Ein Speichermodul oder Speicherriegel ist eine kleine Leiterplatte, auf der mehrere Speicherbausteine (Dynamisches RAM in Form von integrierten Schaltkreisen) aufgelötet sind. Speichermodule bilden oder erweitern den Arbeitsspeicher elektronischer Geräte wie Computer oder Drucker und werden dort in speziell dafür vorgesehene Steckplätze gesteckt.
Die Bezeichnung Speichermodul wird seltener auch für Speicherkarten oder USB-Sticks verwendet. RAM_simm.gif | RAM_s0simm.gif | RAM_sdrdimm.gif | RAM_ddrdimm.gif | RAM_microdimm.gif | RAM_rimm.gif | RAM_s0rimm.gif
SIMM-Seichermodule können „unbuffered“ oder „buffered“ sein, letzteres ist die performancestärkere Ausführung.
DIMM-Speichermodule konnen „unregistred“ oder "Registered-Modul" sein, letzteres ist die performancestärkere Ausführung.
In der Entwicklung befinden sich zur Zeit (Stand: Okt. 2005) sogenannte Fully Buffered DIMM (FB-DIMM)
Registered-Modul und FB-DIMM sind insbesondere für Serveranwendungen sinnvoll.
Speichermedium | Digitaltechnik
Die Größe eines Speichermodul ergibt sich aus der Größe der meist gleichartigen Speicherbausteine. Anhand der Anzahl und Organisation dieser Bausteine kann man die Größe eines Speichermoduls berechnen.
Als Beispiel sei hier ein Speichermodul genannt, das aus 16 Chips des Typs GM72V16821CT10K besteht. Aus dem Datenblatt erfährt man, daß dieser Chip in 2 Bänken mit je 524288 Wörtern a 16 Bit organisiert ist. Dies ergibt 16MBit bzw. 2MiB pro Baustein (2*524288*16 Bit = 16777213 Bit = 16MBit). Mit 16 dieser Chips ergibt sich eine Gesamtgröße des Speichermoduls von 32 MiB.
Manche Speichermodule besitzen ein oder zwei zusätzliche Chips (gleichen oder anderen Typs), die für Fehlerkorrektur- bzw. Paritätsfunktionen zuständig sind.
Die interne Organisation der Speicherbausteine in Verbindung mit der Zusammenschaltung dieser Chips auf dem Modul ist auch dafür verantwortlich, daß ältere Computer trotz entsprechender Angabe nur die Hälfte oder gar 1/4 der Größe eines Speichermoduls erkennen. (siehe dazu Single-Sided/Double-Sided)
bgcolor="#FFFFFF" | Speicher wird in der Regel mit den folgenden Parametern verkauft: | bgcolor="#FFFFFF" | Größe | Typ | Takt | Timing | bgcolor="#FFFFFF" | 1024 MB | DDR | 400 | 2CL - 3 - 3 - 3 |
|---|
Im obigen Beispiel wird ausgedrückt, dass der Speicher eine Größe von 1024 Megabytes hat, der Typ DDR-RAM ist, einen Speichertakt von 400 Mhz besitzt und ein Timing mit folgenden Parametern hat:
Wichtige Parameter zum Zeitverhalten des Speichers sind:
Befindet sich der nächste auszulesende Datensatz in der gleichen Zeile wie das zuvor gelesene hat man einen "Page Hit" und bewirkt, dass das Einlesen einer neuen Zeile (RAS-to-CAS-Delay () entfällt. Es kann sogleich wieder der Inhalt der Zelle ausgelesen werden, so dass nur die Zeit der CAS Latency benötigt wird. Nur bei aufeinanderfolgenden Page Hits kann der Speicher seinen optimalen Datendurchsatz erreichen.
Befindet sich der nächste benötigte Datensatz nicht in derselben Zeile, so muss die Zeile natürlich wieder neu eingelesen werden. Dies wird als "Page Miss" bezeichnet. Bevor jedoch eine neue Zeile ausgelesen werden kann, muss die aktuelle Zeile zurückgeschrieben und damit deaktiviert werden. Dieser Rückschreibeprozess wird als
RAS Active Time (t_RAS) und RAS Precharge Time (t_RP) welche als zusammengefasst werden.
ECC kann 1- und 2-Bit Fehler erkennen sowie 1-Bit Fehler korrigieren. Multibitfehler können jedoch unbemerkt bleiben. ECC-Speicher kommt bei Desktop-PCs kaum zum Einsatz.
Weitere Techniken zur Fehlererkennung sind unter den Namen Chipkill, Active Memory, Memory Resiliency oder Memory RAID bekannt.
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"Speichermodul".
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