altstadtviertel aus dem 17. und 18. Jahrhundert gehörten, das noch fast vollständig erhalten war. Etwa 20.000 Menschen mussten neue Wohnungen finden, in der Regel ohne staatliche Unterstützung. Der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark prägte aus diesem Anlass das Wort von der 'Freien und Abrissstadt Hamburg'. Die Kaufleute betrachteten den Bau jedoch als notwendig, nachdem Hamburg sich an den Deutschen Zollverein im Jahre 1888 anschloss. Bis zu diesem Zeitpunkt war ganz Hamburg Zollausschlussgebiet. Um den Hafenbetrieb nicht durch Zölle zu stören, wurde der Bau eines Viertels nötig, das nicht zum deutschen Zollgebiet gehörte, sondern Freihafengebiet war. In dieser Enklave sollte weiterhin das angestammte Privileg der Hamburger Kaufleute gelten, Importgüter zollfrei lagern, veredeln und verarbeiten zu dürfen. Dadurch konnte der Überseehandel zollfrei abgewickelt werden. Im Jahre 2003 wurde die Freihafengrenze verlegt und die Speicherstadt somit aus dem Freihafengebiet genommen.

Die Lagerhäuser (Speicher) in neugotischer Backsteinarchitektur haben jeweils auf der einen Seite Anbindung ans Wasser (Fleet) und auf der anderen Seite an die Straße. Gelagert wurde Stückgut, vor allem Kaffee, Tee und Gewürze. In den Lagerhäusern, die meistens unbeheizt waren und Holzfußböden hatten, herrschten relativ gleichmäßige klimatische Lagerbedingungen.

Die Lagerung, eventuell auch eine Weiterverarbeitung, wurde von Quartiersleuten für die Importeure, die keine eigenen Lager unterhielten, übernommen. Die Quartiersleute waren meist auf bestimmte Güter spezialisiert und verfügten über eine hohe Sachkenntnis. Insbesondere bei Tee und Kaffee wurden Mischungen fertig konfektioniert. Zu ihren Aufgaben gehört noch heute die Qualitätsprüfung der Waren und der Versand von Proben. Infolge der Containerisierung des Überseehandels haben sich die Betriebe näher an den Containerterminals angesiedelt.

Der Bereich der Speicherstadt liegt in einem Gebiet, das bei Sturmfluten vom Elbwasser überflutet werden kann, wodurch sich das untere Stockwerk nicht zum Lagern eignet, sondern nur zur Versandvorbereitung diente.

Heute beträgt die Nutzfläche der Speicherstadt etwa 630.000 Quadratmeter und beherbergt neben zahlreichen Teppichhändlern und Agenturen immer mehr Museen und Ausstellungen. Nachdem zunächst der Bereich Kehrwieder aus dem Freihafengebiet herausgenommen wurde, ist seit 2004 das gesamte Gebiet der Speicherstadt aus dem Freihafen herausgenommen, und somit – mit Ausnahme der zahlreichen Teppichlager – zollrechtlich Inland. Die Zollgrenze liegt jetzt kurz vor der Elbbrücke. Diese Verlagerung dient der Vorbereitung für den Aufbau der HafenCity, die auch die historische Speicherstadt umfassen wird. Bild:Speicherstadt 1890.jpg|Die Speicherstadt um 1890 Bild:Speicherstadt3glp.JPG|Die Speicherstadt Bild:Kesselhaus.JPG|Das Kesselhaus HafenCity InfoCenter

Literatur


  • Boris Meyn: Die rote Stadt. rororo, Reinbek 2003, ISBN 3499234076.
Historischer Roman eines promovierten Kunst- und Bauhistorikers, der sich detailliert mit Planung und Bau der Speicherstadt beschäftigt.
  • Thomas Hampel, Heinz-Joachim Hettchem, Ralf Lange, Michael Batz: Speicherstadt. Ein Viertel zwischen Tradition und Vision. Christians, Hamburg 2004, ISBN 3767214407.

Weblinks


Sehenswürdigkeit (Hamburg) | Hamburger Geschichte | Stadtviertel von Hamburg | Hamburger Hafen | Gebäudeensemble | Kulturdenkmal (Hamburg)

مدينة التخزين

 

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